22. September 2012

Cap oder doch nur Tschapperl?

2012-09-22T23:23:00+02:0022.09.12, 23:23 |Kategorien: Nationalrat|

Nein, dieses Bild ist wirklich echt und keine bösartige Fotomontage!

Es gibt aber noch schlimmere Vertreter

Handelt es sich bei SPÖ-Klubchef um einen „Cap“ oder doch nur ein großkoalitionĂ€res „Tschapperl“? Die unbeholfene Selbstdemontage der regierungsparteien- Cap ist hier fĂŒr den roten Anteil zustĂ€ndig – schreitet jedenfalls munter voran.

Gestern hat SPÖ-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer GĂŒnther KrĂ€uter gemeint, die Gesamtschule sei eine „Bedingung“ fĂŒr eine Koalition nach 2013: „Bildung ist eine Zukunftsfrage, es kann keine Kompromisse geben.“

Heute hat SPÖ-Klubchef Josef Cap, die SPÖ mache eine Gesamtschule nicht zu einer Bedingung fĂŒr

kĂŒnftige Koalitionen, nur „eine harte Forderung, ein harter, wichtiger Punkt“ (Cap spricht von „Kriminalisierungskampagne“). Da fragt man sich: GehtÂŽs noch peinlicher?

Übrigens: KĂŒrzlich wurde eine Studie prĂ€sentiert, wonach 75 Prozent der ÖsterreicherInnen die Gesamtschule fĂŒr eine grundsĂ€tzlich gute Idee halten – eigentlich ein klarer Handlungsauftrag an die Politik. Die sozialdemokratischen FunktionĂ€re und vor allem die Abgeordneten haben es in der Hand: Sind sie nur BefehlsempfĂ€nger eines Karrieristen oder doch selbstbewusst genug, diesem unwĂŒrdigen Treiben ein Ende zu bereiten?

Und bitte nicht vergessen, warum wir Bildungspolitik betreiben: „Kein Kind zurĂŒcklassen!“

21. September 2012

Das Parlament und die Göttin der Weisheit

2012-09-21T09:55:00+02:0021.09.12, 9:55 |Kategorien: Nationalrat|

Zum GlĂŒck gibt es in diesen tristen Wochen hie und da ein wenig Sonnenschein – und vor allem so hervorragende Karikaturisten wie Michael Pammesberger retten einen ĂŒber den Tag. Sein Vorschlag zur Änderung der Symbolfigur vor unserem Parlament im heutigen „Kurier“ erklĂ€rt vieles (oder gar alles?) zum Zustand des österreichischen Parlamentarismus. Es ist jedenfalls so oder so zum Schreien!

Das Bild spricht zwar fĂŒr sich, ein paar Hinweise seien mir aber dennoch erlaubt: Die Pallas Athene steht fĂŒr den österreichischen Parlamentarismus. Sie ist bekanntlich die griechische Göttin der Weisheit. Diese Woche muss die sie allerdings irgendwie ihre Ausstrahlung verloren haben. Oder hat es auch einen symbolischen Wert, dass die Göttin der Weisheit dem Parlament den RĂŒcken zukehrt?

13. September 2012

Gabi Moser im Visier der Vertuschungsparteien!

2012-09-13T15:17:00+02:0013.09.12, 15:17 |Kategorien: Nationalrat|

Umso erfolgreicher Gabi Moser als Vorsitzende im Untersuchungsausschuss ist, desto schĂ€rfer wird der Gegenwind. Das ĂŒberrascht niemanden, muss aber in Erinnerung geriufwen werden, wenn die vereinigten Vertuschungs- und Korruptionsparteien gar so lautstark jammer. Die Fronten sind nĂ€mlich klar: auf der einen Seite SPÖVPFPÖBZÖ – auf der anderen Seite wir GrĂŒne.

Ich selbst bin Ersatzmitglied und habe an einem Nachmittag Peter Pilz vertreten. Damals ging es noch recht gesittet zu – jetzt, nachdem klar ist, wie erfolgreich Gabi Moser und unser FraktionsfĂŒhrer Peter Pilz unterwegs sind, herrscht schwarz-blau-orange-rote Panik.

Was ich als Parteifreund von Gabi Moser dazu zu sagen habe, ist – zugegebenermaßen – wenig objektiv. Daher ein paar Zitate, die ich in den letzten Tagen in Zeitungen gefunden habe:

„Der laufende Korruptions-Ausschuss gilt zwar als erfolgreichster U-Ausschuss seit langem, allerdings steht er seit Wochen auf der Kippe.“ Tiroler Tageszeitung, 10.9.2012

„Einen Vorwand suchen jene Parteien, denen die Skandalaufarbeitung wehtut – also alle minus GrĂŒne. Im rhetorischen Schaukampf decken sich Rote und Schwarze, Blaue und Orange gerne mit VorwĂŒrfen ein. Doch gilt es die eigene Haut zu retten, lassen sie den Gegner rasch leben.“ Kommentar von Gerald John, Der Standard, 6.9.2012

„Josef Cap gibt sich allen Ernstes dafĂŒr her, den erfolgÂŹreichsten U-Ausschuss des Parlaments abzudrehen.“ Kommentar von Josef Votzi im Kurier, 12.9.2012

„Weder in der SPÖ noch in der ÖVP gibt es gesteigertes Interesse an einem zusĂ€tzlichen Ausschuss-Thema. Man will zu einem Ende kommen, heißt es.“ Die Presse, 1.9.2012

„Er gilt zwar als erfolgreichste parlamentarische Untersuchung seit Jahrzehnten, trotzdem droht der Korruptions-Untersuchungsausschuss nun in einem Hickhack um Formalfragen unterzugehen.“ Der Standard, 10.9.2012

„Die Chancen fĂŒr den Ausschuss stehen nicht gut: Es gibt zwar den öffentlichen Druck, alle SĂŒmpfe trockenzulegen. Andererseits ist den betroffenen Parteien offenbar die Parteipolitik wichtiger als die politische Hygiene.“ Kurier, 10.9.2012

„Cui bono?“, fragt man sich – wer kann ein Interesse daran haben, dass die erfolgreiche Arbeit nicht fortgesetzt wird?

Folgende Kapitel sind offen und fĂŒr die vereinigten Vertuschungsparteien oder einzelne brisant:

‱ die Inseratenvergabe durch von der Politik abhĂ€ngige Firmen und Einrichtungen (mit Steuergeld erkaufte Berichterstattung)

‱ Die Inseratenvergabe der Ministerien (mit Steuergeld erkaufte Berichterstattung)

‱ Vergabe von StaatsbĂŒrgerschaften (vor allem FPÖ betroffen)

‱ GlĂŒcksspiel (vor allem das BZÖ betroffen)

Es braucht jetzt die kritische Öffentlichkeit, die Gabi Moser den RĂŒcken stĂ€rkt und sich von den schwarz-blau-orange-roten Nebelgranaten nicht blenden lĂ€sst. Ich kann Gabi Moser nur mein Motto (siehe oben) empfehlen: „Nit lugg lo!“

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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