Es ist ausgerechnet das Handelsblatt, das davon berichtet: US-Forscher haben festgestellt, dass man auf Eliteschulen um keinen Deut mehr lernt als auf normalen Schulen („Der Mythos von der Kaderschmiede“).

Was sagt das für uns in Östereich aus? Den Leistungsgedanken für das Schulsystem tragen in unserem Land genau jene auf den Lippen, die ihn de facto verhindern. Michael Spindelegger predigt Eliteschulen laut „Presse“ wörtlich sogar „als Allheilmittel für Schulen. Er wünscht sich eine klare Trennung der Schüler je nach deren Anlagen“ („ÖVP will „Eliteschulen“ in jedem Bundesland“). Wir alle wissen, dass eine sinnvolle Trennung von Kindern nach Leistung mit neuneinhalb Jahren gar nicht möglich ist. In den USA werden die Jugendlichen ja erst nach der Sekundarstufe 1 getrennt – und dort mit zweifelhaftem Erfolg, wie die zitierte Studie belegt (hier ist die Studie der amerikanischen Forscher zum Herunterladen:

Atila Abdulkadiroglu u.a.: „The Elite Illusion.“ Working Paper 17264). Es ist nicht untypisch, dass in Österreich gerade die ÖVP immer wieder die Errichtung von Elteschulen fordert. In Wirklichkeit geht es diesen Herrschaften nämlich nicht um Leistung, sondern darum, die soziale Ungleichheit aufrecht zu erhalten.

Eliteschulen hin oder her, für uns gilt: „Kein Kind zurücklassen!“