14. Mai 2011

Zukunftskongress zum „Einser-Thema Bildung“!

2011-05-14T11:14:00+02:0014.05.11, 11:14 |Kategorien: Bildung|

Am nächsten Samstag ist es soweit: In Dornbirn findet ein Grüner Zukunftskongress zum „Einser-Thema Bildung“. Derzeit dreht sich ja alles um Bildung, alle reden darüber: engagiert, resigniert, empört, visionär – je nach Betroffenheit und Erfahrungen. Themen gibt es ja wahrlich genug: PISA, Leseschwäche, Sitzenbleiben abschaffen, Bildungsvolksbegehren, LehrerInnenmangel …

Wir wollen an diesem Samstag aber eben nicht nur die bestehenden Probleme diskutieren und nach Ursachen suchen, sondern auch die „Grüne Schule“ der Zukunft vorstellen, die Visionen einer Neuen Schule.

Der Grüne Zukunftskongress soll einen Diskussionsraum öffnen: ohne Denkverbote, ohne Vorbehalte, ohne festgefahrene Positionen. Ins Zentrum der Debatte stellen wir die soziale Dimension des Themas. Wie kann es uns gelingen, wirklich allen Kindern Bildungschancen zu eröffnen? Hier Einladung und Programm als Download: < file name="Zukunftskongress" >

Also: Jetzt schon in den Kalender eintragen:

• „Zukunftskongress Chance Bildung“

• Samstag, 21. Mai 2011, 9 bis 16 Uhr

• Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn, Hochschulstraße 1

Denn eines ist klar: Für uns gilt „Kein Kind zurücklassen!“

13. Mai 2011

LehrerInnenausbildung: „Die Betonierer aller Länder vereinigen sich!“

2011-05-13T09:43:00+02:0013.05.11, 9:43 |Kategorien: Bildung|

Der Bildungsbeton ist hart, muss aber dennoch zerschlagen werden (wie ich das gemeinsam mit Daniela Musiol und Maria Vassilakou vor der ÖVP-Zentrale gemacht habe).

Nun müssen wir wohl wieder ran an die Arbeit, denn es ist wieder nur Bildungsbeton herauskommen, als sich gestern die Reformblockierer getroffen und eine „Internationalen Münchner Erklärung zur Lehrerbildung“ veröffentlicht haben (Pädagogenausbildung: Kritik am „Einheitslehrer“). Die Position der konservativen LehrerInnen-Verbände ist wenig überraschend. Ihr Motto: „Beharren, Augen verschließen und durch!“ Das ändert aber nichts an der Realität: Eine zeitgemäße Reform der Ausbildung von Lehrkräften ist mehr als überfällig. Wir müssen endlich runter von der Bildungsbremse!

Dabei darf es natürlich nicht um ein „Einsparmodell Einheitslehrer“ gehen, sondern um eine gemeinsame Ausbildung. Für diese ÖVP-verträgliche Allianz gegen gemeinsame Ausbildung gibt es aber offensichtlich wichtige und weniger wichtige PädagogInnen und somit kürzere und längere Ausbildungszeiten. Dieses Denken ist geprägt von überholten Standesdünkeln und hat nicht eine Verbesserung unseres Bildungssystems im Auge. Wir brauchen die beste Ausbildung für alle und insbesondere eine Aufwertung der Elementarpädagogik. Dazu braucht es aber eine rasche Einrichtung von Lehrstühlen für Elementar- und Grundschulpädagogik an allen Universitäten, damit die wissenschaftliche Qualität der Ausbildung gewährleistet ist.

Ziel ist eine universitäre Ausbildung mit Masterabschluss für alle Lehrkräfte. Dass ElementarpädagogInnen oder SonderpädagogInnen ab einem gewissen Zeitpunkt andere Ausbildungsschwerpunkte haben müssen als Lehrkräfte auf der Sekundarstufe II versteht sich von selbst.

Was immer die ÖVP-LehrerInnen wollen, für uns gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

6. Mai 2011

Neue Mittelschule: Potemkin lässt grüßen!

2011-05-06T18:31:00+02:0006.05.11, 18:31 |Kategorien: Bildung|

Der russische Fürst Grigori Alexandrowitsch Potjomkin ist in die Geschichtsbücher eingegangen, weil er der Legende nach Katharina die Große bei ihren Inspektionsreisen durch Neurussland mit Dorfattrappen getäuscht hat, um ihr die fortgeschrittene Besiedlung der neuen Gebiete vorzuspiegeln („Potjomkinsche Dörfern“).

In Sachen Bildungspolitik und vor allem in Sachen Neue Mittelschule ist die Unterrichtsministerin nahe daran, ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Diese Schulen können trotz des großen Engagements vieler Lehrkräfte die in sie gesetzten Erwartungen nämlich vielfach nicht erfüllen, weil schlicht die versprochenen Ressourcen oft nicht zur Verfüguung stehen.

Zur problematischen Situation an den Neuen Mittelschulen und der gleichzeitigen Desinformation durch das Ministerium habe ich heute eine parlamentarische Anfrage eingebracht:

Es wird sehr viel Geld aufgewendet, um in teuren Inseraten eine heile Bildungswelt zu beschreiben und etwa die angeblichen Qualitätskriterien der Neuen Mittelschulen zu bewerben. Die Realität schaut anders aus.

In Vorarlberg kommen nicht einmal alle sechs vom Ministerium bezahlten Stunden pro Klasse bei den SchülerInnen an, sondern versickern teilweise in der Landesbürokratie.

Statt die Schulwelt schönzureden und viel Geld in die Propaganda zu investieren, verlange ich von der Ministerin, die Arbeitsbedingungen von SchülerInnen und Lehrkräften an den Schulen zu verbessern und die angeblichen Qualitätskriterien auch zu garantieren. Immerhin heißt es in den Inseraten: „Pädagogische Konzepte/Schwerpunkte eines Standorts müssen (hervorgehoben von mir, Harald Walser) Vorgaben des Modellplans des Bundeslands entsprechen.“

Potemkin hat man übrigens Unrecht getan. In Wahrheit entsprang diese Legende dem Neid der anderen russischen Adeligen, die das verständliche Herausputzen der Dörfer für den Besuch der Zarin und der europäischen Adeligen übertrieben interpretierten. Ob das bei Claudia Schmied einst auch gesagt werden kann?

Für uns gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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