Privatschulen: Wer hat, dem wird gegeben.

Seit 1979 wird die Vienna International School von der Republik jĂ€hrlich mit MillionenbetrĂ€gen gefördert (âVienna International School: Geld findet Geld!â). Lange Zeit war das in Ordnung, denn fĂŒr die Kinder von Bediensteten der UNO-Organisationen musste eine kostengĂŒnstige Möglichkeit fĂŒr einen Schulbesuch mit einem international anerkannten Abschluss geboten werden. Heute aber gibt es allein in Wien fĂŒnf weitere Schulen, die ein qualitativ zumindest gleichwertiges Angebot haben.
Dennoch hat sich die Regierung entschlossen, der VIS mit einem Umgehungstrick erneut Millionen zukommen zu lassen â laut dem Europarechtler Walter Obexer ist das aber dennoch ein klarer VerstoĂ gegen die EU-Wettbewerbsbestimmungen. Morgen soll nun dieses Gesetz im Nationalrat beschlossen werden.
Nur einige weitere Kritikpunkte von meiner Seite:
- Es ist nicht nachvollziehbar, dass hier eine internationale Schule mehr Förderung erhĂ€lt als alle nicht-konfessionellen Privatschulen in ganz Ăsterreich zusammen.
- Die Liegenschaft wird der VIS (45.000 mÂČ) seitens der Republik gratis zur VerfĂŒgung gestellt: Mietentgang laut Gutachten weitere 1,28 Mio âŹ.
- Die VIS bezahlt ihren LehrkrĂ€ften dank öffentlicher Förderung das doppelte Gehalt (plus zusĂ€tzlicher Boni) gleich ausgebildeter LehrkrĂ€fte und hat gleichzeitig einen Millionenpolster an RĂŒcklagen aufgebaut.
- Die VIS baut dank dieser öffentlichen UnterstĂŒtzung die Schule weiter aus und schĂ€digt dadurch kostengĂŒnstigere vergleichbare Privatschulen.
Eine Klage gegen das Gesetz ist so gut wie fix. Ich werde das unterstĂŒtzen.
