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9. Februar 2018

„Pointen für den Arsch“

09.02.18, 18:11 |Categories: Gesellschaft, Integration|Tags: |

Stadtrichter zu Klagenfurt

Besonders lustig habe ich den Kärntner Fasching nie gefunden. Was das deutsche „Meinungsmagazin“ „derFreitag“ von einer Faschingsveranstaltung in Klagenfurt berichtet, zeigt aber sogar, dass Humor und Rassismus im südlichsten Bundesland nicht weit voneinander entfernt sind. Blatt nimmt sich der Journalist zurecht keines vor den Mund: „Pointen für den Arsch“.

Da wird der kleine Flüchtlingsbub gefragt, wie er denn nach Österreich gekommen sei: „Von zu Hause auf Tiger, dann Elefant, dann Boot, dann Zug, dann Limousine.“ Die Kärntner zerkugeln sich. So lustig aber auch! Ein anderer Flüchtling, Abdula aus Syrien, sucht mit seinem „Caritas-Handy“ nach Anleitungen zum Bombenbauen. Die feine Klagenfurter Gesellschaft lacht. Immerhin besteht die veranstaltende Faschingsgesellschaft „Stadtrichter“ laut Eigendefinition ja aus „einem Kreis angesehener Bürger“.

Was sich gesellschaftspolitisch in Österreich derzeit abspielt, ist besorgniserregend. Was sich in Kärnten tut, schlicht ein Skandal. Ich hatte noch nie etwas übrig, für den schenkelklopfenden Humor auf Kosten der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Die Art und Weise aber, wie sich Klagenfurter Honoratioren – Frauen sind bei den „Stadtrichtern“ explizit unerwünscht – über Flüchtlinge lustig machen, ist nicht lustig, sondern rassistisch. Es ist, wie „derFreitag“ zurecht konstatiert, ein „Sittenbild einer Gesellschaft, die immer weiter nach rechts driftet“.

Früher einmal haben sich im Fasching „die da unten“ um „die da oben“ gekümmert und sich frech mit den Mächtigen und Reichen in Gesellschaft und Land gekümmert. Kärtnen böte da einiges, ist doch die halbe ehemalige blaue, schwarze und orange ehemalige Regierungstruppe schon im Gefängnis, vor Gericht oder harrt der Anklage. Für die Milliarden, die durch einerseits kriminelle Energie, andererseits durch Inkompetenz verschwunden sind, bezahlen alle Österreicherinnen und Österreicher noch viele Jahre. Da wäre eigentlich genug Stoff für „lustige Auftritte“. Aber nein, man wendet sich lieber gegen Flüchtlinge.

Wo bei der Klagenfurter Faschingsveranstaltung Pointen sein sollen, weiß ich nicht. Auch wenn die „Kleine Zeitung“ von einem „Pointenfeuerwerk“ berichtet. Was ich weiß, ist, dass man sich als Österreicher und Österreicherin für derartigen „Humor“ schämen muss. Mitten im Fasching.

Foto: „Stadtrichter zu Clagenfurth“

22. November 2017

Islam-Kindergärten: „Kronen Zeitung“ verurteilt, Sebastian Kurz noch nicht

22.11.17, 17:21 |Categories: Bildung, Integration|Tags: , |

Am 25. Juni berichtete die „Kronen Zeitung“: „Kopftuch, Radikalisierung Alltag in Kindergärten“.

Darin hieß es, die Redaktion habe Bilder aus „einem Islam-Kindergarten in Wien Liesing“ zugespielt bekommen. Die „Krone“ habe Belege dafür, was „in vielen der 150 islamischen Kindergärten in Wien“ falsch laufe: Schon kleinste Mädchen müssten das Kopftuch tragen.

Die Fotos stammten aber nicht aus einem Kindergarten in Liesing, sondern enstanden bei einem Jugendfest des Islamischen Zentrums in Floridsdorf, die vielen teilnehmenden Mädchen ohne Kopftuch wurden – wie „Der Standard“ („Islam-Kindergarten“: Presserat rügt „Krone“ für Kopftuchfotos) feststellt – „herausgeschnitten“.

Der Presserat verurteilt das und fordert die „Kronen Zeitung“ auf, das Urteil zu veröffentlichen. Das wird natürlich nicht geschehen.

Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, wie sensibel dieses Thema ist. Dabei gibt es ein „(un-)Heilige Allianz“ zwischen dem österreichischen Boulevard, den „türkischblauen“ (© Armin Thurnher) künftigen Regierungsparteien und willfährigen „Wissenschaftlern“ (Studie zu islamischen Kindergärten: Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas), denen es – wie etwa Ednan Aslan – nichts ausmacht, wenn das Ministerium des Herrn Kurz als Auftraggeber an einer abgelieferten Studie zu „islamischen Kindergärten“ gleich 903 Änderungen vornimmt, darunter gravierende inhaltliche. Und die erzielte man durch die selbst (!) formulierten „Zuspitzungen“. Die Uni Wien hat ihr Gutachten über Aslans Kindergartenstudie bislang nicht veröffentlicht. Gibt’s dafür einen Grund?

Einen Presserat haben wir auf politischer Ebene leider nicht: Das Urteil über Sebastian Kurz und seine Truppe muss bei den nächsten Wahlen gesprochen werden. Hoffentlich fällt es ebenso deutlich aus.

 

17. Juli 2017

Bei den Kindergärten ist Feuer am Dach!

17.07.17, 16:33 |Categories: Bildung, Integration|Tags: , |

Was wurde für den elementarpädagogischen Bereich nicht alles versprochen im „Regierungsübereinkommen 2013-2018“: ein bundesweiter Qualitätsrahmen sollte bis 2016 vorgelegt werden, das zweite kostenlose Kindergartenjahr sollte eingeführt werden und die Prüfung der Geldströme vom Bund zu Ländern und Gemeinden im Rahmen des Finanzausgleichs. Nichts von alledem wurde verwirklicht. Dass die Regierung auch in anderen Bereichen versagt hat, ist da wenig tröstlich.

Doch jetzt wird die Situation langsam dramatisch: Es ist Feuer am Dach! Denn ab Ende dieses Jahres bis Sommer 2018 laufen gleich drei die Bund-Länder-Vereinbarungen für eine zusätzliche Dotierung der Elementarpädagogik aus. Ländern und Gemeinden fehlen dann 575 Millionen Euro: 305 Millionen für den Ausbau, 60 Millionen für Sprachförderung und 210 Millionen für das Gratis-Kindergartenjahr.

Ich habe heute im Rahmen einer Pressekonferenz auf diese Gefahr hingewiesen.
Von dringend notwendigen Maßnahmen wie dem – im Regierungsvortrag vom November 2015 – ebenfalls versprochenen bundesweiten Qualitätsrahmen für Elementarpädagogik, einer Verbesserung der Ausbildung der KindergartenpädagogInnen wie bei LehrerInen zumindest auf einer Pädagogischen Hochschule oder einem Rechtsanspruch auf Krippenplatz ab erstem Geburtstag erst gar nicht zu sprechen.

Da geht es um Öffnungszeiten der Kindergärten ebenso wie um die – insbesondere in den westlichen Bundesländern – vielen Schließtage, da geht es um den Betreuungsschlüssel von Kindern pro PädagogIn, da geht es um ein warmes Mittagessen usw.

Und ja: Ich drücke mich auch nicht vor der alles überlagernden Diskussion über die sogenannten „islamischen Kindergärten“. Sebastian Kurz hat das zu einem parteipolitischen Kampfthema gemacht, statt seinen eigentlichen Job zu erledigen: die Evaluierung der Sprachförderung. Dieses Thema wird unverständlicherweise (auch medial) vernachlässigt. Seit 2009 fehlt in Österreich eine Evaluierung der Sprachförderung, obwohl der dafür zuständige Integrationsminister ständig mangelnde Sprachkenntnisse der Kinder bei Schuleintritt beklagt. Aber er tut nichts dafür, die Qualität der Sprachförderung zu überprüfen, denn da liegt einiges im Argen.
Dass in Österreich ein Konzept für die Sprachförderung von den Kindergärten bis in die Schulen fehlt, sei hier nur am Rande erwähnt. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen und auch Vorschläge gemacht: „So lernen alle Kinder Deutsch: unser Modell zur Sprachförderung!

Ein Wort zu den offenkundigen Problemen in den „islamischen“ Kindergärten in Wien. Hier muss gehandelt werden. Neben den zu verstärkenden Kontrollen durch fachkundige Personen ist für eine bessere Durchmischung (nach Herkunftssprachen) zu sorgen. Zwang wird nicht die Lösung sein, schon gar nicht die Verfrachtung von Kindern quer durch die Ortschaften. Bei mehreren nahegelegenen Einrichtungen ist jedoch auf eine bessere Verteilung zu achten. Zusätzlich werden Anreizssysteme – wie eine optimale Ausstattung von Kindergärten in Brennpunktlagen – dazu führen, dass jene Bedingungen eher gewährleistet sind, unter denen Kinder am besten lernen, nämlich voneinander.