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Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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2. April 2011

„Ein Denkmal für Deserteure“

02.04.11, 10:34 |Categories: Allgemein|Tags: , |

Es war ein besonderes Ereignis im österreichischen Parlament, als Ende 2009 die Rehabilitierung aller Opfer der Wehrmachtsjustiz beschlossen wurde. Das zwischen SPÖ und Grünen abgeschlossene Wiener Regierungsübereinkommen sieht die Errichtung eines Deserteursdenkmals vor und kommt damit einer langjährigen Forderung des Personenkomitees „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“ nach. Unter dem Titel „Ein Denkmal für Deserteure“ findet am Montag in Wien eine spannende Diskussion statt:

• Zeit: Montag, 4. April, 19:00 – 21:00 Uhr

• Ort: Depot – Kunst und Diskussion, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Das Podium ist hochkarätig besetzt:

Magnus Koch macht Anmerkungen zur Auseinandersetzung um die Deserteursdenkmale in der Bundesrepublik Deutschland.

Heidemarie Uhl spricht über Erinnerungspolitik und Erinnerungsorte in Österreich.

Paula Bolyos berichtet über Gedenkorte für die Opfer der NS-Militärjustiz in Wien.

Thomas Geldmacher stellt Grundthesen zum Denkmal zur Diskussion.

Die Moderation übernimmt Eva Blimlinger.

Die ersten der inzwischen 36 Deserteursdenkmäler in Deutschland entstanden übrigens schon Anfang der 80er-Jahre. Das Spektrum reicht dabei vom Stolperstein bis hin zu meterhohen und tonnenschweren Skulpturen. Einige stehen an prominenten Plätzen, die meisten allerdings noch immer unauffällig auf Privatgrundstücken. In Wien sollte das anders sein!

25. Oktober 2010

Gedenken an die Deserteure am „Nationalfeiertag“!

25.10.10, 11:28 |Categories: Gesellschaft|Tags: |

Der Nationalfeiertag kann sehr unterschiedlich begangen werden. Das Bundesheer präsentiert morgen auf dem Heldenplatz eine „Leistungsschau“ und lässt Panzer rollen. Gleichzeitig gedenkt man auf dem Gelände des ehemaligen Militärschießplatzes Kagran jenen Deserteuren, Kriegsdienstverweigerer und „Wehrkraftzersetzern“, die einen wesentlichen Beitrag für die 2. Republik geleistet haben. Es handelt sich um Menschen, die sichunter schwierigsten Bedingungen geweigert haben, den Vernichtungskrieg der Wehrmacht mitzumachen. Dennoch ernteten sie dafür in der Zweiten Republik jahrzehntelang nur Verachtung.

Die Initiatoren der Ausstellung „Was damals Recht war“ haben in den letzten zwei Jahren mit großem Erfolg an der Korrektur dieses Bildes gearbeitet. Im September 2010 erschien darüber hinaus der österreichspezifische Dokumentationsband zur Ausstellung, „Da machen wir nicht mehr mit!“ Vor allem aber ist am 1.12.2009 nach 10-jährigem Kampf das Aufhebungs- und Rehabilitationsgesetz in Kraft getreten, mit dem numehr alle Opfer der NS-Militärjustiz, aber auch der Erbgesundheitsgerichte und des Volksgerichtshofs pauschal und umfassend rehabilitiert sind.

Treffpunkt: 26. Oktober, 11 Uhr, beim Gedenkstein im Donaupark (U1-Station Alte Donau, dann die Arbeiterstrandbadstraße rund 300 Meter nach Norden)

Es sprechen Richard Wadani, Wehrmachtsdeserteur und Ehrenobmann des Vereins „Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“ und der Grüne Stadtrat David Ellensohn.

13. Oktober 2009

Denkmalsetzung für Deserteure in Krems

13.10.09, 12:39 |Categories: Allgemein|Tags: |

In Krems tut sich was: Ein von Dr. Robert Streibel geführtes Initiativkomitee hat am Wochenende eine Aktion der Zivilcourage durchgeführt und ein Denkmal für Deserteure aufgestellt. Wer könne nach 70 Jahren etwas dagegen haben?

Das Denkmal stand genau 24 Stunden, dann wurde es entfernt – nicht von Ewiggestrigen, sondern von der Stadtverwaltung Krems: „Deserteur-Gedenktafeln fort

Ganz selbstverständlich wurde nach dem Zweiten Weltkrieg die Erinnerung an die Gefallenen begonnen und gepflegt. Nicht nur einfache Soldaten der Deutschen Wehrmacht, sondern auch Generäle werden ganz selbstverständlich geehrt. Dies ist ein Teil unserer Geschichte.

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit sollte nun auch der Deserteure und Wehrdienstverweigerer gedacht werden. Nach mehr als 70 Jahren eine Selbstverständlichkeit. Anscheinend nicht.

In Krems wird mehrerer Opfer gedacht:

Rudolf Redlinghofer (31.10.1900-11.1.1940) hat aus religiösen Gründen den Dienst in der Deutschen Wehrmacht verweigert und wurde am 11. Jänner 1940 in Berlin Plötzensee geköpft.

Richard Ott ist im Jahr 1943 zum ersten Mal desertiert. Nach dem Wehrmachtsgefängnis wurde er in eine „Bewährungseinheit“ versetzt, desertiert im Jänner 1945 abermals und lebte versteckt in Krems bis zu seiner Denunziation. Er wurde verhaftet, versuchte zu fliehen und wurde auf dem Pfarrplatz in Krems am 4. Februar 1945 erschossen.

Karl Mörwald (geb. 26.10.1918) desertierte Ende 1944 und lebte von Jänner 1945 bis zur Befreiung am 8. Mai in Krems versteckt. Karl Mörwald verstarb im Oktober 2004

Hauptmann Franz Schweiger, Oberleutnant Kilian, Feldwebel Zelenka wurden von einem Standgericht am 21. April 1945 zum Tode verurteilt, weil Sie sich mit einer rund 40 Mann starken Wehrmachtseinheit der Bewachungsmannschaft des Kriegsgefangenenlagers Gneixendorf Richtung Westen abgesetzt hatten. Die Hinrichtung erfolgte auf dem Platz vor dem Kreisgericht Krems (heute: Südtiroler Platz).