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9. Mai 2014

Mathematik-Matura musste unterbrochen werden!

09.05.14, 10:46 |Categories: Bildung|Tags: , |

Vor zehn Jahren konnte ich den Start der sogenannten Zentralmatura als Direktor an meinem Gymnasium mitverfolgen – es war für alle Beteiligten eine positive Erfahrung. Was sich jetzt aber abspielt, spottet jeder Beschreibung: Nach dem Wirbel um die Bewertungsschlüssel für die Englisch- und Französischmatura, gab es berechtigte Kritik an der Deutsch-Zentralmatura, weil bei der Interpretation des Prosatextes „Die Schnecke“ von Manfred Hausmann aus 1947 der zeitliche Zusammenhang zum NS-Regime und dem Holocaust völlig außer Acht gelassen wurde.

Heute nun kam es noch schlimmer: Die Mathematik-Matura musste an fünf Wiener AHS unterbrochen worden, weil in den verteilten Testheften des BIFIE nur acht statt 24 Aufgaben vorhanden waren. Kann man´s glauben?

Es ist jedenfalls eine unfassbare Schlamperei der Verantwortlichen im BIFIE. Von vorneherein war es unverantwortlich, dass eine hoheitliche Aufgabe nicht vom Ministerium selbst durchgeführt wird. Nach der Pannenserie aber ist nun wohl endgültig klar, dass das BIFIE nicht länger mit der Durchführung der Reifeprüfung betraut werden kann!

Ich habe heute daher meine Forderung aus dem Rechnungshofausschuss wiederholt, dass die Durchführung der sogenannten Zentralmatura durch das Bildungsministerium selbst zu erfolgen hat. Es ist offensichtlich, dass eine solche heikle Aufgabe nicht von einem externen Institut erfüllt werden kann. Derzeit sind die Leidtragenden all dieser Probleme vor allem die SchülerInnen, die vor einer so wichtigen Prüfung besonders aufgeregt sind. Eine Panne erhöht den Stress nochmal erheblich und hat damit auch Auswirkungen auf die Leistungen.

Eine weitere Forderung muss daher sein, dass bei der Beurteilung die erschwerenden Umstände berücksichtigt werden. Ich kann nur allen Schülerinnen und Schülern des Maturajahrgangs 2014 starke Nerven und alles Gute wünschen!

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
4. April 2014

„Der schiefe Turm von PISA – die Bildungsministerin und der Datenschutz“

04.04.14, 11:18 |Categories: Bildung|Tags: , , |

„Der schiefe Turm von PISA – die Bildungsministerin und der Datenschutz“ – das war das Thema einer Pressekonferenz, die ich heute gemeinsam mit dem Datensicherheitsexperten und Mitglied des Datenschutzrates Andreas Krisch gegeben habe.

Gestern habe ich mit Andreas Schleicher, Bildungsexperte der OECD und internationaler PISA-Koordinator (Programm for International Student Assessment, gesprochen. Er hat ganz klar gesagt: Die Probleme sind technisch lösbar, die Sicherheit ist bislang in allen teilnehmenden 74 Ländern (!) gewährleistet. Meine einfache Frage an die Ministerin: Was können Moldawien, Kirgisien oder Kasachstan, was Österreich nicht kann?

Ein Testungsstopp – so Schleicher – wiegt in Österreich schwerer als anderswo, weil wir wenig Daten über unser Bildungssystem haben. Zudem ist die OECD bereit, Österreich entgegenzukommen: Schleicher kann die notwendigen Vortests bis Oktober 2014 verschieben.

Hinzu kommt ein Argumentationsnotstand der Ministerin. Heinisch-Hosek hat am Mittwoch im Rechnungshofausschuss wörtlich erklärt. sie habe „nie von einem Datenleck gesprochen“, sondern festgestellt, dass es sich „um einen kriminellen Akt“ handle. Krimineller Akt? Davor ist man nie gewappnet. Warum dann die Verschiebung? Die Haltung der Ministerin wird immer rätselhafter.

Oder geht es schlicht um ganz banale Dinge:

• Einsparungen von ein paar Millionen Euro?

Hans Zeger, der Obmann der ARGE Daten und wahrlich ein sorgsamer Bewahrer aller persönlichen Daten, hat die Entscheidung der Ministerin zu einem Testungsstopp als „lächerlich bezeichnet und noch eins draufgelegt: „Das ist ein schäbiges Argument.“ Der Datensicherheitsexperten und Mitglied des Datenschutzrates Andreas Krisch hat heute bei meiner Presskonferenz nachgelegt: Die Entscheidung ist schlicht nicht nachvollziehbar! Krisch hat darauf hingewiesen, dass in Österreich die Statistik Austria oder das Bundesrechnungszentrum jederzeit in der Lage wären, die Überprüfung vom BIFIE zu übernehmen – falls die Ministerin in ihr Institut kein Vertrauen hat. Zudem sei Österreich „Weltmeister im E-Government“ und ein Testungsstopp daher schlicht lächerlich nicht nachvollziehbar.

Soll es in Österreich wirklich weiterhin einen bildungspolitischen Blindflug geben, nur um das Prestigeprojekt Neue Mittelschule zu retten?

Das wirkliche Problem: Die Regierung ist seit eineinhalb Jahrzehnten nicht in der Lage, aus den Ergebnissen der diversen PISA-Testungen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Polen beispielsweise hat vorgemacht, wie man reagieren sollte: „Bildungsreform: Vorbild Polen!

Meine Forderung ist klar: PISA 2015 muss auch in Österreich wie vorgesehen durchgeführt werden!

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
28. März 2014

BIFIE: Ministerium hat Sicherheits-Check verhindert!

28.03.14, 9:49 |Categories: Nationalrat|Tags: |

Der angebliche Datenskandal beim BIFIE wird immer skurriler: Jetzt wird klar, dass es die Vertreter des Ministeriums im Aufsichtsrat des BIFIE waren, die im Herbst einen umfassenden Sicherheits-Check aus Kostengründen verhindert haben! Das habe ich heute im Morgenjournal kritisiert: „Zentralmatura: Daten-Check „gespart““.

Der „Skandal“ wurde vom Bildungsministerium dann zum Anlass genommen, diverse Überprüfungen wie PISA, PIRLS, TIMMS etc. infrage zu stellen. Im ersten Schreck hat die Ministerin sogar eine weitere Verschiebung der sogenannten Zentralmatura ins Auge gefasst. Dann ist man draufgekommen, dass das gar nicht möglich ist, weil die Matura an vielen Standorten schon gestartet wurde – etwa mit den vorwissenschaftlichen Arbeiten – und die Vorlaufzeiten an sich natürlich viel länger sind. Heute wurde das offiziell bestätigt: Datencheck positiv – Zentralmatura findet statt

Mit einem Teststopp spart man sich für ein Jahr einige Millionen Euro – schädigt aber das Bildungssystem nachhaltig und muss Strukturen später wieder um teures Geld neu aufbauen: das sind die typischen rot-schwarzen Reformanstrengungen im Jahr 2014!

Ich habe heute daher eine Anfrage eingebracht, weil sich das Ministerium den Ärger um die Datensicherheit sparen hätte können: Ausgerechnet Vertreter des Ministeriums haben im Herbst nämlich einen umfassenden Sicherheits-Check am BIFIE verhindert.

Dazu habe ich heute auch eine < file name="Parlamentarische-Anfrage-zum-BIFIE" > eingebracht.

Kernpunkte sind:

• Das BMBF hat durch ihre Vertreter im Aufsichtsrat aus finanziellen Gründen im Herbst das verhindert, was nun eingemahnt wird – einen umfassenden Sicherheitscheck!

• Der entstandene finanzielle und Imageschaden ist für Österreich durch ein unprofessionelles Krisenmanagement entstanden.

• Der Teststopp war eine Soloentscheidung der Ministerin gegen ihre eigenen Beamten!

• Es gibt nach wie vor keinen Hinweis auf Datenunsicherheiten am BIFIE!

• Ich fordere ein umgehendes Zurück an den Start und ein Ende der Verunsicherung von SchülerInnen und LehrerInnen!

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“