13. Juni 2012

Schularchitektur: Wir brauchen echte Lernorte!

2012-06-13T17:29:00+02:0013.06.12, 17:29 |Kategorien: Nationalrat|

„Ja, es geht!“ Gemeint ist eine neue Schulbaucharchitektur. Ich habe heute in einer Rede im Parlament (siehe oben) einen der wichtigsten Aspekte des auch in anderer Hinsicht lesenswerten „Baukulturreports 2011“ die Notwendigkeit einer neuen Schulbauarchitektur thematisiert. In kurzer Form: Wir müssen weg vom Typus der „Gangschule“ aus dem 19. Jahrhundert hin zu wirklichen Lernorten.

Effiziente Lernräume können nur umgesetzt werden, wenn Betroffene bereits im Vorfeld von Planungen einbezogen werden. Im Report werden für solche Partizipationsprozess bis zu 0,5 der Bausumme gefordert.

Schule muss heute auf Berufe vorbereiten, die noch nicht erfunden sind, auf Technologien, die es noch nicht gibt, und auf Probleme, von denen wir noch nichts wissen.

Eine besondere Herausforderung ist die Sanierung alter Bauten. Hier braucht es mehr als nur eine simple Bestandssanierung, denn die Schule der Zukunft hat als Ganztagsschule völlig andere Anforderungen als die jetzige Halbtagsschule.

Eine Studie der OECD (2003) nennt drei Schlüsselqualifikationen als Bildungsziele für ein wirtschaftlich und sozial erfolgreiches Leben: selbstständig handeln, in heterogenen Gruppen zusammenarbeiten und Werkzeuge interaktiv benutzen.

Das alles zeigt in eine Richtung: mehr Eigenverantwortung der SchülerInnen, Inklusion von SchülerInnen mit besonderen Bedürfnissen in den allgemeinen Unterricht, größerer pädagogischer Gestaltungsfreiraum durch ganztägige Unterrichtsformen, fächerübergreifende Kooperation, lokale Vernetzung, Einbeziehung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien.

Positive Beispiele gibt es auch in Österreich, etwa der Schulcampus Sonnwendviertel in Wien oder der Bildungscampus Moosburg in Kärnten.

In solch einer Schule kann durchgesetzt werden, was für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

12. Juni 2012

Bildungsvolksbegehren: Androsch fordert Koalitionsbruch!

2012-06-12T10:04:00+02:0012.06.12, 10:04 |Kategorien: Nationalrat|

Langsam reicht es nicht nur Hannes Androsch. Die Untätigkeit der Regierung in Sachen Bildungsreform ist eine Provokation für alle, die tagtäglich mit dem Reformstau konfrontiert sind – Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern. Am Donnerstag beraten wir im Parlament über das Bildungsvolksbegehren. Nachdem sich beim neuen LehrerInnen-Dienstrecht die leider bereits gewohnte Verzögerung und das Verschieben auf den St. Nimmerleinstag abzeichnet und sich die Regierung in Sachen Zentralmatura eine weitere Blöße gegebn hat, geht es leider entsprechend ernüchternd weiter. Gestern hat sich dazu Hannes Androsch zu Wort gemeldet: Der SPÖ empfiehlt er, einen Koalitionsbruch zu riskieren, sollten nicht einmal jene Forderungen umgesetzt werden, über die es im eigens einberufenen Sonderausschuss Einigkeit unter allen Parteien gab. Wenn ihm die SPÖ folgt, gibt es am Donnerstag eine politische Überraschung. Es wird sie aber nicht geben. Die Roten fügen sich wieder einmal willig in die Blockadehaltung der Schwarzen.

Insbesondere das Ergebnis des Besonderen Ausschusses zum Bildungsvolksbegehren ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung der Regierung. Schmied, Amon & Co haben alle Versprechungen gebrochen und nicht einen einzigen gemeinsamen Antrag zusammengebracht. Das Null-Ergebnis liegt in der Verantwortung von ÖVP und SPÖ, die im Ausschuss noch Einigkeit und Reformbereitschaft signalisiert hatten, sich dann aber von den Parteispitzen, den Landesorganisationen und der Gewerkschaft zurückpfeifen haben lassen.

Wir Grüne bringen daher die zwölf Forderungen des Bildungsvolksbegehrens allesamt als Entschließungsanträge ins Parlament. Die Anträge sind jeweils mit den entsprechenden Vorhaben aus dem Regierungsprogramm verknüpft und eine Nagelprobe für Ernsthaftigkeit der roten Versprechungen. Das Parlament muss endlich wieder seine Funktion als Gesetzgeber ernst nehmen und sich nicht länger von parteipolitischen Randorganisationen gängeln lassen.

Rot-schwarze Untätigkeit hin oder her, für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

24. Mai 2012

Und noch einmal: „Eure Schande heißt Martin Graf“

2012-05-24T18:06:00+02:0024.05.12, 18:06 |Kategorien: Nationalrat|

Noch ein kleiner optischer Nachtrag zu meinem vorigen Beitrag „Eure Schande heißt Martin Graf“.

Im Netz sind ja viele kreative Menschen unterwegs – das Bild belegt es. Und es macht deutlich: Es hat sich seit drei Jahren nichts geändert. Die Schande der FPÖ heißt noch immer Martin Graf. Jetzt eben mit dem Motto: „Haus am Strand in Stiftungshand!“

Ein Bild sagt halt oft mehr als tausend Worte!

Die „Abzocker-Vorwürfe gegen Martin Graf“ sind ja sehr massiv. Der „Standard“ berichtet, der Dritte Nationalratspräsident und Stiftungsvorstand der „Gertrud-Meschar-Privatstiftung“ habe die Anteile am Haus Billrothstraße 19 (in ihm befindet sich das „Café Graf“) erworben – „gegen den Willen der Stifterin“: „Die alte Dame, die im Jänner 90 Jahre alt geworden ist, hat im Jahr 2006 den FPÖ-Obmann ihres Heimatbezirks Donaustadt getroffen und ihm als renommiertem Politiker und Anwalt ihr Vermögen anvertraut. Graf errichtete daraufhin gemeinsam mit rechtskundigen Gesinnungsfreunden eine Privatstiftung, in die Frau Meschar erst 75.000 Euro und später ein Millionenvermögen eingebracht hat. Wie der ORF-Report am Dienstag berichtete, fühlt sich die Stifterin durch den FPÖ-Politiker de facto enteignet. Sie erhält aus dem Stiftungsvermögen derzeit bloß eine jährliche Zuwendung von 5000 Euro.“

Es ist wohl nur in Österreich möglich, dass so ein Herr noch immer eine der höchsten Funktionen in unserem Staat bekleidet!

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr…

Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


Zur Seite des Parlaments…

Downloads