Im Verkehrsausschuss wurde heute ein Antrag von mir zum Schienenausbau von Vorarlberg nach Innsbruck bis Salzburg behandelt. Die Schwerpunkte des Antrags und die vier Forderungen können auf der Parlamentshomepage eingesehen werden: Entschließungsantrag betreffend Schienenausbau und kürzere Fahrzeiten.

Ein Fahrzeitvergleich Bregenz-Salzburg macht sicher, dass da was zu tun ist. Der schnellste Zug – der „Symphoniker“ – brauchte laut Fahrplan vor fast einem Vierteljahrhundert (1989/90) genau 4:09 Stunden, heute liegt die Fahrzeit beim schnellsten Railjet (Abfahrt 05:47) exakt zwei Minuten länger: 4:11 Stunden.

Die kleinen Verbesserungen wurden also durch zusätzliche Halte mehr als „aufgefressen“.

Die im „Zielnetz 2025+“ ausformulierten Pläne des Verkehrsministeriums sehen in den nächsten Jahren Investitionen von rund 50 Milliarden Euro vor. Demnach soll der Verkehr von Salzburg nach Vorarlberg auch mittel- bis längerfristig nicht (oder kaum) schneller werden. Es besteht also dringender Nachholbedarf, dennoch sind keine Ausbauten geplant, die die Fahrzeit verkürzen könnten.

Der Antrag wurde auf Antrag von Martin Bartenstein durch die Regierungsparteien leider vertagt: „Auch die Strecke Graz-Wien ist nicht wesentlich schneller geworden.“

In Wirklichkeit bedeutet eine Vertagung am Ende der Legislaturperiode und im letzten Verkehrsausschuss vor den Wahlen natürlich ein Begräbnis 1. Klasse.