26. Mai 2016

Liebe Regierung, jetzt muss geliefert werden!

2016-05-27T17:59:08+02:0026.05.16, 9:34 |Kategorien: Bildung, Nationalrat|Tags: |

Eines hat der neue Bundeskanzler Christian Kern erreicht: Ein Fünkchen Hoffnung, dass sich die Regierung spät aber doch noch auf ihre eigentliche Aufgabe besinnt und Reformen zügig anpackt.

Auch die neue Bildungsministerin Sonja Hammerschmid verdient eine faire Chance. Das habe ich in meiner „Begrüßungsrede“ herausgestrichen – und den destruktiven Stil der FPÖ entsprechend deutlich kritisiert. Denn schon am ersten Tag (!) ihrer Tätigkeit waren die gerade ernannten MinisterInnen mit einem blauen Misstrauensvotum konfrontiert!

20. Mai 2016

Zentralmatura: Desaster in Mathematik?

2016-05-20T12:16:11+02:0020.05.16, 12:15 |Kategorien: Allgemein, Bildung|Tags: , , |

Zentralmatura3Probleme mit der Zentralmatura und kein Ende! Wie oft ich auf diesem Blog schon auf die ärgerliche Umsetzung dieses an sich guten Projekts eingegangen bin? Zu oft!

Nun haben wir das nächste Problem: die Mathematik-Matura. Der offensichtlich zwischen 2015 und 2016 schwankende Schwierigkeitsgrad führt die Ziele der Zentralmatura ad absurdum und diskreditiert das gesamte Projekt. Viel Arbeit für die neue Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid: Willkommen in der Schulrealität!

Und sie muss sofort an die Arbeit gehen – wie ich heute in einer Presseaussendung verlangt habe – und Konsequenzen ziehen. In den letzten Tagen habe ich viele Meldungen von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften bekommen. Die Notenkonferenzen finden zwar erst in der kommenden Woche statt, demnach ist aber schon jetzt klar, dass die Resultate wenigstens teilweise sehr schlecht ausfallen.

Kein Verständnis habe ich für die Beschwichtigungsversuche von Jürgen Horschinegg: Als Direktor des BIFIE Änderungen erst für das Jahr 2018 für möglich zu halten, ist nicht zu akzeptieren. Wenn Probleme offenkundig werden, muss umgehend gehandelt werden. So haben mir betroffene Lehrkräfte berichtet, es sei völlig unverständlich, dass der Schwierigkeitsgrad bei dieser Matura im Vergleich zum letzten Jahr höher und die Fragestellungen völlig anders waren: Das ist umgehend zu korrigieren.“

Laut Rückmeldungen war für die SchülerInnen heuer besonders die Formulierung der Aufgabenstellungen eine Hürde. Dass ausgerechnet die Lesekompetenz für die Mathematik-Matura so ausschlaggebend sein würde, damit haben die KandidatInnen nicht gerechnet. Im vergangenen Jahr setzte das BIFIE im Teil A stärker auf Multiple-Choice-Aufgaben. Auch das wurde kritisiert, diesmal ist das Pendel ins andere Extrem umgeschlagen.

Besonders brisant: Ich habe Informationen bekommen, wonach in der Bundesreifeprüfungskommission die Problematik der Formulierung von Aufgabenstellungen bereits vor Monaten angesprochen worden ist. Die Einrichtung eines Forschungsprojekts, das dazu dienen hätte sollen, Aufgabenstellungen für alle verständlicher zu formulieren, wurde aber abgelehnt. Das ist nicht nachvollziehbar. Das Bildungsministerium muss dringend dafür sorgen, dass die Zentralmatura endlich in einem absehbaren Format und jährlich vergleichbarem Schwierigkeitsgrad bereitgestellt wird, Es ist eine der wichtigsten Prüfungen im Leben junger Menschen. Sie haben ein Recht, sich gezielt darauf vorbereiten zu können.

17. Mai 2016

Brauchen wir TTIP für den Export von Torten?

2016-05-17T14:48:36+02:0017.05.16, 14:49 |Kategorien: Arbeit und Wirtschaft, Bildung, Gesellschaft|Tags: |

TTIP_Anfrage_AusschnittDie offizielle Propaganda für TTIP scheut keine inhaltlichen Tiefpunkte. Nachdem mir zugetragen wurde, dass an heimischen Schulen im Unterricht im Rahmen der Aktion „Europa an Deiner Schule 2016 – ‚Die EU’ auf Schulbesuch in Österreich“ von einer Mitarbeiterin des Außenministeriums eine TTIP-Broschüre verteilt wird, habe ich dazu eine parlamentarische Anfrage an die Unterrichtsministerin eingebracht: Zehn Mythen über TTIP im Unterricht

Notwendige und berechtigte Kritikpunkte an den unter strengstem Stillschweigen geführten Verhandlungen werden in der Broschüre als „Mythen“ abgetan. Es wird behauptet, in Wirklichkeit würden durch TTIP EU-Standards sogar „geschützt“. Es wird also vorgegaukelt, in Zukunft würden dank TTIP beispielsweise unsere Lebensmittelstandards nicht nur „eingehalten“, sondern sogar – offensichtlich für längere Zeit – „geschützt“. Von einem „Geheimabkommen“ könne zudem keine Rede sein, es handle sich im die transparentesten (!) Gespräche über ein Handelsabkommen, die es je gegeben habe.

Als positives Beispiel hervorgehoben wird das Freihandelsabkommen mit Südkorea. Die Exporte deutscher Airbags seien durch dieses Abkommen um 500 Prozent angestiegen. Von wie vielen Airbags auf wie viele genau? Leider gibt es darüber keine Auskunft, Vergleichszahlen oder der Zeitraum werden nämlich nicht genannt. Dafür wird allen Ernstes auf den künftig möglichen Export von frischen Torten (!) hingewiesen (siehe Bild).

Das alles wird in der Broschüre behauptet und von einer in Brüssel stationierten Mitarbeiterin des Außenministeriums fälschlich in unseren Schulen im Rahmen des Unterrichts als Fakten ausgegeben. Das ORF-Morgenjournal hat heute über meine Anfrage berichtet („Kritik der Grünen an TTIP-Broschüre für Schulen“).

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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