23. Oktober 2026

Wirtschaftsminister als Lachnummer

2026-10-23T08:44:00+02:0023.10.26, 8:19 |Kategorien: Klima und Umwelt|Tags: , , , , |

Ein Wirtschaftsminister, der im Jahr 2026 völlig faktenbefreit das Verbrennerauto retten möchte und dazu populistisch einen Stadt-Land-Gegensatz konstruiert, landet zurecht im Satireportal „Die Tagespresse“. In den Vorarlberger Nachrichten habe ich unter dem Titel „E-Mobilität am Prüfstand“ Stellung bezogen:

In Vorarlberg ist die Landesregierung drauf und dran, mit einem neuen „Umweltschutzgesetz“ Errungenschaften der letzten Jahre zunichtezumachen. In Wien hat sie mit Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer einen „Bruder im Geiste“. Der gebürtige Oberösterreich verkündete, er wolle „seine“ Mühlviertler vor einem Umstieg auf ein E-Auto bewahren. Das könne sich zwar die „Wiener-Bubble“ leisten, nicht aber die Mühlviertler.

Der Verkehrsclub Österreich konterte mit Fakten. Demnach steigt die E-Mobilität auch im ländlichen Bereich rasant an, weil E-Autos im Schnitt einen um zwei Drittel niedrigeren Energieverbrauch haben. Dass beim Fahren keine gesundheitsschädlichen Abgase ausgestoßen werden und auch die Lärmbelastung sinkt, sei nur am Rande erwähnt. Noch umweltfreundlicher als die Nutzung eines E-Autos sind also nur das Fahrrad oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Österreich gibt jährlich bis zu 15 Milliarden Euro für den Import von ausländischen Energieträgern aus. Kriege wie in der Ukraine oder im Persischen Golf führen jeweils von einem Tag auf den anderen zu explosionsartigen Preiserhöhungen für Öl und Gas. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs beispielsweise musste Österreich einmal gar 27 Milliarden Euro für Energieimporte aufwenden.

Dieses Geld finanziert Putin und die Scheichs. Österreich kauft bekanntlich trotz eines angeblichen Embargos nach wie vor russisches Erdöl – indirekt über Drittstaaten wie Indien. Sobald Rohöl in einem Drittland zu Diesel oder Benzin verarbeitet wird, gilt es nämlich nicht mehr als russisches Produkt. Der Ausbau der erneuerbaren Energie hingegen käme größtenteils der heimischen Wirtschaft zugute und würde zudem unsere Unabhängigkeit stärken.

Und die Öko-Bilanz beim E-Auto – also Rohstoffgewinnung, Produktion, Betrieb und die Entsorgung? Die Regierung selbst schreibt, dass E-Autos bis zu 79 Prozent weniger CO₂ verursachen als konventionelle PKWs.

Hattmannsdorfer wurde mit seinem Vergleich zwischen den Wiener Bobos mit ihren E-Autos und seinen tapferen Mühlviertlern mit ihren Verbrennerautos übrigens zur Lachnummer. Auch das Satire-Portal „Die Tagespresse“ konterte mit Fakten: Demnach waren heuer im ersten Halbjahr im Bezirk Rohrbach 44.2 Prozent aller neu zugelassenen PKWs E-Autos, im klassischen Wiener Bobo-Bezirk Neubau aber nur 38,8 Prozent.

Und es kommt noch schlimmer für Hattmansdorfer: BMW plant, in Oberösterreich künftig bis zu 600.000 Elektroantriebe zu produzieren. Warum geht da dem Wirtschaftsminister eigentlich kein Licht auf?

19. Oktober 2026

ÖVP als größtes Problem?

2026-10-19T15:59:29+02:0019.10.26, 15:41 |Kategorien: Parteien|Tags: , , |

Ist wirklich die ÖVP und nicht die FPÖ das größte parteipolitische Problem in Österreich? In einem ausführlichen Interview gab mir die Neue Vorarlberger Tageszeitung die Möglichkeit, ausführlich zu den politischen Entwicklungen in Österreich und speziell Vorarlberg Stellung zu beziehen. Zum Vergrößern: Neue_1_4.10.2026 Neue_2_4.10.2026    

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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