16. Oktober 2015

Millionengeschenk fĂŒr private Eliteschule!

2015-10-16T16:58:17+02:0016.10.15, 16:51 |Kategorien: Bildung|Tags: , , |

Korruption2Förderwahnsinn mit öffentlichen Geldern und kein Ende! WÀhrend engagierte Alternativschulen finanziell ausgehungert werden, bekommt die Vienna International School (VIS) weiterhin viele Millionen an Förderungen zugeschoben.

Es ist ein fatales Signal und skandalös, was ÖVP, SPÖ und NEOS gestern im Nationalrat gegen unseren erbitterten Widerstand beschlossen haben. WĂ€hrend das ohnehin schon völlig unterdotierte Budget fĂŒr private Alternativschulen zusammengekĂŒrzt wird, gibt es Millionen fĂŒr die VIS. Und das trotz ernstzunehmender rechtlicher Bedenken, dass die einseitige Förderung der VIS nicht EU-rechtskonform ist. Die Regierung setzt sich einfach darĂŒber hinweg: Neben einer jĂ€hrlichen Millionenförderung wurde gestern der Erlass der Miet- und Pachtkosten fĂŒr die im Eigentum der Republik stehende Immobilie bei gleichzeitiger Vergabe eines Baurechts beschlossen. Das ist nicht nur eine klare Benachteiligung der anderen internationalen Schulen, sondern subventioniert auch die Kinder der Superreichen, die die VIS neben Diplomatenkindern ebenfalls besuchen.

Bei den Alternativschulen wird gleichzeitig weiter gekĂŒrzt: So muss etwa der Verein Alternativschulen eine KĂŒrzung auf die HĂ€lfte seines diesjĂ€hrigen Budgets hinnehmen. Damit werden wohl einige Schulen vor dem Aus stehen, obwohl gerade sie immer wieder wichtige Impulse fĂŒr das öffentliche Schulwesen geben und zudem durch ihr breites und oft unkonventionelles Angebot jene LĂŒcken schließen, die das öffentliche Schulwesen offen lĂ€sst.

Wir GrĂŒne werden es aber nicht widerspruchslos hinnehmen, dass die Regierung Superreiche fördert und gleichzeitig engagierte Eltern, Kinder und LehrerInnen in kleinen Alternativschulen aushungert.

7. Oktober 2015

Bildungsreform: top secret!

2015-10-07T17:09:16+02:0007.10.15, 17:06 |Kategorien: Bildung, Nationalrat|Tags: , , , |

Gestern ging es im Nationalrat zur Sache. Wir GrĂŒne haben eine Sondersitzung verlangt und eine Dringliche Anfrage an Bildungssministerin Gabriele Heinisch-Hosek eingebracht.
Die mit großem Tam-Tam eingerichtete „Bildungsreformkommission“ soll ja nach einjĂ€hriger TĂ€tigkeit am „Lostag“ 17. November ihre Ergebnisse prĂ€sentieren. Was ist zu erwarten? Welche konkreten Maßnahmen werden vorgeschlagen? Ich habe die Ministerin auch darauf hingewiesen, dass man ein so gewaltiges Vorhaben wie eine Bildungsreform nicht als Geheimprojekt durchfĂŒhren kann und die Beteiligten einbinden muss. Gibt es eine Umgestaltung der Regierungsverantwortung? Werden alle Bildungsagenden in einem Ministerium zusammengelegt? Wie schaut die UnterstĂŒtzung fĂŒr den Vorarlberger Vorstoß aus, das ganze Bundesland zu einer Modellregion der Gemeinsamen Schule bis 14 Jahre zu machen?

25. September 2015

AHS-Gewerkschafter Eckehard Quin schreibt ab!

2015-09-26T08:51:48+02:0025.09.15, 11:30 |Kategorien: Bildung, Gesellschaft|Tags: , , , |

Quin und WalserDas schlĂ€gt dem Fass den Boden aus. Der moralisierende und seine christlichen Werte vor sich hertragende AHS-Gewerkschafter Eckehard Quin wurde des Plagiats ĂŒberfĂŒhrt. Der entsprechende Beitrag ist am 23. September erschienen, inzwischen aber von der „Standard“-Homepage entfernt. Auf seinem Blog ist „sein“ Artikel nach wie vor abrufbar.

Der Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Michael Martens, beschwerte sich auf einer Website und bei der Redaktion des „Standard“ und auf einer Website („Kommentar der Anderen“ zu wörtlich genommen: Ganze AbsĂ€tze aus „FAS“-Essay von Michael Martens im „Standard“). Demnach hat die Zeitung einen – angeblich von Quin stammenden – Kommentar abgedruckt, in dem Quin einen Martens-Text mehr oder weniger abgekupfert hat: „Teile davon wortwörtlich“ – wie Martens beklagt. Inzwischen haben sich sowohl die Redaktion des „Standard“ als auch Quin selbst bei Martens entschuldigt.

In der Schule hat man das gar nicht gern, wenn die Kinder von anderen abschreiben. Dann gibt es Sanktionen. Gelten fĂŒr den Vorsitzenden der AHS-Gewerkschaft andere Kriterien? Kann er weiterhin glaubwĂŒrdig die Interessen der 22.500 AHS-LehrkrĂ€fte vertreten?

Er habe, so schreibt Quin ĂŒber sich, einen „sehr stark ausgeprĂ€gte Gerechtigkeitssinn“. Herr Quin – im Bild bei einem „StreitgesprĂ€ch“ mit mir fĂŒr die „Furche“ –: Dann ziehen Sie die Konsequenzen!

Ein paar Worte noch zum Inhalt des „Quin“- bzw. in weiten Teilen Mertens-Kommentars: Dieser „Willkommensbrief“ an FlĂŒchtlinge in Österreich (Deutschland) ist an Zynismus nur schwer zu ĂŒberbieten. Die Thesen widersprechen mit der pauschalen Kriminalisierung und den Unterstellungen gegenĂŒber FlĂŒchtlingen allen pĂ€dagogischen Prinzipien einer sinnvollen Integration. Nach erster heuchlerischer Empathie mit FlĂŒchtenden schlĂ€gt das Schreiben in einen Drohbrief an mĂ€nnliche Asylwerber um. UnverschĂ€mterweise wurde es zudem ĂŒber die offiziellen KanĂ€le der AHS-Gewerkschaft fĂ€chendeckend verbreitet.

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr


Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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