6. März 2012

„Wie sich Lehrer gemobbt fühlen“

2012-03-06T17:55:00+01:0006.03.12, 17:55 |Kategorien: Bildung|

Was ist Mobbing? Für einige Lehrerinnen ist es zum Beispiel ungeheuerlich, wenn sie sich schriftlich dafür rechtfertigen müssen, dass sie fünf Minuten zu spät in der Schule sind. Sie beschwerten sich bei der nö. Landesschulinspektorin über ihre damalige Direktorin Evelyn Mayer, Ehefrau des bekannten Verfassungsjuristen Heinz Mayer.

Ich bin in diesem Zusammenhang schon mehrfach aktiv gewesen und habe die Missstände sowohl im Parlament als auch in der Öffentlichkeit aufgezeigt: „Mobbing in der Schule – und die Behörde sieht zu!“ im Juli 2011 und „Finanzprokuratur mit grenzwertigem Frauenbild!“ im Oktober 2011. Die Vorwürfe gegen Mayer liegen schon einige Zeit zurück. Dass ich sie jetzt aufgreife und sie somit jetzt an die Öffentlichkeit kommen, hat einen Grund: Evelyn Mayer führt derzeit einen Prozess gegen die Republik Österreich, weil die Landesschulinspektorin sie gemobbt hat.

Der „Kurier“ greift meine heute eingebrachte Anfrage zu diesem Thema auf: „Wie sich Lehrer gemobbt fühlen“.

Übrigens: Letze Woche war der Fall auch schon ein Thema im Parlament. Hier mein Redebeitrag:

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

5. März 2012

Neue Mittelschule – retten, was zu retten ist!

2012-03-05T11:35:00+01:0005.03.12, 11:35 |Kategorien: Bildung|

In den kommenden Wochen kommt viel Arbeit auf mich zu. Der völlig missglückte Schultyp „Neue Mittelschule“ verschlechtert nämlich de facto die Möglichkeit von SchülerInnen, weil die Lehrpläne von AHS und NMS nicht mehr – wie jetzt – wortident sein werden. Von einer „Gemeinsamen Schule“ entfernen wir uns immer mehr, von unserem Ziel der modernen und leistungsfähigen „Grünen Schule“ ganz zu schweigen. Über kleine Erfolge in diesem Kampf konnte ich bereits berichten: Neue Mittelschule: ein Giftzahn wurde gezogen!.

Ich kann im parlamentarischen Getriebe derzeit nur noch versuchen, das Ärgste zu verhindern und werde daher eine ganze Reihe von Abänderungsanträgen zum Regierungsentwurf einbringen. Es gilt das Motto: „Neue Mittelschule – retten, was zu retten ist!“

Hier ein Beispiel dafür (da geht es um die derzeit laufenden Schulversuche):

Abänderungsantrag

der Abgeordneten Dr. Harald Walser, Freundinnen und Freunde zur Regierungsvorlage … (1631 d.B.)

„“Die Regierungsvorlage … wird wie folgt geändert:

30. § 130a Abs. (2) lautet:

Hauptschulklassen, die vor Beginn des Schuljahres 2012/13 als Modellversuchsklassen gemäß § 7a SchOG (in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 26/2008) geführt wurden, werden nach den genehmigten Modellplänen bis zur 8. Schulstufe geführt. Klassen, die ab dem Schuljahr 2012/13 an diesen Standorten eröffnet werden, müssen nach Maßgabe der Bestimmungen für die Neuen Mittelschulen geführt werden.

Begründung

Für die bestehenden Modellversuche zur Neuen Mittelschule wurden Modellversuchspläne eingereicht und genehmigt, die auf jeweils vier Unterrichtsjahre ausgelegt sind. Die Modellpläne wurden an den Schulen entwickelt und von jeweils zumindest zwei Drittel der Eltern und LehrerInnen an den Standorten befürwortet und unterstützt. Mit Abschluss der Modellversuche sind Berechtigungen verbunden, die einem AHS-Unterstufenabschluss entsprechen. Diese Berechtigungen würden durch die Umstellung auf den Lehrplan der Neuen Mittelschule verloren gehen. Aus diesem Grund kann der Lehrplan der Neuen Mittelschule nur für jene Klassen Anwendung finden, die ab dem Schuljahr 2012/13 neu eröffnet werden.“

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

1. März 2012

Neue Mittelschule: ein Giftzahn wurde gezogen!

2012-03-01T11:42:00+01:0001.03.12, 11:42 |Kategorien: Bildung|

Bis wir unser Ziel, die „Grüne Schule“ umsetzten, wird es leider noch ein bisschen dauern. Derzeit gilt es, das Ärgste zu verhindern.

Wir werden in den nächsten Wochen noch harte Kämpfe um die künftige Form der Neuen Mittelschule führen müssen. Auf einen ersten Erfolg kann ich aber schon hinweisen: Nach meinem heftigen Protest in den letzten beiden Wochen haben die Regierungsparteien eingelenkt: Das Fach „Ernährung und Haushalt“ bleibt ein Pflichtfach, das werden wir heute im Unterrichtsausschuss des Nationalrats fixieren. An Hauptschulen war „Ernährung und Haushalt“ ja immer ein Pflichtfach, an Neuen Mittelschulen wollten die Regierungsparteien das Fach wegsparen bzw. nur noch als Wahlfach anbieten.

Aber für Entwarnung ist es noch viel zu früh: Der Werkunterricht ist im jetzigen Ausmaß ebenfalls massiv gefährdet und Geometrisch Zeichnen wird nur in einem von vier Schwerpunkten an den Neuen Mittelschulen angeboten. Gerade diese Fächer sind aber für die Vorbereitung auf den Berufseinstieg, die sensorische und motorische Entwicklung der SchülerInnen und im Sinne der bewussten Ernährung wichtig und stellen derzeit besondere Qualitätsmerkmale der Hauptschule dar. Immerhin Letzteres bleibt jetzt.

Ich werde dem Regierungsentwurf zur Neuen Mittelschule aber dennoch nicht zustimmen, weil er ein völliges Abgehen von den anfänglichen Versprechungen beinhaltet: Der ursprünglich auch für die NMS versprochene AHS-Lehrplan kommt nicht und das Ziel einer Verschiebung der Bildungslaufbahnentscheidung ist komplett aus dem Gesetz herausgefallen.

Zumindest für die jetzt schon laufenden Modellversuche werde ich in den nächsten Tagen aktiv werden und Vorschläge einbringen. SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen, die sich bewusst für die Neue Mittelschule entschieden und engagiert haben, werden nämlich ab September 2012 ungefragt die neuen Lehrpläne aufgezwungen. Wenn die Regierungsvorlage so im Parlament beschlossen wird, machen wir nicht nur keinen Schritt nach vorn, sondern sogar einen Schritt zurück.

Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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