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17. Februar 2016

Ergebnisse Zentralmatura: Standort- oder Schultypenproblem?

17.02.16, 11:54 |Categories: Bildung|Tags: , , |

Zentralmatura3Die Zentralmatura hat uns in der Vergangenheit massiv beschäftigt („Zentralmatura: „dezentral“ korrigiert?“) und wird uns künftig noch beschäftigen.

In einer parlamentarischen Anfrage verlange ich von der Unterrichtsministerin Auskunft über die genauen Ergebnisse der Zentralmatura im Vorjahr. Die Ursachen für die teils gravierenden und unerwarteten Leistungsunterschiede zwischen Geschlechtern, Bundesländern und Schulformen müssen genau untersucht werden („Matura: Grüne wollen Auskunft über Ergebnisse“).

Die wichtigste Frage lautet, ob schlechte Leistungen ein Problem einzelner Schulstandorte sind, oder ob ganze Schulformen systematisch schlechtere Ergebnisse liefern. So sollen etwa vierjährigen Oberstufenrealgymnasien schlechter abgeschnitten haben als achtjährige AHS-Langformen. Die AHS ist eine bundesweit nach gleichen Lehrplänen arbeitende und mit vergleichbaren Ressourcen ausgestattete Schulform.

Sollten die Gründe standortbedingt sein, wie es zuletzt der Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), Jürgen Horschinegg, dargelegt hat, müssen schulautonom Maßnahmen getroffen werden. Das könnten Weiterbildungen für Lehrkräfte, aber auch die Einrichtung von Übergangsstufen für neu eintretende Schüler sein. Allerdings können die Aussagen des Bifie-Direktors nicht überprüft werden, weil die entsprechenden Daten zwar vorhanden, aber nicht zugänglich sind.

In der Anfrage verlange ich daher unter anderem Auskunft über die genaue Verteilung der Ergebnisse auf den einzelnen Notenstufen in allen Fächern sowie die Resultate der Kompensationsprüfungen bei der Zentralmatura. Außerdem will ich die Ergebnisse der Vorwissenschaftlichen Arbeiten und der mündlichen Matura wissen sowie Erklärungen für das unterschiedliche Abschneiden von Burschen und Mädchen in Mathematik und Englisch.

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
3. Februar 2016

Zentralmatura: „dezentral“ korrigiert?

03.02.16, 14:15 |Categories: Bildung|Tags: , |

ZentralmaturaMein Prinzip in meiner Zeit als Lehrer und Direktor einer Schule war immer, dass in Zweifelsfällen Lösungen zu Gunsten von Schülern und Schülerinnen gefunden werden mussten. In Zweifelsfällen! Wenn es aber stimmt, dass es im Zuge der Zentralmatura 2015 Manipulationen bei den Benotungen der Prüfungsleistungen gegeben hat, um die Endergebnisse zu schönen, dann halte ich das für völlig inakzeptabel. Im heutigen Standard äußert der Klagenfurter Mathematiker Werner Peschek sehr harte und schwerwiegende Vorwürfe: Peschek ortet „ein hohes Maß an Manipulation“, denn es sei zu „versteckten, nicht kontrollierbaren und konsequenzenlosen Absenkungen der Anforderungen durch unkorrekte Vorgehensweisen bei der Durchführung oder der Korrektur der schriftlichen Prüfungen und vor allem auch bei der mündlichen Kompensation gekommen, die zu keinen Verbesserungen führen“.

Die Zentralmatura bringt nun einiges zu Tage, was vorher stillschweigend unter den Teppich gekehrt wurde, dass wir nämlich ein Problem mit großen Qualitäts- und Leistungsunterschieden in den Schulen haben. Das wegzumanipulieren, indem Noten hinunterkorrigiert werden, widerspricht nicht nur dem Sinn und Zweck einer standardisierten Prüfung, sondern prolongiert das offensichtliche Problem.

Die Bildungsministerin wird nun einerseits aufklären müssen, ob Pescheks Vorwürfe gerechtfertigt sind, und falls ja, die Frage zu beantworten haben, ob es hierbei sogar Weisungen seitens des Ministeriums gegeben hat. Und ich fordere das Ministerium und die Bildungspolitik insgesamt dazu auf, sich endlich der Realität zu stellen und die Leistungsunterschiede vor allem in den Oberstufenrealgymnasien genauer anzusehen und Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu gehört kurzfristig, den Schulen mehr Zeit geben, um den Unterricht den neuen Anforderungen der Zentralmatura anpassen zu können, was ich bereits vor einem Jahr gefordert habe.

Wirkliche Lösungen sind allerdings nur langfristig und mit einschneidenden Maßnahmen zu erzielen. Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen: Letztlich sind die zu frühe Trennung der 10-bis 14-Jährigen und unser mehrgliedriges Schulwesen anachronistisch und leistungsfeindlich. Das Resultat sehen wir nicht zuletzt bei den Ergebnissen der Zentralmatura. Eventuelle „dezentrale“, nämlich individualisierte Korrekturen ändern an diesem Befund sicher nichts!

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
1. Februar 2016

„Mädchen bei Zentralmatura in Englisch unerwartet schlecht“

01.02.16, 11:20 |Categories: Bildung|Tags: , |

ZentralmaturaDie „Zentralmatura“ liefert laut einem Bericht im „Standard“ unerwartete und überraschende Ergebnise. Vor allem widersprechen die Geschlechterunterschiede weitgehend den bisher bekannten Studien, zudem gibt es große regionale Differenzen und einen besonderen schulischen Problemfall: „Mädchen bei Zentralmatura in Englisch unerwartet schlecht“. Der frühere BIFIE-Chef Günter Haider von der Universität Salzburg sieht höchsten Handlungsbedarf.

Die Diagnose Haiders aus der Zentralmatura 2015 lautet – und daran habe ich wenig Zweifel –, dass es bei den Ergebnissen signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern, den Geschlechtern und den Schultypen gibt. Daher sehe ich seitens des Bildungsministeriums akuten Handlungsbedarf.

Es ist ja nicht erst jetzt bekannt geworden, dass MaturantInnen der Oberstufenrealgymnasien schlechter abschneiden als jene aus den Langformen der AHS. Daher ist in einer parlamentarischen Anfrage die Frage zu stellen, wie seitens des Ministeriums darauf reagiert wurde bzw. welche Maßnahmen geplant sind, um die Leistungsunterschiede zu beheben.

Wenn es nun auch relevante Unterschiede in den Resultaten zwischen Mädchen und Burschen und zwischen den einzelnen Bundesländern gibt, so ist dies klärungsbedürftig: Ich erwarte mir hierzu eine Stellungnahme aus dem Bildungsministerium und gegebenenfalls auch Gegenmaßnahmen.

In diesem Zusammenhang sind auch zu bemängeln, dass über die Ergebnisse der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) im Grunde kaum etwas bekannt ist: Wir wissen beispielsweise nicht, wie viele SchülerInnen schon vor der Abgabe scheitern und ob es auch hier Unterschiede etwa zwischen den Schultypen gibt. Mir wurde jedenfalls mehrfach berichtet, dass BORG-SchülerInnen hierbei große Schwierigkeiten haben.

So knapp vor der kommenden Zentralmatura warne ich allerdings vor einer Panikmache. Es braucht eine unaufgeregte Analyse und dann sind daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Die diesbezügliche Geheimhaltetaktik des Ministeriums ist ganz sicher nicht akzeptabel.

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“