Bildung ist sauteuer, aber sie wirkt!

2016-09-16T11:34:00+02:0016.09.16, 11:24 |Kategorien: Bildung|Tags: |

BildungsrevolutionDer OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2016“ wurde gestern prĂ€sentiert. Nicht neue Erkenntnis: Das österreichische Bildungssystem ist unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig teuer, der Output verbesserungsfĂ€hig.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Bildungsausgaben in Österreich (5% des BIP) allerdings unter dem OECD-Durchschnitt (5,2%). Wenn Österreich also bereit ist, 1,7 Mrd. in die militĂ€rische Landesverteidigung zu investieren, warum geht das bei der Bildung nicht? Doskozil investiert 1,7 Mrd. € in das Heer, Heinisch-Hosek fehlen 550 Mio. € im Schulbudget.

Es braucht Investitionen an der richtigen Stelle:

Ein Ergebnis ist fĂŒr mich auch klar: Wir mĂŒssen konsequent gegen die schleichende Privatisierung des Bildungswesens auftreten.

  • Generell zahlen Eltern krĂ€ftig fĂŒr die Bildung ihrer Sprösslinge. Die Arbeiterkammer hat erst kĂŒrzlich eine Studie prĂ€sentiert, mit der die Ausgaben der Eltern fĂŒr die Schule untersucht wurden. Bis zu 1.300 € fallen da an – fĂŒr Zirkel, Taschenrechner, Schikurse, Klassenkasse, Kopiergeld, Turnschuhe, Spindmiete 

  • Von den oft hohen Kosten fĂŒr Nachhilfe möchte ich gar nicht sprechen.

Ein Wort noch zu den von der OECD diagnostizierten ĂŒberdurchschnittlich teuren österreichischen  LehrerInnen, die als Kostentreiber angeprangert dwerden. Schuld ist einerseits das ĂŒberdurchschnittlich hohe Alter, andererseits die in höheren Schule vergleichsweise geringe Unterrichtsleistung. Eine weitgehende Befreiung von VerwaltungstĂ€tigkeiten und der moderate Einsatz von Verwaltungsbediensteten wĂ€ren sinnvoll.

An den hohen Ausgaben fĂŒr LehrkrĂ€fte wird sich in den nĂ€chsten Jahren nichts Ă€ndern. Die vielen LehrkrĂ€fte ĂŒber 50 Jahre werden ihre hohen GehĂ€lter noch einige Jahre weiter erhalten und mit dem neuen LehrerInnendienstrecht sind auch die EinstiegsgehĂ€lter vor allem im Pflichtschulbereich deutlich gestiegen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie gibt es hier.