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10. März 2016

Gemeinsame Schule: Südtirol macht es vor!

10.03.16, 16:38 |Categories: Bildung|Tags: , , , |

WelsbergWarum in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah. Das haben wir Grüne BildungspolitikerInnen gedacht uns gedacht und sind dorthin gefahren, wo viele unserer Ideen schon umgesetzt sind.  Zum Beispiel nach Südtirol, wo wir viele Gespräche mit PolitikerInnen und PädagogInnen führen konnten.

In Welsberg im Pustertal haben wir die Grundschule und die Mittelschule besucht. Die Lehrkräfte sind sensibilisiert, im Unterricht wird auf individualisierende und differenzierende Maßnahmen gesetzt: Eine besondere Begabung ist ein Weg, den man übersehen und verpassen – oder aber erkennen und gehen kann: „Nicht für alle das Gleiche, sondern für jeden das Passende.“

Bemerkenswert: Unsere Fragen zur Gemeinsamen Schule oder das Thema Inklusion wurden teilweise gar nicht richtig verstanden – so selbstverständlich und außer Streit sind sie in Südtirol. Die Gemeinsame Schule gibt es seit 1962, ab 1977 wurden in Italien geschlossenen Anstalten und Sonderklassen aufgelöst und ein integratives Schulsystem eingeführt. Für besonders schwierige Fälle mit hohem Pflegeaufwand bekommen die Schulen die nötige Unterstützung, bis – wie in Welsberg – zur Einrichtung einer eigenen Pflegestation an der Schule für einen Schüler mit besonders schweren Beeinträchtigungen.

Für uns angesichts der bevorstehenden Verhandlungen zum Schulreformpaket besonders interessant: Im Jahr 2000 wurde das Schulautonomiegesetz beschlossen – und das leitete eine radikale Wende in der Südtiroler Schulpolitik ein. Schulen haben umfassende Autonomie bei Stundenplanerstellung, Gestaltung des Tagesablaufes, Einsatz der Lehrkräfte, Gruppengrößen und Verwendung freier Mittel, aber sie haben keine Personalautonomie. Lehrkräfte sind in den Schulsprengeln angestellt.

Und die Ergebnisse? Bei einem OECD-Durchschnittswert von 496 Punkten in der Lesekompetenz erreichte Österreich 470 Punkte, das Bundesland Tirol 463 Punkte, Italien 486 und Südtirol 490 Punkte (PISA-Studie 2009).

Dramatisch sind die Unterschiede hinsichtlich der Risikogruppen, das sind jene SchülerInnen, die am Ende der Pflichtschulzeit nicht sinnerfassend lesen können: Deren Anteil lag in Südtirol mit 18% deutlich unter dem Tiroler Wert von 31%. Die deutschen Schulen in Südtirol liegen mit 15,9% noch besser, die italienischen Schulen verzeichnen 26,6%. Auch bei den SpitzenschülerInnen weist Südtirol deutlich bessere Ergebnisse auf als beispielsweise Nordtirol oder Vorarlberg.

Das Foto wurde am Eingang zu einer Grundschulklasse gemacht und zeigt, welche Aufgaben jedes Kind an diesem Tag für die Gemeinschaft zu erfüllen hat.

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
25. Dezember 2014

Mein Bildungsnewsletter zu Weihnachten!

25.12.14, 14:18 |Categories: Bildung|Tags: , , |

WeihnachtskarteAlle Jahre wieder erscheint gleich mehrmals und natürlich auch zur Weihnachtszeit – richtig geraten: mein Bildungsnewsletter. Und das sind diesmal die Themen:
[1] Das war ein intensives Jahr der Bildungspolitik:
Schon zu Beginn des Jahres war klar, dass das Budget im Bildungsbereichnicht ausreichen wird. Kein Wunder, dass im Frühjahr gleich einmal die Mittel für den Ausbau der ganztägigen Schulen gekürzt – pardon „verschoben“ – wurden. Den Zukunftsraub in der Bildung habe ich im April gemeinsam mit Eva Glawischnig thematisiert. Die Sorge um das liebe Geld hat auch das weitere Jahr geprägt. Ich habe mich für eine indexbasierte Mittelzuwendung an Schulen, eine gerechte Privatschulfinanzierung und ausreichend Mittel für die sonderpädagogische Förderung eingesetzt. Die Budgetnot wird uns auch 2015 begleiten, denn für die BIG-Mieten gilt: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Es gab allerdings auch kleine Erfolge zu feiern: Mit der Umbenennung der Sonderpädagogischen Zentren (SPZ) in „Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik“(ZISP) ist es gelungen, den Begriff „Inklusion“ erstmals in den Schulgesetzen zu verankern. Die ZISP dienen nun ausdrücklich der Umsetzung von Inklusionsmaßnahmen für SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Im Herbst haben wir eine sinnvolle Ferienordnung gefordert. Wenig später konnten wir durch die Regierungsbeteiligung in Vorarlberg die ersten Schritte in Richtung einer Gemeinsamen Schule setzen. Gleichzeitig konnten bei den Personalvertretungswahlen grüne und grünnahe LehrerInnengewerkschaften Zugewinne erzielen. Weitere Themen waren unsere Forderung nach Bewegung in der Schule, die Einführung einer flexiblen Schuleingangsphase, die Entpolitisierung der Landesschulräte, ein eigenständiges Fach Politische Bildung oder auch die (mittelfristige) Abschaffung der Sonderschulen. In allen genannten Bereich bleibt auch 2015 viel zu tun.
[2] Heißestes Thema dieser Tage ist die Zentralmatura:
Hier stehen die Zeichen auf Sturm, denn die Beurteilungen der Probeklausuren sind teilweise katastrophal ausgefallen. Daher fordere ich die Einrichtung einer Beratungs- und Krisenhotline für Betroffene. Die Zentralmatura kommt schon lange nicht aus den Schlagzeilen. Die Vorbereitungsstunden für die mündlichen Prüfungen wurden still und heimlich gekürzt, mein Antrag auf mehr Vorbereitungsstunden erst hat das Vorgehen der Bildungsministerin aufgedeckt. Die Beurteilungsraster für die Benotung werden immer wieder überarbeitet und stiften Verwirrung bei den LehrerInnen. Daher verlangen wir zur Sicherheit für die SchülerInnen die Zweitbegutachtung von negativ beurteilten schriftlichen Reifeprüfungsarbeiten. Auch meine Forderung nach Durchführung der Zentralmatura durch das Bildungsministerium bleibt aufrecht. Diese hoheitliche Aufgabe muss vom Ministerium selbst und unter Kontrolle des Parlaments erfolgen.
[3] LehrerInnenbildung Neu:
Immer öfter und immer lauter erreichen mich Warnhinweise, dass die Umsetzung der neuen LehrerInnenbildung nicht schnell genug erfolgt, um dem drohenden LehrerInnenmangel entgegenzuwirken. Vor allem die Bereiche Sonderpädagogik und Sekundarstufe 1, die beide an den Pädagogischen Hochschulen angeboten werden sollen, sind in der Umsetzung noch offen. Ich habe diesbezüglich eine Anfrage an die Bildungsministerin gestellt. Während die Pädagogischen Hochschulen vor allem unter der mangelnden Kooperationsbereitschaft der Universitäten leiden und daher zum Teil auf ausländische Partner für die Masterlehrgänge angewiesen sind, fehlt an den Universitäten das Wissen um die Pädagogischen Grundlagenbereiche wie Elementar-, Grundschulpädagogik und Sonderpädagogik. Solange die LehrerInnenbildung nicht klar geregelt und aus einer Hand angeboten wird, bleibt der Wettstreit der Institutionen um die Studierenden ein Haupthindernis auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen neuen LehrerInnenbildung.
[4] Enquete Rechtsextremismus
Das Jahr 2015 ist von vielen Gedenktagen geprägt. Auch wir Grüne werden im Bewusstsein unser historischen Verantwortung eine Reihe von Veranstaltungen anbieten. Aufmerksam machen möchte ich auf unsere „Enquete Rechtsextremismus“, die am 13. Februar (8h30-15h) im Parlament stattfinden wird. Ein Schwerpunkt dabei wird die Präventionsarbeit auch im Bildungsbereich sein. Dazu darf ich Sie herzlich einladen.
Wer den Bildungsnewsletter abonnieren möchte, kann dies hier tun: https://listen.gruene.at/wws/subscribe/newsletter-bildung.
Ich wünsche angenehme Feiertage und ein erfolgreiches Neues Jahr 2015!

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
21. Oktober 2014

Mit Halbwahrheiten gegen inklusiven Unterricht!

21.10.14, 11:33 |Categories: Bildung|Tags: |

Kurz vor den Personalvertetungswahlen verschickt Gerhard Riegler, Vorsitzender der „Österreichischen Professoren Union“ (ÖPU) , in unregelmäßigen Abständen Aussendungen, in denen er scheinbar objektive „Eckdaten zum österreichischen Schulwesen samt Quellangabe zur Kenntnis bringen möchte“.

Heute schreibt er : „In Österreich werden weit weniger SchülerInnen wegen ihres besonderen Förderbedarfs räumlich getrennt unterrichtet, als dies in vielen EU-Staaten der Fall ist. In Finnland werden fast zweieinhalbmal so viele SchülerInnen exklusiv beschult (…).“

Um es kurz zu machen: Seit einigen Jahren gibt es in Finnland tatsächlich die Tendenz, SchülerInnen mit speziellen Bedürfnissen phasenweise (!) gemeinsam oder in Sonderklassen zu unterrichten. Experten wie Timo Saloviita bezeichnen das als „negative Sonderrolle“ und „eine Abweichung von den anderen nordischen Ländern“.

Dem Herrn Riegler sei gesagt: Anders als bei uns landen die Kinder nicht in Sonderschulen, alles findet unter dem Dach der finnischen Gesamtschule statt. „Teilintegrative Förderung in Finnland produziert nicht die bekannten negativen pull-out Effekte, wie man sie aus der Forschung kennt. Das liegt an dem allgemeinen Förderunterricht, auf den alle Schüler und Schülerinnen Anspruch haben, wenn sie Leistungsschwächen zeigen. Dennoch ist festzuhalten: Finnland hat noch längst nicht das Ziel der Inklusion erreicht.“

Wer sich über die Entwicklung in den skandinavischen Ländern ein objektives Bild machen möchte, dem empfehle ich die Übersicht von Brigitte Schumann („Inklusive Bildung in den nordischen Ländern im Kontext gesellschaftlicher Entwicklung“).

Ansonsten verweise ich gerne auf den Hirnforscher Gerald Hüther. Er fordert, dass LehrerInnen dabei unterstützt werden müssen, aus einem „zusammengewürfelten Haufen“ in einer Schulklasse ein leistungsorientiertes Team zu machen: „Dort, wo die Inklusion funktioniert, profitieren nicht nur die, die wir als Behinderte bezeichnen, die ein Handicap mitbringen. Sondern davon profitieren vor allem auch die ‚High-Performer‘, die gute Zensuren haben.“ Sie lernen, dass es Spaß macht, gemeinsam in einer Klasse zusammen zu arbeiten und dass es einem auch selbst Würde verleiht.

Wann, wenn nicht bei diesem Thema, gilt mein Motto für die „Grüne Schule“: „Kein Kind zurücklassen!“

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“