Kompetenz gegen Elfenbeinturm!
Da wendet sich der Philosoph mit Grausen ab. Der Bildungsexperte Karl Heinz Gruber bringt die Kritik von Konrad Paul Liessmann am Volksbegehren und dessen Initiator heute in einem Standard-Kommentar („Das hat sich der Androsch wirklich nicht verdient“) auf den Punkt: unberechtigter Spott, mangelnde Einsicht!
Die polemischen Ausfälle von Liessmann gegen das Bildungsvolksbegehren und seinen Initiator Hannes Androsch habe ich ja schon gestern kurz behandelt („Liessmann ruft aus dem Bildungs-Elfenbeinturm!“). Was mir am Gruber-Kommentar besonders gut gefällt: „Liessmann hätte gut daran getan, einen Rat von Albert Einstein zu beherzigen: Alles sollte so einfach wie möglich gemacht werden, aber nicht einfacher.“
Und auch diesen Satz sollten wir bedenken: „Für die schweigende ländlichen Akzeptanz der Hauptschule gilt der Ausspruch John Steinbecks: Wenn man Fesseln lange genug trägt, dann hält man sie für Flügel.“
Philosoph hin oder her, für mich gilt im Bildungsbereich: „Kein Kind zurücklassen!“
Schmied redet die Realität der „Ganztagsschulen“ schön. In einer pädagogisch sinnvollen Form existieren diese in Wirklichkeit in Österreich kaum. Was es gibt, ist reine Nachmittagsbetreuung. Diese wird von den Kindern oft eher als Bestrafung empfunden, weil die anderen SchülerInnen ja frei haben. Die Vorteile des von mir geforderten verschränkten Unterrichts mit einer Abfolge von Lern- und Erholungsphasen mit einem deutlich besseren Lernerfolg als in der traditionellen österreichischen Schule sind hier zudem nicht vorhanden. In einer Kernzeit von 9.00 bis 15.00 Uhr sollten alle SchülerInnen in der Schule sein. Über eine diesbezügliche Initiative von mir berichten heute einige Medien („