âKorruptionssumpf trocken legen!â
Das war ein starkes StĂŒck der von mir ansonsten sehr geschĂ€tzten NationalratsprĂ€sidentin Barbara Prammer. Sie fordert in Sachen Korruption âmehr Transparenz im österreichischen Parlamentâ und beklagt, dass âderzeit sich sĂ€mtliche Fraktionen in dieser Frage in ZurĂŒckhaltungâ ĂŒben (Korruption: Prammer will mehr Transparenz).
Da steigt einem die Zornesröte ins Gesicht: Bei uns GrĂŒnen sind alle Kassen glĂ€sern und wir lassen uns nicht mit den anderen Parteien in einen Topf werfen. Die Aussage von Prammer ist eine indiskutable Verallgemeinerung. Sie weiĂ haargenau, dass die Regierungsparteien gemeinsam mit FPĂ und BZĂ unsere weitreichenden Forderungen seit Jahren ablehnen. Wir wollen volle Transparenz fĂŒr alle Arten von Politiker-EinkĂŒnften â inklusive geldwerter Leistungen wie Urlaubseinladungen. Gleichzeitig braucht es strenge Sanktionen, wenn es VerstöĂe gegen die Offenlegungspflicht gibt.
Auch das Thema Abgeordnetenbestechung muss aufgegriffen werden, es darf keine Sonderrechte fĂŒr Mandatare geben. Wichtig ist auch ein genereller Stopp fĂŒr die oft schamlosen BeratervertrĂ€ge. Der schwarz-blaue Sumpf, der gegenwĂ€rtig sichtbar wird, sollte Anlass zum Handeln sein.
Und ich möchte festhalten, dass wir schon jetzt all das auch praktizieren, was wir fordern (âGrĂŒne mit glĂ€sernen Einkommenâ).
Und auf einen weiteren Aspekt möchte ich hinweisen: Vor allem strĂ€uben sich nĂ€mlich alle anderen Parteien gegen unsere Forderung nach glasklaren Parteikassen. Wir wollen beispielsweise die lĂŒckenlose Offenlegung aller Parteispenden ĂŒber 500 Euro in einem jĂ€hrlichen Jahresbericht und ein Spendenverbot an Parteien soll fĂŒr Unternehmen gelten, die öffentliche AuftrĂ€ge bekommen oder sich um solche bewerben.
Also Frau PrÀsidentin: Nicht alle Parteien in einen Topf werfen!
Montagabend habe ich an einer bewegenden Mahnwache gegen den Atomwahnsinn in Bregenz teilgenommen (