Krisensignale für unser Bildungssystem!
Wann läuten bei den Bildungsverantwortlichen in der Regierung endlich die Alarmglocken? Tag für Tag klagen Unternehmer, dass sie kaum geeignete Lehrlinge finden. Die Ursache: mangelnde Deutschkenntnisse. So heißt es beispielsweise auf der Homepage der oberösterreichischen Wirtschaftskammer: „Abseits von PISA stellen die Unternehmen z.B. bei Bewerbungstests und Vorstellungsgesprächen das Fehlen von Grundkenntnissen in Mathematik fest, ganz zu schweigen von der Fähigkeit, einfachste Texte zu verstehen.“
Und ausdrücklich wird betont, dass es sich dabei keineswegs nur um Jugendliche mit Migrationshintergrund handelt: „Mangelnde Sprachkenntnisse und (dem Alter entsprechende) Ausdrucksfähigkeit sind übrigens nicht nur ein Phänomen bei Kindern mit Migrationshintergrund.“
Auch staatliche Institutionen haben zunehmend Probleme. Letztes Beispiel: Für 25 Ausbildungsstellen bei der Polizei haben sich in Vorarlberg 200 Personen interessiert, genommen wurden nach umfangreichen Test aber nur 22 BewerberInnen. Die Ursache bringt der ORF auf folgende Kurzformel: „Polizei: Bewerber können zuwenig Deutsch“
Damit künftig alle AbsolventInnen der österreichischen Schulen ausreichend Deutsch-Kenntnisse haben, gilt für uns: „Kein Kind zurücklassen!“
Auch diese Woche bin ich wieder in Niederösterreich unterwegs. Die dortigen Grünen bewerben die „Grüne Schule“ sehr intensiv. Im Rahmen einer Bildungstour zeigen sie ihr mobiles Klassenzimmer in etlichen Städten. Bisherige Stationen waren Horn, Zwettl, Böheimkirchen und Wiener Neustadt. Davor haben wir ähnliche Veranstaltungen in Tulln, Pressbaum, Orth, St. Andrä/Wördern und Purkersdorf durchgeführt. „Bunt“, „fröhlich“, „freundlich“, „gemütlich“ – das sind nur einige Attribute, mit denen die BesucherInnen das grüne Klassenzimmer beschreiben.