13. Oktober 2010

Aus der Krise hilft nur GrĂŒn!

2010-10-13T13:36:00+02:0013.10.10, 13:36 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Die GrĂŒnen Niederösterreich haben vorletzte Woche in Vösendorf ihren spannenden „Zukunftskongress“ abgehalten. Er stand ganz im Zeichen der Themen Klimaschutz und Energie – und natĂŒrlich Bildung (dazu durfte ich einen Arbeitskreis leiten).

Fasziniert hat alle BesucherInnen das Referat von Reinhard BĂŒtikofer. Hier ein von Hans Friedel gemachter Film dazu:

Hier zum Nachschauen: Teil 2 und Teil 3.

11. September 2010

„Herr SchĂŒssel, treten Sie zurĂŒck!“

2010-09-11T16:32:00+02:0011.09.10, 16:32 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Das tut gut in Zeiten wie diesen. Der heute Vormittag gestartete Bundeskongress stellt sich den Herausforderungen. AllgegenwĂ€rtig sind die Stichworte Klimawandel, Wirtschaftskrise, Bildungsnotstand – und die GrĂŒnen Antworten darauf. Eva Glawischnig hat in einer kĂ€mpferischen Rede auf den Plan einer durchschnittlichen VerlĂ€ngerung der Restlaufzeit alter Atomkraftwerke hingewiesen und betont, dass dieses sicherheits- und umweltpolitisches Fiasko nur einen Zweck hat: Die deutschen Atomkonzerne kassieren ĂŒber 100 Mrd. Euro zusĂ€tzlichen Profit. Eva ging aber auch auf die dubiose Rolle unseres ehemaligen ÖVP-Bundeskanzlers Wolfgang SchĂŒssel ein. Er hat ja nicht nur einen Job als Nationalratsabgeordneter, sondern werkelt seit April 2010 auch im Aufsichtsrat des Atomkonzerns RWE. Dabei profitiert er persönlich von den skandalösen deutschen AtomplĂ€nen: SchĂŒssels Grundgehalt betrĂ€gt etwa 40.000,- € und steigt mit den Gewinnen. Merkels Kniefall vor der Atomlobby bringt ihm immerhin eine zusĂ€tzliche Jahresgage von etwa 300.000 Euro: „Tritt SchĂŒssel nicht zurĂŒck muss ihn ÖVP-Chef Pröll dazu zwingen.“ Wir werden heute Abend eine entsprechende Protest-Resolution gegen die Merkel-PlĂ€ne beschließen.

Übrigens sei auch auf den österreichischen Beitrag zur Klimakatastrophe verwiesen. Die OMV bohrt in der Tiefsee, OMV-Boss Ruttenstorfer und Finanzminister schweigen dazu. Die Republik ist als HauptaktionĂ€r der OMV somit an Tiefseeprojekten beteiligt. SPÖ und ÖVP unternehmen nichts, weil sie selbst vom schmutzigen ÖlgeschĂ€ft profitieren. Die Verfilzung von aktiven und ehemaligen Regierungspolitikern mit großen Energiekonzernen ist zu eng. Glawischnig zĂ€hlt dann auf: Ex-Kanzler Klima kam aus der OMV, der derzeitige Chef des Unternehmens, Wolfgang Ruttenstorfer, war bereits vor seinem politischen Intermezzo als StaatssekretĂ€r in der OMV und kehrte zurĂŒck, Außenminister Spindelegger und Wirtschaftsminister Mitterlehner luden die OMV zu einer Botschaftseröffnung nach Kasachstan ein, um ÖlgeschĂ€fte anzubahnen.

Wie viel bezahlen die Energiekonzerne an Regierungspolitiker und Regierungsparteien? Immerhin weigern sich ÖVP und SPÖ, ihre Parteifinanzen offenzulegen und stehen unter Verdacht, sich auch von Ölkonzernen finanzieren zu lassen. Auch dieses Thema werden wir konsequent weiter zur Diskussion stellen!

Ob die rot-schwarzen „Schnarcher“ jetzt aufwachen? Wohl erst, wenn GrĂŒne auch Regierungsverantwortung tragen. Wie in Oberösterreich!

7. September 2010

Atompolitik: „Rolle rĂŒckwĂ€rts“!

2010-09-07T10:12:00+02:0007.09.10, 10:12 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Da sage noch einmal einer, es sei kein Unterschied, wer an der Regierung sei. „Eh alles Marionetten der Großindustrie oder dunkler FinanzkrĂ€fte!“ Nix da!

Rot-GrĂŒn hat in Deutschland doch deutlich anderes zuwege gebracht als die jetzige schwarz-gelbe Regierung. Damals gab es 300.000 „grĂŒne Jobs“, die Förderung alternativer Energien, Deutschland wurde das fĂŒhrende Land in Sachen Windenergie und Solarstrom etc. Und heute? Die krasseste Fehlentscheidung der Regierung Merkel ist wohl die jetzt beschlossene VerlĂ€ngerung der Laufzeit von acht Jahren VerlĂ€ngerung fĂŒr alte und 14 Jahren fĂŒr neuere Kraftwerke. Und das erst 24 Jahre nach Tschernobyl!

JĂŒrgen Trittin bringt es in einem Interview mit der „taz“ treffend auf den Punkt: „Rolle rĂŒckwĂ€rts“: Die Energiepolitik der Union hĂ€lt er fĂŒr eine Kampfansage.

GrĂ¶ĂŸter Profiteur des Szenarios sind die Energiekonzerne. Der Spiegel titelt: „Atombeschluss bringt Konzernen mindestens 50 Milliarden“, bei moderat steigenden Strompreisen schaut das GeschĂ€ft fĂŒr die vier großen Atom-Konzerne noch viel besser aus: FĂŒr „E.on“ wĂ€ren es jĂ€hrlich zusĂ€tzliche (!) 40 Milliarden Euro Gewinn (!), fĂŒr „RWE“ rund 17,5 Milliarden, fĂŒr „EnBW“ 14,3, fĂŒr „Vattenfall“ knapp fĂŒnf Milliarden Euro. Ein Teil davon (etwa 28 Prozent) sollen an den Staat gehen.

Das Motto scheint also zu lauten: „Geld gegen Sicherheit!“ Wie kurzsichtig der Beschluss der schwarz-gelben Regierung ist, zeigt auch der Protest anderer Stromanbieter. Die sehen jetzt nĂ€mlich ihre Existenz gefĂ€hrdet. Vor allem die kommunalen Energieunternehmen fĂŒrchten dramatische Auswirkungen fĂŒr den Kraftwerksneubau in Deutschland, weil mit dieser Entscheidung viele geplante Investitionen infrage gestellt seien. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Stadtwerke LĂŒbeck, Kurt Kuhn, kĂŒndigt gegenĂŒber dem „manager magazin“ (Stadtwerke stellen Investitionen infrage) im Namen einer Interessengemeinschaft von 150 kommunalen Versorgern die PrĂŒfung einer Klage gegen die LaufzeitverlĂ€ngerungen an. Durch den Beschluss werde die „Marktmacht des Oligopols zementiert“. Die Zeche zahlen seiner Ansicht nach Stromkunden ĂŒber höhere Preise. „Nach allem, was bis jetzt bekannt ist, wird Wettbewerb im Erzeugungssektor auf Jahrzehnte verhindert. Zudem werden bereits getĂ€tigte Milliardeninvestitionen in hocheffiziente, moderne Kraftwerke entwertet.“ Und Becker weiter: „Als Konsequenz droht ein Investitionsstau im Kraftwerksbereich und alte, ineffiziente Kohlekraftwerk bleiben lĂ€nger am Netz.“

Das passiert, wenn man die Konservativen werkeln lĂ€sst: Ökologisch unverantwortlich, wirtschaftlich kontraproduktiv.

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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