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Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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26. April 2018

„Deutschklassen der Regierung nicht am Forschungsstand“

26.04.18, 17:45 |Categories: Bildung, Gesellschaft, Integration|Tags: , |

In der Diskussion um seperate Deutsch-Klassen für Kinder mit Sprachdefiziten melden sich nun auch Expertinnen und Experten zu Wort. Und zwar eindeutig: „Experten: Deutschklassen der Regierung nicht am Forschungsstand“.

Was wird inhaltlich kritisiert? Wie könnte man es besser machen?

Die deutsche Erziehungswissenschafterin Anja Wildemann bringt es auf den Punkt, wenn sie betont, dass „integrierende Sprachförderung zielführender ist als segregierende“. Neu ist das nicht. Die Professorin für Grundschulpädagogik und Erziehungswissenschafts-Dekanin der Universität Koblenz kann für den Kindergartenbereich auch auf empirische Forschungen verweisen. Vom Fassmann-Kurz-Modell ist sie entsetzt: „Am meisten erschüttert hätten sie die geplanten gesetzlichen Ausführungen zur Sprachdiagnostik.“

Schon der gerade von Konservativen gerne beschworene „gesunde Menschenverstand“ sagt, dass Kinder von Kindern am besten lernen. Wenn wir nun alle Kinder mit mangelhaften Deutsch-Kenntnissen in einer Klasse sammeln, werden sie untereinander wohl kaum Deutsch-Kompetenz erwerben, Lehrkräfte werden bei vorgesehenen Klassen mit bis zu 25 Kindern bei der angesprochenen individuellen Sprachdiagnostik überfordert sein.

Gerade mit Österreich vergleichbare deutsche Bundesländer waren mit integrativer Sprachförderungen auch in der Schule erfolgreich. Warum sollten wir erfolgreiche Modelle nicht übernehmen? Ich habe als Bildungssprecher der Grünen im Unterrichtsausschuss mehrfach entsprechende Anträge gestellt. Sie basierten auf dem in Hamburg entwickelten Modell „FörMig“. Es sieht eine durchgängige, additive Sprachförderung von der Vorschule bis zum Ende der Pflichtschulzeit vor und setzt auf die Einbindung der Eltern sowie auf regelmäßige Sprachstandserhebungen.

Warum setzten wir das in Österreich nicht auch um? Ach ja, es geht ums Geld: Eine gezielte, individualisierte Förderung der Bildungssprache setzt angemessene Arbeitsbedingungen in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen sowie beginnend mit dem Kindergarten eine deutlich bessere Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen voraus. In Österreich zahlt man offensichtlich lieber später ein Vielfaches der jetzt notwendigen Summen für Arbeitslosenunterstützung, Sozialhilfe usw.

Bundeskanzler Sebastian Kurz war als Integrationsminister jahrelang zuständig für die Sprachförderung im Kindergarten, ebenso hat er sich jahrelang meiner Forderung nach einer Evaluierung der Fördermaßnahmen verweigert und das Geld lieber ohne jedes Konzept verteilt. Ausreichend Fachpersonal in Kindergärten und Schulen? Fehlanzeige!

Wenn es den Verantwortlichen wirklich um die Kinder geht, wenn es ihnen um gelingende Integration geht, dann ist es allerhöchste Zeit, aktiv zu werden. Wir brauchen Maßnahmen, die eine gute Ausbildung der Lehrenden garantieren und die Implementierung von bundeseinheitlichen Qualitätsstandards, um eine kompetente Förderung der Kinder sicherzustellen. Was wir nicht brauchen, sind Getto-Klassen für Kinder.

23. März 2018

Mediale Hetze

23.03.18, 11:24 |Categories: Allgemein, Gesellschaft, Integration, Medien|Tags: |

Was wird im Jahr 2018 in Österreich eigentlich noch als Skandal empfunden? Da muss es offensichtlich schon knüppeldick kommen. Die obige Grafik jedenfalls wohl nicht.

Ich empfinde es jedenfalls als Skandal, was Alexander Pollak, Sprecher der Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch, da aufgedeckt hat: Die „Kronen Zeitung“ mit manipulativer Grafik. Ich kann nur unterstreichen, wie Pollak diesen Skandal kommentiert: „Und nein, ich mag Kriminalität gar nicht. Ich mag aber auch keine Manipulation durch Medien.“

Das ist übrigens kein Einzelfall. Manipulationen werden immer wieder aufgedeckt. So wurden kürzlich beispielsweise in der „Kronen Zeitung“ aus zwei Bildern eines, um die Lage in Syrien zu dramatisieren. Diese Foto-Manipulation sollte den Bürgerkrieg in Syrien widerspiegeln , wurde vom Tech-Blog „Gizmodo“ international verbreitet („„Krone“ manipuliert Bürgerkriegs-Bilder“). Hierfür hat sich Herausgeber Christoph Dichand immerhin entschuldigt, das wird im obigen Fall wohl nicht der Fall sein. Da gehts ja „nur“ um Ausländer.

9. Februar 2018

„Pointen für den Arsch“

09.02.18, 18:11 |Categories: Gesellschaft, Integration|Tags: |

Stadtrichter zu Klagenfurt

Besonders lustig habe ich den Kärntner Fasching nie gefunden. Was das deutsche „Meinungsmagazin“ „derFreitag“ von einer Faschingsveranstaltung in Klagenfurt berichtet, zeigt aber sogar, dass Humor und Rassismus im südlichsten Bundesland nicht weit voneinander entfernt sind. Blatt nimmt sich der Journalist zurecht keines vor den Mund: „Pointen für den Arsch“.

Da wird der kleine Flüchtlingsbub gefragt, wie er denn nach Österreich gekommen sei: „Von zu Hause auf Tiger, dann Elefant, dann Boot, dann Zug, dann Limousine.“ Die Kärntner zerkugeln sich. So lustig aber auch! Ein anderer Flüchtling, Abdula aus Syrien, sucht mit seinem „Caritas-Handy“ nach Anleitungen zum Bombenbauen. Die feine Klagenfurter Gesellschaft lacht. Immerhin besteht die veranstaltende Faschingsgesellschaft „Stadtrichter“ laut Eigendefinition ja aus „einem Kreis angesehener Bürger“.

Was sich gesellschaftspolitisch in Österreich derzeit abspielt, ist besorgniserregend. Was sich in Kärnten tut, schlicht ein Skandal. Ich hatte noch nie etwas übrig, für den schenkelklopfenden Humor auf Kosten der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Die Art und Weise aber, wie sich Klagenfurter Honoratioren – Frauen sind bei den „Stadtrichtern“ explizit unerwünscht – über Flüchtlinge lustig machen, ist nicht lustig, sondern rassistisch. Es ist, wie „derFreitag“ zurecht konstatiert, ein „Sittenbild einer Gesellschaft, die immer weiter nach rechts driftet“.

Früher einmal haben sich im Fasching „die da unten“ um „die da oben“ gekümmert und sich frech mit den Mächtigen und Reichen in Gesellschaft und Land gekümmert. Kärtnen böte da einiges, ist doch die halbe ehemalige blaue, schwarze und orange ehemalige Regierungstruppe schon im Gefängnis, vor Gericht oder harrt der Anklage. Für die Milliarden, die durch einerseits kriminelle Energie, andererseits durch Inkompetenz verschwunden sind, bezahlen alle Österreicherinnen und Österreicher noch viele Jahre. Da wäre eigentlich genug Stoff für „lustige Auftritte“. Aber nein, man wendet sich lieber gegen Flüchtlinge.

Wo bei der Klagenfurter Faschingsveranstaltung Pointen sein sollen, weiß ich nicht. Auch wenn die „Kleine Zeitung“ von einem „Pointenfeuerwerk“ berichtet. Was ich weiß, ist, dass man sich als Österreicher und Österreicherin für derartigen „Humor“ schämen muss. Mitten im Fasching.

Foto: „Stadtrichter zu Clagenfurth“