14. November 2009

PKW-Maut: Holland zeigt, wieÂŽs geht!

2009-11-14T21:09:00+01:0014.11.09, 21:09 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Na also: Endlich gute Nachrichten aus der EU. Die Niederlande preschen vor mit einem radikalen Wechsel in der Besteuerung und Steuerung (!) des PKW-Verkehrs. Ab 2012 misst ein GPS-System – auch außerhalb der Landesgrenzen – jeden gefahrenen Kilometer. Eine Maut, die alle glĂŒcklich macht. Die Kosten fĂŒr den Einbau ĂŒbernimmt der Staat. Aus DatenschutzgrĂŒnden werden Informationen ĂŒber den Streckenverlauf nicht gespeichert.

Benzinfresser und Dreckschleudern zahlen mehr, sparsame Autos weniger. FĂŒr den Twingo beispielsweise fallen 1,4 Cent/km an, fĂŒr einen großen Audi 16,6 Cent. Der Tarif ist nicht nur nach Schadstoffemissionen variabel, auch Tageszeit und gefahrener Strecke spielen eine Rolle. Wer frĂŒhmorgens auf einer „Stauroute“ in die Stadt fĂ€hrt, zahlt mehr. Das neue System biete Anreize, das Auto stehen zu lassen. Man rechnet mit weniger Verkehrstoten und weniger Staus. Das schĂŒtzt das Klima, verhindert Staus und bittet jene zur Kasse, die viel fahren. Übrigens: 60 der NiederlĂ€nder zahlen weniger als jetzt, 25 gleich viel und nur 16 mehr. FĂŒr die NiederlĂ€nder wird es ab dem Jahr 2012 keine KFZ-Steuer mehr geben und auch beim Neuwagenkauf werden 25 Prozent der Steuern erlassen.

Auch wir brauchen in Österreich endlich eine kilometerabhĂ€ngige Maut! Den hollĂ€ndischen GrĂŒnen sind die Reform nicht radikal genug und nur ein erster Schritt. Schönes Holland!

22. September 2009

Ökostromgesetz – es geht um unsere Zukunft!

2009-09-22T10:37:00+02:0022.09.09, 10:37 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Die FPÖ ist eine Gefahr. Nicht nur wegen ihrer unverhohlenen AuslĂ€nderfeindlichkeit und des zunehmenden Antisemitismus, sondern auch deshalb, weil sie den Regierungsparteien willig fĂŒr eine Politik des kalkulierten Stillstands zur VerfĂŒgung steht.

Letztes Beispiel: Die Blauen stimmen nach derzeitigem Stand der Dinge morgen dem dĂŒrftigen Angebot der ÖVP zu, statt eines zukunftsfĂ€higen Ökostromgesetzes ein mickriges Gesetzchen zu beschließen. Es braucht ja eine 2/3-Mehrheit dafĂŒr – eine Riesenchance fĂŒr die Opposition. Aber die Blauen stehen Gewehr bei Fuß, wenn es darum geht, wesentliche Fortschritte zu verhindern. Konkret wird lediglich die Förderung fĂŒr Photovoltaik-Kleinstanlagen fĂŒr das Jahr 2010 auf 35 Mio € aufgestockt. Das ist natĂŒrlich viel zu wenig und reicht gerade einmal fĂŒr 3.000 Anlagen. Schon jetzt warten aber 8000 Menschen auf eine Förderung.

Folgendes Zitat von Barack Obama nochmals ins Stammbuch der Regierung: „Die Nation, die bei der Entwicklung einer sauberen Energiewirtschaft fĂŒhrt, wird die Nation sein, die die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts fĂŒhrt.“ Wir können dem Ökostromgesetz am Mittwoch daher nicht zustimmen, in den nĂ€chsten Tagen aber alles versuchen, bessere Förderbedingungen zu erreichen.

18. September 2009

Solarwende jetzt! GrĂŒne ArbeitsplĂ€tze durch Ökoenergie

2009-09-18T11:10:00+02:0018.09.09, 11:10 |Kategorien: Klima und Umwelt|

„Die Nation, die bei der Entwicklung einer sauberen Energiewirtschaft fĂŒhrt, wird die Nation sein, die die Weltwirtschaft des 21. Jahrhunderts fĂŒhrt.“ Also sprach Barack Obama im Juni 2009.

Bei uns ist diesbezĂŒglich die Bevölkerung weiter als die Politik. In Vorarlberg gibt es trotz der Politik fast 1000 Solarstrom-Anlagen, die im August 2008 vom Klimafonds aufgelegte Förderkontingent fĂŒr Solarstrom wurde regelrecht gestĂŒrmt (nur zehn Vorarlberger Bewerber haben es aber geschafft). Wir haben Vorzeigeunternehmen wie „Zumtobel“ bei LED-Leuchten, „Bachmann“ in der Windkraft oder „Drexel und Weiss“ in der Passivhaustechnik, zahlreiche Firmen mit ausgezeichneten Entwicklungschancen am regionalen Markt – im Solar- und Fotovoltaikbereich, bei Kleinwasserkraft oder der Entwicklung von Heizsystemen. Die Voraussetzungen wĂ€ren ideal.

Trotz der unbestrittenen Leistungen in der Energiepolitik ist Vorarlberg zu fast drei Viertel von fossilen EnergietrĂ€gern abhĂ€ngig – und es gibt 40 mehr Arbeitslose als im Vorjahr (fast 13.000). Statt blauer AuslĂ€nderhetzte und Antisemitismus mĂŒssen wir diese Probleme lösen. Etwa durch das grĂŒne „1.000-DĂ€cher-Programm fĂŒr Solarstrom“, den Ausbau der ElektromobilitĂ€t (Autos, FahrrĂ€der), die WeiterfĂŒhrung der QualitĂ€tsoffensive im ÖPNV, die Ringstraßenbahn und die SĂŒdeinfahrt der Bahn in Feldkirch.

Es ist möglich. Johannes Rauch und sein Team haben in der Wohnbauförderung zinslose Althaussanierungs-Darlehen durchgesetzt – das wirkt: Die Sanierungen haben sich verdoppelt. Das alles ist auch Thema bei der von uns beantragten heutigen Sondersitzung: „Solarwende Jetzt! GrĂŒne ArbeitsplĂ€tze durch Ökoenergie.“

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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