âDer schwarze Löweâ in Vorarlberg!
FuĂball und Integration? In Vorarlberg zeigt ein Projekt, wie das funktionieren kann.
Das Thema wurde ja auch durch den Spielfilm âDer schwarze Löweâ von Wolfgang Murnberger einer breiteren Bevölkerung bewusst. Der Film ist eine FuĂball-Tragikomödie nach einer wahren Begebenheit. Er schildert, wie drei nigerianische Asylwerber zur Hoffnung einer österreichischen FuĂballmannschaft werden. Der Hintergrund war die Geschichte des nigerianischen Asylwerbers Emmanuel Antiga, der als Libero beim SV Eichgraben âTiger von Eichgrabenâ genannt wurde und im JĂ€nner 2006 trotz massiver Proteste der Eichgrabener BĂŒrgerInnen in seine Heimat abgeschoben wurde.
Die Lehre daraus? FuĂball kann Integration bedeuten, wenn da nicht die BĂŒrokratie wĂ€re!
In Vorarlberg hat der FuĂballklub Feldkirch-Tosters das Thema aktiv aufgegriffen und ein nachahmenswertes Projekt gestartet: â7 Nationen – Ein Verein!â
Der FC Tosters 99 ist ein Hobby-FuĂballverein und versucht ĂŒber den Sport junge Asylwerber zu fördern. Jeder junge Asylwerber bekommt einen persönlichen Betreuer mit dem Ziel, die Integration in den Verein, aber auch in die Gesellschaft zu unterstĂŒtzen. Wesentlicher Teil dieser UnterstĂŒtzung ist dabei das Thema Bildung (etwa durch Nachhilfe). So wird es den Jugendlichen ermöglicht, im Dorf ihre eigene Rolle zu finden. Durch die Teilnahme an FuĂballspielen oder Veranstaltungen sollen die jungen Asylwerber – wie es in der Projektbeschreibung heiĂt – âder Gesellschaft nĂ€her gebracht werden und Aufmerksamkeit erregen. Ziel ist es, die Jugendlichen vom Eintritt in den Verein, ĂŒber die Integration im Verein und der Gesellschaft, bis hin zum Hauptschulabschluss und der Findung einer Lehrstelle zu begleiten. Das Projekt möchte das Bewusstsein schaffen, dass Integration nur funktioniert, wenn beide Seiten mitmachen.â
Dieses Projekt wurde 2011 in Vorarlberg zurecht ausgezeichnet.
Nun wurde der FC Tosters 99 mit diesem Projekt von der Zeitung âDie Presseâ fĂŒr den Preis âMenschen 2012â in der Kategorie HumanitĂ€res Engagement nominiert. Wer das unterstĂŒtzen möchte, kann das hier per Online-Abstimmung machen: âIntegrieren und Profitierenâ
In einer humanen Gesellschaft gilt fĂŒr AsylwerberInnen dasselbe was fĂŒr die âGrĂŒne Schuleâ gilt: âKein Kind zurĂŒcklassen!â In diesem Fall: âKeinen Menschen zurĂŒcklassen!â
Am 1. April ist die Vorratsdatenspeicherung in Kraft getreten. Damit wird gespeichert wer, wem, wann ein E-Mail geschickt oder angerufen hat. Ebenfalls wird gespeichert wer, wann, wo war â weil die Standortdaten des Handys gespeichert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dann die Polizei oder Justiz auf diese Daten zugreifen. WĂ€hrend sich Kriminelle darauf einstellen und sich schĂŒtzen werden, bleiben all jene BĂŒrgerInnen, die nicht mit Ăberwachung rechnen, weil sie nichts angestellt haben, die Gefahr von Datenmissbrauch und Datenlecks.
Wohin entwickelt sich in Sachen Demokratie die Welt? Wohin entwickelt sich Europa?