23. MĂ€rz 2014

Privatschulen: alles Geld den Reichen?

2014-03-23T14:38:00+01:0023.03.14, 14:38 |Kategorien: Bildung|Tags: |

In Österreich erhĂ€lt eine einzige nicht-konfessionelle Privatschule, die Vienna International School (VIS), mehr staatliche Förderung als alle (!) Montessori-, Waldorf- und Netzwerkschulen zusammen. Dieses MissverhĂ€ltnis habe ich in zwei Anfragen thematisiert. Hier die Anfrage an den Wirtschaftsminister, der den Vertrag gerade aktuell neu zu verhandeln hat, und hier die Anfrage an die Bildungsministerin, die anschließend das Geld bereitzustellen hat.

Und was wollen wir GrĂŒne? Wir wollen mehr Geld fĂŒr nicht-konfessionelle Privatschulen und ein Ende der ungleichen Behandlung. Heute hat auch der ORF darĂŒber berichtet, hier zum Nachsehen der Beitrag in der Sendung Hohes Haus.

Damit man mich richtig versteht: Es geht nicht darum, Kindern von DiplomatInnen, betuchten auslĂ€ndischen, aber auch zunehmend inlĂ€ndischen GeschĂ€ftsleuten etc. eine sicher hervorragende AusbildungsstĂ€tte zu nehmen. Es geht darum, mehr Gerechtigkeit in das Fördersystem zu bringen. Denn es gibt einerseits neben der VIS zumindest zwei Schulen mit einem vergleichbaren Angebot fĂŒr Kinder und Jugendliche aus gehobenen Schichten und es gibt andererseits eben die vielen nicht-konfessionellen (und oft sehr innovativen) Privatschulen, die derzeit ausgehungert werden. Immerhin finanziert die Republik mit der VIS eine Schule mit insgesamt 7,5 Millionen €, die Lehrerinnen die doppelten AnfangsgehĂ€lter zahlen kann als sonst in Österreich ĂŒblich und die inzwischen Millionen € an Reserven aufgebaut hat.

Mir geht es generell natĂŒrlich vordringlich um die Verbesserung des staatlichen Schulsystems, aber dort wo Privatschulen innovative pĂ€dagogische Konzepte verwirklichen, gehören sie unterstĂŒtzt.

FĂŒr die „GrĂŒne Schule“ gilt: „Kein Kind zurĂŒcklassen!“

11. Februar 2013

Dem Staat ist nicht jedes Kind gleich viel wert!

2013-02-11T13:47:00+01:0011.02.13, 13:47 |Kategorien: Bildung|Tags: |

Warum ist dem Staat in Österreich nicht jedes Kind gleich viel wert? Diese Frage habe ich heute im Rahmen einer Pressekonferenz thematisiert.

Dabei ging es im Wesentlichen um zwei Aspekte:

‱ Die Ungleichbehandlung nichtkonfessioneller und konfessioneller Privatschulen. Letztere bekommen die volle Abgeltung der GehĂ€lter fĂŒr alle LehrerInnen sowie ZuschĂŒsse bei Sanierung und Erstellung von GebĂ€uden. Erstere bekommen weniger als 1.000 € pro Kind und Jahr.

‱ Ein eigenes Kapitel fĂŒr sich ist die Förderung der privaten Vienna International School (VIS), die aus Budgetmittel deutlich mehr erhĂ€lt (ca. 7,5 Mio €) als alle nichtkonfessionellen Privatschulen zusammen (ca. 4,5 Mio €)!

Zum Hintergrund: Die VIS wurde im Zuge der Bewerbung Österreichs als Sitz der UNO gegrĂŒndet, um Kindern von DiplomatInnen und Wirtschaftstreibenden ein Schulangebot mit internationalem Curriculum und englischer Unterrichtssprache anzubieten. Neben der erwĂ€hnten Förderung durch die Republik erhĂ€lt die VIS von der Stadt Wien sowohl GrundstĂŒck als auch das GebĂ€ude gestellt. Neben der VIS bieten inzwischen aber weitere Schulen internationale AbschlĂŒsse und Unterricht in Fremdsprachen an. Sie bekommen teilweise nur eine Steuerbefreiung, teilweise ĂŒberhaupt keine Förderung.

Die ĂŒberreichliche öffentliche Förderung einer einzigen Schule ist diskriminierend gegenĂŒber den MitbewerberInnen. Das habe ich heute mit dem Gutachten eines Experten (< file name="Gutachten_Privatschulfoerderung" >) belegen können. Demnach widerspricht die jetzige Praxis dem Gleichheitsgrundsatz, dem Transparenzgrundsatz und dem Nicht-Diskriminierungsgrundsatz.

Meine Forderungen:

‱ Wir verlangen im Bereich der Förderung nichtkonfessioneller Privatschulen volle Transparenz und gleiche Chancen fĂŒr alle Anbieter von Leistungen. Das gilt insbesondere fĂŒr die ab 2014 neu zu regelnde Förderung an die VIS. Alle Anbieter gleicher Leistungen mĂŒssen sich in einem offenen Verfahren beteiligen können. Die einseitige Bevorzugung der VIS entspricht nicht dem österreichischen Recht.

‱ Auch die Beseitigung der finanziellen Benachteiligung von nicht konfessionellen gegenĂŒber konfessionellen Privatschulen ist ĂŒberfĂ€llig. Jedes Kind muss dem Staat gleich viel wert sein.

Damit in Österreich das gilt, was der Grundsatz fĂŒr die „GrĂŒne Schule“ ist: „Kein Kind zurĂŒcklassen!“

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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