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12. Juni 2013

PlĂ€doyer fĂŒr ein starkes Parlament!

2013-06-12T10:05:00+02:0012.06.13, 10:05 |Kategorien: Nationalrat|

Im „Falter“ habe ich heute in einem Gastkommentar ein PlĂ€doyer fĂŒr ein starkes Parlament abgegeben, hier zum Nachlesen: < file name="Falter-Kommentar_Parlament" >.

Meine Kernbotschaft: Statt der allseits beliebten politischen Koalitionsspekulationen brauchen wir eine Diskussion darĂŒber, wie das Parlament aufgewertet und gestĂ€rkt werden kann. Mein Vorschlag: Statt der Verteufelung von Minderheitsregierungen sollte so etwas zumindest als Option ins Auge gefasst werden.

Wir brauchen keine Diskussion ĂŒber mögliche und unmögliche Koalitionen, sondern eine ĂŒber die wesentlichen Themen fĂŒr die nĂ€chsten Jahre. Diskutieren wir in den nĂ€chsten Monaten also darĂŒber, was unser Land braucht: eine Schule, die kein Kind zurĂŒcklĂ€sst; Klimaschutzmaßnahmen, die diesen Namen verdienen und gleichzeitig Green Jobs schaffen; ein Steuersystem, das auch den Reichen einen Anteil abverlangt. Und schauen wir nach der Wahl, mit welchen Abgeordneten im Parlament das möglich ist. Die Option einer Minderheitsregierung könnte da hilfreich sein.

16. Mai 2013

Europa mit einer „Troika fĂŒr alle“?

2013-05-16T18:37:00+02:0016.05.13, 18:37 |Kategorien: Nationalrat|

Wie geht es weiter mit Europa? Werden im kommenden Wahlkampf die Rechtspopulisten das Sagen haben, werden Slogans wie „Raus aus Europa“ und „WiedereinfĂŒhrung des Schilling“ dominieren?

Einen Vorgeschmack fĂŒr europafeindliche Stereotype haben wir ja schon bekommen – von Frank Stronach ĂŒber Strache bis zu Maria Fekter.

„Europa-geht-anders“ nennt sich eine unterstĂŒtzenswerte Initiative, die von GrĂŒnen, SozialdemokratInnen sowie Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft wie Susanne Scholl, Christian Felber oder Stephan Schulmeister unterstĂŒtzt wird.

UnterstĂŒtzung tut not: In vier Wochen wollen die RegierungschefInnen auf dem EU-Gipfel einen „Wachstumspakt“ beschließen. Allen LĂ€ndern sol ein Paket aufgezwungen werden, wie es Griechenland, Portugal und Spanien schon aufgebrummt bekommen haben. Es werden Rahmendaten der Wirtschaftsleistung definiert und wenn ein Staat die nicht einhĂ€lt, muss er im Sozialbereich etc „Maßnahmen“ setzen. Jede Regierung der Zukunft kann sich dann auf „die EU“ rausreden, die diese Maßnahmen angeblich verlangt – obwohl der Pakt von den Regierungen ausgehandelt wurde. Im Prinzip ist das die „Troika fĂŒr alle und fĂŒr immer“. Merkel nennt es „marktkonforme Demokratie“.

Zum GlĂŒck formiert sich lĂ€nder- und parteiĂŒbergreifend der Widerstand. Also: Bitte hier unterschreiben.

7. Mai 2013

Ist Peter Fichtenbauer wirklich wÀhlbar, Herr PrÀsident Fischer?

2013-05-07T17:40:00+02:0007.05.13, 17:40 |Kategorien: Nationalrat|

Man muss sich – speziell als Politiker – mit Kritik zurĂŒckhalten, wenn es sich um das höchste Amt im Staat handelt. Anders ist das, wenn sich das Staatsoberhaupt in die Niederungen der Tagespolitik begibt. In einem Interview mit dem „Standard“ bezieht UHBP Heinz Fischer Position zur letzte Woche stattgefundenen Wahl der VolksanwĂ€lte, bei der bekanntlich nur wir GrĂŒne gegen den Vorschlag gestimmt haben: „Es gibt auch weniger kluge Formen der Mitbestimmung“. Die Abstimmung erfolgte en bloc, sodass wir vor der Wahl standen, entweder alle – und somit auch den FPÖ-Mann Peter Fichtenbauer – oder keinen zu wĂ€hlen. Wir entschieden uns fĂŒr Letzteres. In der „Presse“ habe ich dazu heute einen Gastkommentar geschrieben: „Ist Peter Fichtenbauer wirklich wĂ€hlbar, Herr PrĂ€sident Fischer?“

Dass nur im „Gesamtpaket“ abgestimmt werden kann, ist laut UHBP eine „gut begrĂŒndete Konstruktion“: „Die Fraktionen können einander nichts dreinreden.“ Was ist das fĂŒr ein DemokratieverstĂ€ndnis, wenn man es gut findet, dass frei gewĂ€hlte Abgeordnete bei einer Wahl „nicht dreinreden“ können? Wenn man dieser Logik folgt, könnte man auf Wahlen gleich verzichten und den einzelnen Fraktionen die Bestellung ĂŒberlassen.

Vielleicht sollten sich BundesprĂ€sident, SPÖ und ÖVP an die Wahl Martin Grafs zum 3. NationalratsprĂ€sidenten im Oktober 2008 zurĂŒckerinnern. Die BegrĂŒndung war damals trotz unserer heftigen Kritik Ă€hnlich. Weder Heinz Fischer noch seine SPÖ haben offensichtlich aus diesem Desaster gelernt. Damals haben SPÖ und ÖVP in holder Eintracht Martin Graf zum 3. NationalratsprĂ€sidenten gewĂ€hlt. Wir GrĂŒne haben damals darauf hingewiesen, dass ein Mann mit diesem politischen Hintergrund in einer derart hohen Funktion untragbar ist. Heute gibt das sogar die FPÖ zu.

Die Haltung Heinz Fischers ist typisch fĂŒr die Nachkriegszeit. Probleme wurden nicht offen diskutiert, sondern in den Hinterzimmern der Sozialpartner besprochen und gelöst, Postenvergaben erfolgten im großkoalitionĂ€ren EinverstĂ€ndnis durch Parteien.

Die „große Koalition“ ist keine „große“ mehr und bangt darum, ob sie ĂŒberhaupt noch einmal die Mehrheit erreicht. Entscheidungen wie die Wahl von Martin Graf und Peter Fichtenbauer tragen zu diesem Niedergang bei.

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr


Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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