28. Januar 2009

„Lehnen Sie die Demokratie ab?“

2009-01-28T00:39:00+01:0028.01.09, 0:39 |Kategorien: Integration|

Es braucht schon einiges, wenn jemand auf eine derart eindeutige Frage mit einem ebenso eindeutigen „Ja“ antwortet. Und eines ist sicher: Jemand, der sich selbst klar und offen als Gegner der Demokratie einstuft, hat als PädagogIn an unseren Schulen nichts zu suchen.

Nun darf der Staat aber in einem Bereich seines eigenen Schulwesens zwar zu 100 die Lohnkosten tragen, kann aber weder die Inhalte überprüfen noch in Personalfragen mitsprechen oder gar entscheiden: dem Religionsunterricht.

Wir haben speziell beim islamischen Religionsunterricht offenkundigen Handlungsbedarf: 21 Prozent der islamischen Religionslehrer lehnen die Demokratie offen ab. Gar 27 sagen „Ja“ auf die Frage: „Lehnen Sie die Menschenrechte ab?“ Die Todesstrafe für abtrünnige Muslime befürworten 18. Europäer und Muslim? Für 28 nicht vereinbar. Das hat nicht irgendein rechter Spinner erhoben, sondern der Religionssoziologe Mouhanad Khorchide von der Universität Wien, der 200 Religionslehrer (-innen?) befragt hat.

Wenn angesichts solcher Ergebnisse bei uns nicht die Alarmglocken läuten, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sich eine islamische Parallelgesellschaft breit macht – immerhin nehmen 30.000 Kinder am islamischen Religionsunterricht teil. Das Feld dürfen wir in dieser Frage nicht den Rechten überlassen.

Reaktionen und Forderungen sind auf dem Blog von Mario Lechner nachzulesen, etwa die Forderung nach einem Qualitätsmanagement für den Islam-Unterricht und nach einer Ausbildung der Islam-LehrerInnen an österreichischen Universitäten bzw. Pädagogischen Hochschulen.

Zu allererst gefordert ist jetzt die islamische Glaubensgemeinschaft, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit nicht verlieren und im demokratischen Spiel bleiben will: Es braucht klare, eindeutige und überzeugende Maßnahmen! Und zwar schnell!

19. Januar 2009

Zeichen der Hoffnung!

2009-01-19T13:46:00+01:0019.01.09, 13:46 |Kategorien: Integration|

Heute ist der jährliche Gedenktag für Martin Luther King. Jeden 3. Montag wird über den am 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia, geborenen amerikanischen Bürgerrechtler berichtet. Er wurde zu einer Symbolfigur im weltweiten Kampf gegen den Rassismus, speziell gegen die Unterdrückung der Afroamerikaner und Schwarzafrikaner. Der Prediger für Gewaltlosigkeit wurde zwischen 1955 und 1968 mehr als 30-mal inhaftiert. Er überlebte mindestens ein Bombenattentat, fiel aber am 4. April 1968 in Memphis, Tennessee, einem hinterhältigen Mordanschlag zum Opfer.

Heuer steht der Gedenktag in unmittelbarem Zusammenhang mit einem weiteren Zeichen eines weltweiten Hoffnungsträgers: Morgen wird Barack Obama angelobt. 40 Jahre nach der Ermordung des Bürgerrechtlers wird zumindest ein Teil von dessen Traum wahr: Ein Afroamerikaner wird Präsident! Und zwar nicht irgendeiner: Obama ist Hoffnugsträger, einer, der die Gesellschaft ändern möchte, einer mit einem sozialen Gewissen, einer Utopie, der Vision einer gerechteren Gesellschaft.

Und Europa? Auch hier gibt es Zeichen der Hoffnung. Als erste europäische Großstadt hat das niederländische Rotterdam einen Bürgermeister mit Migrationshintergrund: Der aus Marokko stammenden Sozialdemokraten Ahmed Aboutaleb ist bereits in Amt und Würden.

Fehlt nur noch Östereich: Wäre ein/e BürgermeisterIn auch in Wien oder Innsbruck auch möglich? In Vorarlberg?

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr…

Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


Zur Seite des Parlaments…

Downloads