22. Juni 2010

Initiative: Gemeinsame Schule für alle Kinder!

2010-06-22T11:15:00+02:0022.06.10, 11:15 |Kategorien: Bildung|

Das kann man nur unterstützen und da sollte man auch beitreten: Auf facebook hat sich eine Initiative für eine Gemeinsame Schule für alle Kinder bis 14 Jahren gegründet („Gemeinsame Schule bis 14“). Ihr Programm:

– eine gemeinsame Schule aller Kinder bis zum 14. Lebensjahr, damit alle Kinder in Österreich die gleichen Möglichkeiten und Bildungschancen haben

– gegen eine frühe Selektion in begabte und „unbegabte“ Kinder

– für eine Förderung der Begabungen unserer Kinder als Basis für den weiteren Ausbildungs- und Bildungsweg und als Voraussetzung für eine florierende Gesellschaft

Das kann doch wohl nur recht und billig sein – würde man meinen. Am Donnerstag haben sich im Plenum des Nationalrats jedenfalls die meisten ParlamentarierInnen dazu bekannt. Nur die FPÖ ist strikt gegen eine solche Reform, die ÖVP verwickelt sich in dieser Frage in einen bildungspolitischen und rhetorischen Slalom – und das mitten im Sommer.

Aber das darf die Reform nicht noch weitere Jahre oder gar Jahrzehnte be- und verhindern, der Druck auf die „Betonierer“ muss wachsen: Wir brauchen eine moderne Schule, in der SchülerInnen mit Freude und ohne Angst lernen und individuell gefördert werden, in der man ihre Stärken und Begabungen erkennt, in der sie Selbstvertrauen tanken können. Es ist auch eine Schule, in der man Hausaufgaben und schwere Schultaschen nicht kennt und in der SchülerInnen trotzdem – oder gerade deshalb – ihre ganz persönliche Bestleistung erbringen können. Es wird aber noch ein bisschen dauern bis dahin. Damit es nicht mehr allzu lange geht: Jetzt aktiv werden und diese Plattform unterstützen!

15. Juni 2010

Deutschpflicht an den Schulen?

2010-06-15T11:37:00+02:0015.06.10, 11:37 |Kategorien: Bildung|

Die Wogen gehen hoch in St. Johann im Pongau. Eine katholische Privatschule hat festgehalten, dass auf dem Schulgelände nur Deutsch gesprochen werden soll (HBLA: Parteien für Deutschpflicht an Schule). SPÖ, ÖVP und FPÖ sind sich einig: Die bekannt gewordene Praxis an der HBLA in St. Johann ist richtig: Auf dem Schulgelände muss Deutsch gesprochen werden.

Ist das so? Keine Sprache darf abgewertet werden, das sollte man prinzipiell den Scharfmachern im „Salzburger Sprachenstreit“ entgegen. Auf dem Rücken der Kinder darf es nicht zu einem Kulturkampf kommen, wir brauchen an unseren Schulen eine Kultur des Miteinanders und nicht eine der Ausgrenzung. Zwar ist es sinnvoll, wenn alle Schülerinnen und Schüler in Österreich auf Deutsch untereinander kommunizieren, mit Verboten kommen wir aber nicht weiter – auch wenn sie als „Gebote“ getarnt sind. Verbote sind sogar kontraproduktiv: Kinder lernen eine Sprache dann schlecht, wenn sie negative Gefühle damit verbinden. Genau das erreicht man aber an Schulen, wenn man nicht im Konsens nach vernünftigen Lösungen sucht. Eine solche Vorgangsweise möchte ich der HBLA in St. Johann nicht unterstellen, dazu weiß ich zuwendig über die Hintergründe der Maßnahme. Ich plädiere in solchen Fällen für ein Übereinkommen zwischen den Eltern, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern: Regeln müssen verstanden und akzeptiert werden, wenn sie eingehalten werden sollen.

9. Juni 2010

Gesamtschule: Und täglich grüßt das Murmeltier!

2010-06-09T12:32:00+02:0009.06.10, 12:32 |Kategorien: Bildung|

Zumindest ist man versucht, auf diesen Film zu verweisen. Denn die Diskussion wiederholt sich derzeit immer wieder mit tagtäglich den gleichen Argumenten.

Jetzt ist ÖVP-Obmann Josef Pröll gefordert. Er muss in der Bildunsgdiskussion endlich Farbe bekennen: Ist er wie bisher weiter auf der Seite der grauen Betonfraktion oder gibt er auch in seiner Partei den zart sichtbaren bunten Reformpflänzchen eine Chance.

Bislang hat der ÖVP-Obmann gemeinsam mit Gewerkschaftsboss Fritz Neugebauer ja nur Beton angerührt und es dem Wirtschaftsflügel überlassen, Reformvorschläge zu machen. Prölls Untertauchen in dieser wichtigen Frage ist unverantwortlich. Wir brauchen noch vor dem Sommer eine Richtungsentscheidung: Wollen wir eine moderne Schule mit individueller Förderung für alle Kinder oder wollen wir das jetztige ungerechte, leistungsfeindliche und starre Schulsystem weiter aufrecht erhalten?

Als ersten Reformschritt schlage ich die gemeinsame Ausbildung aller Lehrkräfte vor: Zentral ist in diesem neuen Ausbildungssystem die Vorbereitung auf die Schule der Zukunft mit neuen Lehr- und Lernmethoden. Nur das kann gewährleisten, dass alle Kinder in der Schule entsprechend ihren Fähigkeiten individuell gefördert werden.

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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