6. Februar 2011

Fünf Maßnahmen gegen das Pisa-Desaster!

2011-02-06T18:49:00+01:0006.02.11, 18:49 |Kategorien: Unkategorisiert|Tags: |

Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber weist den Weg aus dem Vorarlberger Pisa-Desaster mit einem „Zwei-Punkte-Programm“. Auf der ORF-Homepage liest sich das so: „Sausgruber kündigte an, dass Lesen wieder Volkssport werden müsse. … Eine Änderung der Vorarlberger Bildungspolitik aus Anlass des PISA-Ergebnisses sei nicht notwendig, da die Grundkonzeption richtig sei.“ Wie bitte? Eine richtige Grundkonzeption? Immerhin spricht er von Frühförderung. Unsere Vorarlberger Bildunssprecherin Katharina Wiesflecker hingegen vermag wirklich zu überzeugen. Sie präsentierte heute ein „Fünf-Punkte-Programm“:

1. Ausbau der Sprachförderung im Kindergarten

2. Mehr Beachtung des Schuleingangsbereichs und ein System mit zumindest 1,5 Lehrpersonen-Stellen in den ersten beiden Klassen

3. Ein Masterplan zum Ausbau der Ganztagsschulen und entsprechende Budgetmittel

4. Lesefreude fördern (Lesenächte etc.)

5. Schritte zur Gemeinsamen Schule

Am Mittwoch habe ich bei einem VN-Stammtisch an der Pädagogischen Hochschule in Feldkirch Gelegenheit, über die Ursachen des Pisa-Desasters und diese Punkte mit Landesrat Stemer zu diskutieren. Wir brauchen eine tiefgreifende Bildungsreform und mehr als nur kosmetische Maßnahmen, damit auch wirklich gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

4. Januar 2011

AHS-Matura: unnötige Geldverschwendung!

2011-01-04T10:43:00+01:0004.01.11, 10:43 |Kategorien: Unkategorisiert|

Eines der Ziele der „standardisierten Reifeprüfung“ („Zentralmatura“) ist es, dass möglichst alle österreichischen MaturantInnen zur selben Stunde die selbe Aufgabenstellung bekommen, damit man die Ergebnisse auch wirklich vergleichen kann. Dort, wo die Bundesländer dieses Ziel torpedieren können, machen sie es. Die Kosten für diese Wichtigtuereien müssen die Steuerzahlerinnen aufbringen. Ich habe dazu eine Anfrage an die Unterrichtsministerin eingebracht: < file name="Anfrage_Reifepruefung" >. Während das nämlich beim Haupttermin – jährlich nehmen daran etwa 40.000 Schülerinnen teil – funktioniert, nutzen die Länder ausgerechnet beim 2. Nebentermin im Februar eine unklare Formulierung in der Verordnung, um ihre „Wichtigkeit“ unter Beweis zu stellen: für etwa 200 SchülerInnen gibt es drei „Nebentermine“. Das bedeutet: Pro Nebentermin werden jedenfalls gebraucht

4 Aufgaben Hörverständnis Englisch B2

4 Aufgaben Leseverständnis Englisch B2

4 Aufgaben English in Use B2

und

4 Aufgaben Hörverständnis Französisch B1

4 Aufgaben Leseverständnis Französisch für 4-jährige Lerner

4 Aufgaben Leseverständnis Französisch für 6-jährige Lernen

Das ist der „Föderalismus“ á la Erwin Pröll, so eine Geldvernichtung blüht uns, wenn er und die anderen Landesfürsten das Sagen im Bildungsbereich haben. „Die Presse“ und „Der Standard“ berichten heute darüber: „Teure AHS-Matura: Grüne kritisieren Länder

Und schließlich sollte man die hohen Herren (und Damen) daran erinnern, worum es im Schulbereich überhaupt geht: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

14. November 2010

Familienpaket: ÖVP in Erklärungsnotstand!

2010-11-14T17:09:00+01:0014.11.10, 17:09 |Kategorien: Unkategorisiert|

Gestern haben auf Einladung des Familienverbands die Vorarlberger Nationalratsabgeordneten über den Kaputtsparkurs der Regierung diskutiert – Schwerpunktthema war natürlich das Familienpaket.

Vor allem die angebliche „Familienpartei“ ÖVP tut sich schwer, die familienfeindlichen Maßnahmen zu erklären und treibt ein eigenartiges Doppelspiel: Ihre Abgeordneten im fernen Wien werden dafür stimmen, Landeshauptmann Sausgruber gibt den „wilden Mann“ und droht mit einer Verfassungsklage, obwohl er mit stolzgeschwelter Brust darauf hingewiesen hat, dass er bei allen wichtigen Verhandlungen mit dabei war. Das war natürlich vor dem großen Volkszorn. Soweit so demagogisch. Die vom Familienverband präsentierten Fakten können auch die schwarzen Nebelgranaten nicht verschleiern:

• Der angebliche „Spitzenplatz“ Österreichs bei den Familienleistungen ist eine Fata Morgana, wenn man zu den Direktzahlungen auch Sachleistungen (Kindergarten etc.) und Besteuerung miteinbezieht. Dann muss man Österreichs 2,82 nämlich den 3,79 (Frankreich), 3,55 (GB) oder 3,21 (Schweden) gegenüberstellen. Auch Deutschland (3,04) liegt dann übrigens noch vor Österreich.

• Während die Familienleistungen gemessen am BIP 1980 noch bei 3,24 lagen, waren es zuletzt nur noch 2,82 (2008).

• Fallbeispiel Lisa: Das heuer geborene 3. Kind einer Familie, verliert in ihrer „Kinder- und Studienbiographie“ zusammengerechnet 15.790,30 Euro, wenn sie bis zum 26. Lebensjahr studiert.

Und eines wurde gestern auch klar: ÖVP und SPÖ denken nicht daran, das Paket aufzuschnüren. Zwar wurde zugesichert, die durch Unüberlegtheit zustande gekommenen „Härten“ zu lindern – die Mehrkosten müssen aber im selben Budgetbereich aufgebracht werden. Das wird noch harte Auseinandersetzungen geben.

Gleichzeitig zur heutigen Diskussion haben übrigens in Vorarlbergs Städten übrigens ÖVP- und SPÖ-LandespolitikerInnen Unterschriften gesammelt – gegen das Sparpaket! So viel zum Thema Glaubwürdigkeit in der Politik!

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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