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15. November 2016

Wiedereinführung der Ziffernnote an Volksschulen

15.11.16, 7:57 |Categories: Bildung|Tags: , , , |

DenkerEs ist verrückt und ein pädagogischer Schildbürgerstreich, dass man im Frühjahr 2016 das Aus für die Ziffernnote in den ersten drei Klassen der Volksschule verkündet und diese jetzt im Herbst durch die Hintertür verpflichtend wieder einführt.

Man kann nur den Kopf schütteln über eine Verordnung des Bildungsministeriums zur Leistungsbeurteilung: Sie sieht vor, dass die bisherigen fünf Ziffernnoten durch vorgefertigte Formulierungen ersetzt werden, was nun selbst jene Schulen an die Kandare nimmt, die bislang an einem der 2.000 Schulversuche für alternative Leistungsbeurteilungen beteiligt waren. An vielen Volksschul-Standorten herrscht Empörung, andere sind sich angesichts der Bürokraten-Sprache noch gar nicht bewusst, was da auf sie zukommt.

Viele Lehrkräfte an den Volksschulen haben ausreichend Erfahrung mit alternativen Leistungsbeurteilungen. Ich verweise auf die vielen Varianten von verbalen Beurteilungen und Eltern-Kind-Gesprächen über Pensenbüchern bis hin zu anderen Formen der Lernfortschrittsdokumentation. Das ist erprobt und hat an den Standorten zur Zufriedenheit von Lehrkräften und Eltern funktioniert. Die verpflichtende Einführung von Beurteilungsstufen, wie in der Verordnung vorgesehen, steht dieser sinnvollen Entwicklung entgegen.

Ich verweise auch darauf, dass zahlreiche Studien einen nur sehr geringen Zusammenhang zwischen den objektiv erfassten Lernleistungen der Kinder und ihren Noten belegen („Schulnoten sind ungerecht!“): Das ist aus großflächigen Untersuchungen in Österreich belegt. Was in der einen Klasse noch zu einem „Sehr gut“ reicht, kann in einer anderen zu einem „Genügend“ führen. Viele Lehrkräfte haben daher mit Erfolg Gegenvorschläge zur Ziffernnote umgesetzt.

Ich habe die Ministerin daher aufgefordert, diese unsinnige und kontraproduktive Verordnung zurückzunehmen. Sie entspricht nicht den im Frühjahr gemachten Versprechungen und macht viele Fortschritte an Schulen in den letzten Jahrzehnten zunichte. Von Schulautonomie zu sprechen und solche Verordnungen zu erlassen, demotiviert alle am Schulgeschehen beteiligten. Und betroffene Volksschulen haben eine Petition an Ministerin Hammerschmid gestartet, zu deren Unterstützung ich Sie einlade: Petition: Eine alternative Leistungsbeschreibung braucht keine Ziffernnoten!

Update 15.11.: Das Bildungsministerium hat die Verordnung heute zurückgezogen. Bleibt die Frage, wie es zu diesem Schildbürgerstreich überhaupt kommen konnte. Eine Ursachenforschung wäre angebracht.

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
15. Februar 2014

Schulnoten sind ungerecht!

15.02.14, 10:24 |Categories: Bildung|Tags: |

Kann man diese Behauptung wirklich so plakativ aufstellen? Ja, leider, man kann. Dazu habe ich heute im Ö1-Morgenjournal Stellung genommen (Gymnasium: Grüne gegen Auslese über Noten)

Die Zeitschrift „Erziehung und Unterricht“ hat jüngst eine Studie zu den Ziffernnoten in der Volksschule präsentiert („Schlechte Zensuren für Ziffernnoten“). Das erschütternde Ergebnis: Was in der einen Klasse noch zu einem Sehr gut reicht, kann in einer anderen zu einem Genügend führen. Das eine Kind kann in die AHS, das andere …

Auch das BIFIE (Notengerechtigkeit bei der Risiko- und Spitzengruppe) warnt: In der Volksschule gibt es in vielen Klassen nur Sehr gut und Gut, die meisten Lehrkräfte geben auch Befriedigend und fast niemand nutzt die gesamte Notenskala von 1 bis 5. Kommen SpitzenschülerInnen in eine Klassen mit einem hohen Leistungsniveau haben sie Pech gehabt, denn die Wahrscheinlichkeit die sehr gute Leistung auch mit Sehr gut benotet zu bekommen, sinkt dort um zehn Prozent.

Die Neue Mittelschule – so wurde versprochen – werde den Kindern und ihren Eltern viel Druck nehmen. Und wie schaut es heute aus? Der Koordinator für die Neue Mittelschule in Vorarlberg sagt, „das Ziel des Schulversuchs Neue Mittelschule, den Selektionsdruck auf die Volksschulen zu senken“, sei nicht erreicht worden: „Der Notendruck in den Volksschulen ist nicht gesunken.“

Ungerecht und verwirrend geht es mit dem Notensystem in der Neuen Mittelschule weiter: Die Notenskala in der „vertieften Bildung“ in der NMS mit dem Bildungsziel der AHS-Unterstufe reicht von 1 bis 4, denn ein Fünfer entspricht einem Dreier nach „grundlegender Bildung“ mit gleichen Inhalten (!). Daraus ergibt sich eine Beurteilungsskala mit den sieben Noten 1, 2, 3, 4, 3g, 4g, 5g. Verstanden? Macht nichts: Das geht den meisten so.

Warum das ungerecht ist? Ein Genügend in der „vertieften Bildung“ entspricht einem Gut im grundlegenden Bereich – oder anders ausgedrückt: Man kann sich von einem Befriedigend auf ein Genügend verbessern! Während man aber mit einem „Befriedigend“ in „grundlegenden Bereich“ keine Chance auf eine weiterführende Schule hat und die Note unveränderlich feststeht, kann der AHS-Schüler mit einem gleichwertigen (!) Nicht genügend eine Wiederholungsprüfung machen. Ob das alle Lehrherren und -frauen auch wissen?

Und schon vor dieser komplizierten „Reform“ waren die Noten ungerecht. Ich zitiere aus der BIFIE-Studie:

• „Mehr als 70 der Schüler/innen mit der Note Befriedigend haben bei PIRLS eine Leseleistung erzielt, wie sie auch bei Schülerinnen und Schülern mit der Note Gut vorkommen. Etwa 50 der Schüler/innen mit Befriedigend haben sogar Testwerte, die auch bei Schülerinnen und Schülern mit der Note Sehr Gut zu finden sind.“

• „Die 20 schlechtesten Schüler/innen mit der Deutschnote Sehr Gut haben dieselbe Testleistung erzielt wie die besten Schüler/innen mit einem Nicht Genügend.“

Ein Mutter hat mir nach einem harten Kampf um einen Schulplatz für ihre Tochter geschrieben: „Mir fiel auf, dass es ein 2-Klassen Schulsystem gibt, das schon am Ende der Volksschule beginnt.“

Was wollen die Grünen? Ein Ende des Ziffernnotensystems bis zur Sekundarstufe. Das aber ist nur in einer Gemeinsamen Schule bis zum 14. Lebensjahr möglich.

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“