Privatschulen: alles Geld den Reichen?
In Ăsterreich erhĂ€lt eine einzige nicht-konfessionelle Privatschule, die Vienna International School (VIS), mehr staatliche Förderung als alle (!) Montessori-, Waldorf- und Netzwerkschulen zusammen. Dieses MissverhĂ€ltnis habe ich in zwei Anfragen thematisiert. Hier die Anfrage an den Wirtschaftsminister, der den Vertrag gerade aktuell neu zu verhandeln hat, und hier die Anfrage an die Bildungsministerin, die anschlieĂend das Geld bereitzustellen hat.
Und was wollen wir GrĂŒne? Wir wollen mehr Geld fĂŒr nicht-konfessionelle Privatschulen und ein Ende der ungleichen Behandlung. Heute hat auch der ORF darĂŒber berichtet, hier zum Nachsehen der Beitrag in der Sendung Hohes Haus.
Damit man mich richtig versteht: Es geht nicht darum, Kindern von DiplomatInnen, betuchten auslĂ€ndischen, aber auch zunehmend inlĂ€ndischen GeschĂ€ftsleuten etc. eine sicher hervorragende AusbildungsstĂ€tte zu nehmen. Es geht darum, mehr Gerechtigkeit in das Fördersystem zu bringen. Denn es gibt einerseits neben der VIS zumindest zwei Schulen mit einem vergleichbaren Angebot fĂŒr Kinder und Jugendliche aus gehobenen Schichten und es gibt andererseits eben die vielen nicht-konfessionellen (und oft sehr innovativen) Privatschulen, die derzeit ausgehungert werden. Immerhin finanziert die Republik mit der VIS eine Schule mit insgesamt 7,5 Millionen âŹ, die Lehrerinnen die doppelten AnfangsgehĂ€lter zahlen kann als sonst in Ăsterreich ĂŒblich und die inzwischen Millionen ⏠an Reserven aufgebaut hat.
Mir geht es generell natĂŒrlich vordringlich um die Verbesserung des staatlichen Schulsystems, aber dort wo Privatschulen innovative pĂ€dagogische Konzepte verwirklichen, gehören sie unterstĂŒtzt.
FĂŒr die âGrĂŒne Schuleâ gilt: âKein Kind zurĂŒcklassen!â
