Ich habe es ja immer gewusst – nun gibt es aber sogar einen bildlichen Beweis durch einen aufmerksamen Dornbirner: Die FPÖ ist im Eimer.

Es gibt neben dem bildlichen auch andere Beweise: Gestern wurde publik, dass den Blauen scharenweise einige jener Glücksritter davonlaufen, die im Zuge der haiderschen nationalen Erhebung bei den austro-germanischen Sturmscharen angeheuert haben. Sie verlassen das sinkende Schiff und suchen eine neue Bleibe. Und nicht wenige glauben, diese Bleibe in der SPÖ gefunden zu haben. Der Kärntner SPÖ. Die allerdings scheint sich gewandelt zu haben und nimmt nun doch nicht jeden in ihre Reihen auf.

Unter den Möchtegern-Überläufern befindet sich übrigens auch der frühere freiheitliche Sozialsprecher im Parlament, Reinhart Gaugg. Er ist bekannt geworden als „Nazi-Buchstabierer“: „Neu, attraktiv, zielstrebig, ideenreich“ – so Gaugg zur Frage, was ihm den zum Begriff „Nazi“ einfalle. Zuletzt fiel sein Name übrigens mehrfach in Zusammenhang mit der Telekom-Affäre und Lobbyist Peter Hochegger. Für Landeshauptmann Peter Kaiser etwa ist Gauggs SPÖ-Mitgliedschaft „nicht vorstellbar“ (SPÖ-Mitgliedschaft Gauggs „nicht vorstellbar“). Er ist ja auch in einer Koalition mit den Grünen.

Der ÖVP sollte das alles doch ein bisschen zu denken geben, denn das sind die Leute, mit denen sich die Schwarzen im Jahr 2000 ins politische Bett gelegt haben. Das sind jene Leute, mit denen die ÖVP auch heute noch eine Koalition nicht ausschließen will. Jedenfalls bis diese Herrschaften auch wirklich eine andere Bleibe gefunden haben.