4. Juli 2012

Strache bringt NS-Vergeich!

2012-07-04T10:43:00+02:0004.07.12, 10:43 |Kategorien: Nationalrat|

„Heinrich“ Strache spricht in Bezug auf den ESM in letzter Zeit hĂ€ufig von einem „ErmĂ€chtigungsgesetz“ und von „Verfassungsbruch“. Damit verbindet man jenes Gesetz, mit dem die NSDAP im MĂ€rz 1933 den Weg in die Diktatur eingeleitet hat.

Einige Abgeordnete waren damals schon in GefĂ€ngnissen und den eilends eröffneten Konzentrationslagern, andere wurde massiv durch illegal anwesende SS- und SA-MĂ€nnern im Reichstag eingeschĂŒchtert.

Der Inhalt:

‱ Hitlers Regierung sollte nach seinem ErmĂ€chtigungsgesetz nicht nur Verordnungen, sondern Gesetze und auch VertrĂ€ge mit dem Ausland beschließen können.

‱ Die so beschlossenen Gesetze konnten von der Verfassung abweichen.

‱ Die Regelung war thematisch nicht beschrĂ€nkt und sollte vier Jahre dauern.

‱ Weder ein Reichstagsausschuss noch der Reichsrat konnten Kontrolle ausĂŒben bzw. wenigstens nachtrĂ€glich die Aufhebung fordern.

Das Gesetz kam illegal zustande, weil die kommunistischen Abgeordneten schon inhaftiert waren und somit an der Sitzung nicht teilnehmen können.

Wieder einmal ein Beweis, wie jenseitig der FPÖ-Chef argumentiert! Werner Kogler hat ihm die entsprechende Antwort gegeben.

3. Juli 2012

FĂŒr den ESM, gegen den Fiskalpakt!

2012-07-03T10:29:00+02:0003.07.12, 10:29 |Kategorien: Nationalrat|

Wollen wir diesen beiden Herren und eventuell noch Strache die Zukunft unseres Landes anvertrauen? Das Foto aus dem „Kurier“ zeigt mit Stronach und Westi zwei wesentliche Exponenten der österreichischen „Anti-Europa-Fraktion“. Diese beiden Herren sind folgerichtig gegen den ESM. Sie wollen raus aus dem Euro und raus aus Europa – wir GrĂŒne wollen das nicht.

Nein – ich mache es mir nicht zu einfach. Und ich weiß: Weder der Euro noch der ESM sind Europa. Aber wenn der Euro jetzt scheitert, ist vieles in Gefahr. Jetzt fĂŒr das „Projekt Europa“ zu kĂ€mpfen und nicht destruktiv wie FPÖ, BZÖ und Stronach Ängste zu schĂŒren, ist daher richtig.

Ihre Wirtschaftskompetenz haben sowohl BZÖ als auch FPÖ in KĂ€rnten unter Beweis gestellt. Das Ergebnis: Die Haftungen aller ÖsterreicherInnen fĂŒr „ihre“ balu-orange Landesbank Hypo-Alpe-Adria entspricht exakt der Haftung fĂŒr den ESM. Der Unterschied: Das Geld fĂŒr den ESM ist weder vergeben noch schlagend, das Geld fĂŒr die KĂ€rntner Landesbank aber mit Sicherheit verloren. Und von den schwarz-blau-orangen Korruptionsskandalen möchte ich jetzt erst gar nicht anfangen. Wir brauchen eine solide Politik.

Werner Kogler und Alexander van der Bellen haben in den Verhandlungen mit der Regierung die europaweit einzigartige starke Position einer Oppositionspartei (wegen der in Österreich notwendigen 2/3-Mehrheit) genĂŒtzt und viel erreicht : Die wesentlichen Schritte zur EinfĂŒhrung einer Spekulationssteuer sind gesetzt. Und damit werden die Kosten der Krise endlich auch von jenen getragen, die sie maßgeblich verursacht haben. Ein Konvent und Eurobonds, also ein Schutzschirm vor Spekulationsattacken auf Staatsanleihen wird endlich auf europĂ€ischer Ebene angegangen. Und das österreichische Parlament muss in allen wesentlichen Entscheidungen des ESM vorab gefragt werden. Ohne Parlamentsentscheid darf die Finanzministerin keine Entscheidungen beim ESM treffen. Mit einem neuen Bankeninsolvenzrecht auf europĂ€ischer und österreichischer Ebene können nun auch Banken prĂ€ventiv unter Kuratel gestellt und in weiterer Folge in Konkurs gehen und mĂŒssen nicht mehr unweigerlich aus Steuergeldern gerettet werden.

Wir GrĂŒne werden morgen dem ESM daher zustimmen, der Fiskalpakt hingegen ist eine wirtschafts- und demokratiepolitische Fehlentscheidung (Stichwort: Schuldenbremsen), weil er das zarte KonjunkturpflĂ€nzchen ersticken könnte. Was wir brauchen ist kein Kaputt-Spar-Kurs Ă  la Merkel, sondern eine europĂ€ische Kraftanstrengung fĂŒr „grĂŒne Jobs“.

14. Juni 2012

Bildungsvolksbegehren: „Endbehandlung“ im Parlament!

2012-06-14T14:16:00+02:0014.06.12, 14:16 |Kategorien: Nationalrat|

Das Bildungsvolksbegehren hat heute im Parlament ein BegrĂ€bnis erster Klasse erhalten. Die – so tatsĂ€chlich der höchstoffizielle Titel – „Endbehandlung“ wird den Regierungsparteien aber so nicht gelingen. Wir werden – wie ich in meiner Rede (siehe oben) ausgefĂŒhrt habe – hartnĂ€ckig am Thema dranbleiben!

Über 380.000 Menschen haben ihre Hoffnung in uns Abgeordnete gesetzt. Ihre Unterschrift unter das Volksbegehren war eine Aufforderung: Geht das gemeinsam an! Wir wollen eine moderne und kindergerechte Schule, eine Schule, in der Kinder nicht schon mit neuneinhalb Jahren in angeblich gute und weniger gute SchĂŒlerInnen eingeteilt werden, eine Schule, die nicht stress verbreitet sowie Eltern und Großeltern mit banger Erwartung auf das Zeugnis von zehnjĂ€hrigen Kindern warten lĂ€sst, weil sie wissen, was dieses Zeugnis bedeutet. Die Mehrheit im Parlament hat diesen Ruf leider nicht gehört. Es gibt noch viel zu tun!

FĂŒr die „GrĂŒne Schule“ gilt: „Kein Kind zurĂŒcklassen!“

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr


Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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