5. September 2010

Klimawandel: bittere Realität!

2010-09-05T15:25:00+02:0005.09.10, 15:25 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Amerikanische Behörden – von der NASA bis zur Wetter- und Meeresbehörde NOAA – sind sich einig: Das erste Halbjahr 2010 war das Wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das ist leider kein Einzelphänomen. Deutlich ist, dass der Großteil des Anstiegs der Temperaturen in den vergangenen Jahrzehnten zustande kam.

Die NASA hat von Land und Ozeanen seit Beginn der Industrialisierung bis heute die jährlichen Durchschnittstemperaturen verglichen. Hier zeigt sich eindeutig der Trend der dramatisch zunehmenden Erwärmung der Erde, die in den vergangenen Monaten einen Rekordwert erreichte, wie es die Experten der NASA ausdrücklich betonen.

Am stärksten betroffen sind die Ärmsten der Armen durch versalzenes Wasser, Überschwemmungen und verheerende Stürme („Labor für die Welt“): „In den Küstenregionen vieler Entwicklungsländer ist der Klimawandel schon zu spüren. Bangladesch ist unfreiwillig zum Vorbild geworden – für die Anpassung mit einfachsten Mitteln.“

Aus den Presseunterlagen von Eva Glawischnig für eine Pressekonferenz am letzten Freitag: „Besonders besorgniserregend ist der Trend der Landtemperaturen auf der Nordhalbkugel. Hier war es heuer im Juli laut Analysen der NOAA um 1,16 Grad wärmer als im Durchschnitt des 20.Jahrhunderts. Betrachtet man global die Bodentemperaturen ist der Juli wie alle Monate des Jahres 2010 heiß wie nie zuvor. Und damit war er der 304.Monat in Serie, an dem es über Land wärmer war als im Durchschnitt der Temperaturen des 20.Jahrhunderts. Das bedeutet: zuletzt lagen die Temperaturen über Land im Februar 1985 – also vor einem Vierteljahrhundert – unter dem langjährigen Schnitt.“

Eines ist sicher: Noch einen gescheiterten Gipfel wie in Kopenhagen können wir uns wohl nicht leisten!

12. August 2010

Schaut so die Zukunft der Mobilität aus?

2010-08-12T09:51:00+02:0012.08.10, 9:51 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Das ist durchaus möglich! Gerade in Gegenden, in denen ein „Öffi-System“ erst aufgebaut werden muss. Fahren wir dort also künftig „mit der Autotram ins Büro“?

Aufsehen erregt jedenfalls ein Großprojekt am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden („Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität“). Dort arbeiten deutsche Wissenschafter an Lösungen für die Mobilität der Zukunft. Sie könnten für Regionen wie das Vorarlberger Rheintal oder andere relativ dicht besiedelte Gebiete ohne Straßenbahn interessant sein – speziell dieses Projekt „AutoTram®“. Gerade im Vorarlberger Unterland, im mittleren Rheintal oder im Raum Rankweil-Feldkirch wäre das eine Alternative zu oft übervollen Bussen und relativ hohen Investitionskosten für eine Straßenbahn. Das Fahrzeug vereint die Vorteile mehrerer Verkehrsträger, sie ist so lang wie eine Straßenbahn und so wendig wie ein Bus: Schienen und Oberleitungen sind nicht notwendig – die „AutoTram®“ rollt auf Gummireifen und folgt einfach weißen Linien auf der Straße. Überdies läuft sie nahezu emissionsfrei. Die Elektro- und Hybridfahrzeuge sollen schon bald die Städte erobern. Die Energieversorgung erfolgt über Schnellladestationen an den Haltestellen. An jedem dritten oder vierten Haltepunkt kann Strom gezapft werden. In maximal einer Minute wird die erforderliche Energiemenge bei mehr als 1.000 Ampere und 700 Volt zugefügt werden. Dazu braucht es natürlich „Superkondensatoren“.

1. August 2010

Grünes Steuermodell: „Raus aus Öl“

2010-08-01T10:14:00+02:0001.08.10, 10:14 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Meine Kollegin Gabi Moser hat heute eine wichtige Initiative gestartet und die Abschaffung der unzeitgemäßen Steuerbegünstigung für verbrauchsstarke PKW gefordert („Grüner Angriff auf die Spritfresser“). Sie schlägt eine Reform der Zulassungssteuer, der Normverbrauchsabgabe (NoVa) vor, die beim Kauf eines Neuwagens fällig wird.

Der Straßenverkehr ist bekanntlich der größte Energieverbraucher in Österreich und ein volkswirtschaftliches Problem, denn der – größtenteils importierte – Kraftstoff kostet pro Jahr 4,3 Milliarden. Daher ist nicht nachzuvollziehen, dass ausgerechnet die verbrauchsstarken SUVs steuerlich auch noch begünstigt werden. Das Ergebnis: monatlich werden doppelt so viele Groß-SUVs neu zugelassen wie alternativ betriebene PKWs. Laut einer Studie des Umweltbundesamts stoßen Diesel-SUVs auf der Autobahn mehr gesundheitsbelastende Stickoxide aus als 40-Tonnen-LKWs. Interessant ist übrigens, dass die SUVs nicht etwa in ländlichen Gegenden, sondern in den Großstädten „boomen“: Überdurchschnittlich sind die Zulassungen im 22. Bezirk in Wien, in Liesing sowie den Stadtzentren von Graz, Salzburg und Linz.

Gabi schlägt nun vor, sehr sparsame Autos von der NovA gänzlich zu befreien (entspricht bei Diesel-PKW ca. 3 Liter/100km) und ein wirksames Bonus-Malus-System einzuführen sowie den Steuersatz progressiv zu gestalten.

Das Grüne Modell hier zum Nachlesen: < file name="Gegen_Spritfresser" >. Während Kleinstautos mit niedrigem Verbrauch billiger werden,würde der Preis für einen Porsche Cayenne etwa von derzeit rund 140.000 auf mehr als 160.000 Euro steigen.

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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