Wie funktioniert denn Euer Modell der „Grüne Schule“? Die Frage habe ich gestern bei einer Diskussion gestellt bekommen. Abgesehen, dass die Besucher dieses Blogs am angegebenen Link (Grüne Schule) Genaueres erfahren, muss ich zugeben, dass ich mich gestern selbst gefragt habe: „Wo soll ich denn anfagen?“

Am besten bei der Realität. Denn unser Modell der „Grüne Schule“ ist keines, das in der Theorie für den „St.-Nimmerleins-Tag“ entwickelt worden ist, es wird in Facetten tagtäglich erprobt. Ein Beispiel aus meiner Vorarlberger Nachbarschaft ist das zuletzt ausgezeichnete Buchser Schulmodell („Buchser Schulmodell erhält Preis“). Dort werden die SchülerInnen in sogenannten „Lernlandschaften“ unterrichtet. Das bedeutet, dass die KlassenlehrerInnen – wie im Grünen Bildungsprogramm (hier zum Download ) vorgesehen – aus der Rolle der RichterIn in die Rolles eines Coaches wechseln, für alle SchülerInnen individuelle Lernpläne zusammenstellen und sie in regelmäßigen Einzelgesprächen begleiten. Die SchülerInnen erhalten sogenannte „Input-Lektionen“, arbeiten dann aber selbstständig und/oder in kleinen Gruppen in Lernateliers.

Das führt uns im Gegensatz zu den „Reformen“ in Österreich dorthin, wo das Ziel einer jeden Bildungspolitik sein muss: „Kein Kind zurücklassen!“

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“