Energieumstieg? Wann, wenn nicht jetzt?

2009-01-11T00:51:00+01:0011.01.09, 0:51 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Die jetzige Krise macht es ĂŒberdeutlich sichtbar: Östrreichs ist im Energiebereich von Importen abhĂ€ngig und jederzeit leicht erpressbar. Etwa eine Million und somit ein Drittel aller Haushalte heizen mit Gas, es folgen FernwĂ€rme, Heizöl und Holz.

Die Forderung nach einer Umstellung der Heizsysteme liegt angesichts der Krise auf der Hand. Was seitens der Politik diskutiert wird, ist aber leider der Bau neuer Pipelines (etwa der Nabucco-Pipeline vom Kaspischen Meer nach Europa). Damit lösen wir unser Versorgungsproblem aber nicht, sondern verlagern es nur. Oder, um es mit Werner Kogler zu sagen, „‚Tausche Putin gegen Ahmadinejad‘ – „Na, Gratulation!„. Wer garantiert, dass nicht in einigen Jahren in der TĂŒrkei oder einem anderen Staat, durch den diese Pipeline fĂŒhrt, ebenfalls Probleme auftauchen?

Wir mĂŒssen die fossilen EnergietrĂ€ger reduzieren und stĂ€rker auf erneuerbare Energie setzen. Der Biomasse-Verband glaubt, dass bei entsprechender UnterstĂŒtzung durch die Regierung in zehn Jahren etwa eine Million Heizsysteme umgestellt werden könnten. Das soll zudem etwa 80.000 neue ArbeitsplĂ€tze schaffen. Das WIFO entgegnet, nur die HĂ€lfte sei realistisch machbar. WĂ€re doch auch schon etwas!

Es gibt nĂ€mlich noch andere Alternativen: Die IG Windkraft hĂ€lt eine Verdreifachung der Windenergie bis 2020 fĂŒr machbar. Das sei durch Effizienzsteigerungen schon mit zusĂ€tzlichen 500 zu den bestehenden 600 Anlagen möglich und wĂŒrde etwa zehn Prozent des Strombedarfs decken. Insgesamt könnten bis zu 90 Prozent des heimischen Strombedarf durch erneuerbare Energie gedeckt werden, meint die IG Windkraft. Die EU-Kommission wiederum spricht von bestenfalls 60 Prozent. Schlichter Vorschlag: nicht ĂŒber Zahlen streiten, sondern die Potenziale auch wirklich ausschöpfen!

Derzeit steigt nÀmlich der Gasanteil noch immer weiter!