18. August 2011

FPÖ-Eckpfeiler – „Skandale, Bestechung, Korruption und Verrat …“

2011-08-18T12:11:00+02:0018.08.11, 12:11 |Kategorien: Unkategorisiert|

Im Rap von Heinrich Strache heißt es: „Skandale, Bestechung, Korruption und Verrat / das sind die Eckpfeiler in unsrem Staat.“ Wenn man „Staat“ durch „FPÖ“ ersetzt, kann man das unterstreichen.

Was nĂ€mlich herauskommt, wenn die blauen SaubermĂ€nner regieren, hat die SchĂŒssel-Grasser-Ära eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Allein Ex-FPÖ-GeneralsekretĂ€r Walter Meischberger hat in dieser Zeit einmal zehn Millionen, dann 900.000, dann wieder 600.000, dann nochmals 708.000 Euro fĂŒr „Vermittlungen“ bei Privatisierungen kassiert. Vor lauter Kassieren wusste „Meischi“ nĂ€mlich nicht mehr, wofĂŒr er die einzelnen BetrĂ€ge erhalten hat, und fragt in der Nacht vor einer Vernehmung bei seinen Kumpels Karl-Heinz Grasser und dem von Schwarz-Blau installierten Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Buwog Ernst Karl Plech an: „Okay, und mit wem hob ich do kontaktiert? (….) Wos hob i daun zsammenbrocht? (…) Wo woar mei Leistung?“

Plechs Antwort: „Deine Leistung war, ah, deine Leistung woar, ahhhh, dass du, ich bin jetzt völlig durcheinander wegen der anderen Gschicht do, vollkommen, weil i hob des, ahhh.“

Hier zum Nachschauen:

Übrigens: Die FPÖ ist jene Partei, die derzeit – also nach Königshofer, Scheuch, diversen KorruptionsaffĂ€ren – laut einer heute bekannt gewordenen IMAS-Umfrage gleichauf mit SPÖ und ÖVP liegt.

11. August 2011

Erneut ein schwarz-blauer Tango corrupti?

2011-08-11T10:06:00+02:0011.08.11, 10:06 |Kategorien: Unkategorisiert|

Recht unverblĂŒmt verweisen in letzter Zeit fĂŒhrende ReprĂ€sentanten der ÖVP darauf, dass eine Koalition mit der FPÖ nĂ€her liege als die jetzige mit der SPÖ. Das spricht BĂ€nde. Ich möchte hier nur einen Aspekt herausgreifen, unter dem wir als Überbleibsel der schwarz-blauen Ära noch immer leiden: die Korruption. Das sagen nicht nur wir GrĂŒne, auch der „Presse“ gilt das Jahrzehnt der schwarz-blauen Regierung als „das mit Sicherheit korrupteste Jahrzehnt der Zweiten Republik“. Und auch die „Kleine Zeitung“ verweist heute darauf, dass Österreich in internationalen Korruptionsindizes nicht zufĂ€llig immer weiter nach unten rutscht. Wollen wir das beschleunigen? Zur Erinnerung:

‱ Eurofighter-AffĂ€re: Im Juni wurde bekannt, dass ĂŒber die Londoner Briefkastenfirma „Vector Aerospace“ 84 Mio € im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Ankauf verteilt wurden – Untersuchungen laufen.

‱ BUWOG-Verkauf: Noch immer wissen wir nicht, wer aus dem Quartett Grasser, Plech, Meischberger und Hochegger von den nicht versteuerten und ĂŒber diverse Briefkastenfirmen „gewaschenen“ zehn Mio € profitiert hat.

‱ Ein ganzes Buch könnte man mit Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP und FPÖ) fĂŒllen: Eurofighter-AffĂ€re, Homepage-AffĂ€re, Meinl International Power, AffĂ€re um den Linzer Terminal Tower, Buwog-AffĂ€re, BAWAG-AffĂ€re, Seychellen-UrlaubsaffĂ€re, AffĂ€re um Zahlungen der Constantia Privatbank 
 Es laufen weiters Ermittlungen wegen möglicher GeldwĂ€sche, wegen möglicher Steuerhinterziehung 


‱ die mutmaßlichen Haider-Konten inklusive Saddam- oder doch Gaddafi-Millionen?

‱ Vom Milliardengrab Hypo Alpe-Adria war noch gar nicht die Rede, viele StaatsanwĂ€lte ind Deutschland und Österreich haben damit alle HĂ€nde voll zu tun.

‱ Auch andere Skandale aus der schwarz-blauen Ära sind noch nicht aufgeklĂ€rt: Telekom Austria, Porr, ÖBB, YLine, EADS …

‱ und dann wĂ€re da noch Uwe „Part of the game“ Scheuch, und die freiheitliche Agentur „Connect“, die Kunden AuftrĂ€ge des Landes versprochen haben soll – gegen Provision versteht sich, und ÖVP-Mandatar Ernst Strasser, der fĂŒr Einflussnahme auf die EU-Gesetze fette Honorare wollte …

Das Klima der schwarz-blauen Ära schildert ein von „profil“ zitiertes Protokoll der Staatsanwaltschaft, in dem von einem „ArbeitsfrĂŒhstĂŒck“ von fĂŒhrenden Freiheitlichen in einem Wiener LuxusÂŹhotel im FrĂŒhjahr 2000 berichtet wird. Darin geht es um damals anstehende Privatisierungen: „Dabei sei man zu dem Schluss gekommen, dass man bei den diversen Privatisierungsprojekten zusehen sollte, an den in diesen GeschĂ€ften ĂŒblichen „fees“ zu partizipieren.“

Man sollte rechtzeitig daran erinnern, was uns blĂŒht und wie viel es uns kosten wird, wenn die Scheuchs, Straches usw. wieder das Sagen haben sollten.

28. April 2011

Antwort an die SchĂŒlerInnen des „LycĂ©e Victor Hugo“

2011-04-28T14:16:00+02:0028.04.11, 14:16 |Kategorien: Unkategorisiert|

Liebe SchĂŒlerInnen, vielen Dank fĂŒr die sehr fundierte und sachliche Stellungnahme. Ich möchte auf die zentralen Punkte kurz eingehen:

Gesamtschule: Es stimmt, dass nicht alle Modelle nachahmenswert sind. Wir mĂŒssen uns an jenen internationalen Modellen orientieren, die erfolgreich sind. Sicher aber ist, dass eine frĂŒhe Trennung von Kindern wie in Österreich kontraproduktiv ist. Unser jetziges System hilft weder den sehr LeistungsfĂ€higen noch den SchwĂ€cheren. Wir haben im internationalen Vergleich nicht nur im unteren Leistungsbereich schlechte Ergebnisse, auch im Spitzenbereich hinken wir hinterher. So sind 15 Prozent der österreichischen 15-JĂ€hrigen sowohl in Lesen als auch in Mathematik und den Naturwissenschaften sogenannte RisikoschĂŒlerInnen – aber nur drei Prozent der Jugendlichen dieser Altersgruppe in Finnland, wo die frĂŒhe Selektion bekanntlich nicht erfolgt. Im Spitzenbereich schaut es nicht besser aus. Nur drei Prozent der heimischen Jugendlichen schaffen es in allen drei Bereichen in die Spitzengruppe – aber gleich dreimal so viele (9 ) ihrer finnischen Alterskolleginnen und -kollegen.

Ganztagsschule: Ich verstehe, dass es fĂŒr SchĂŒlerInnen derzeit nicht sehr reizvoll ist, einen ganzen Tag in der Schule zu verbringen. In der „GrĂŒnen Schule“ wollen wir mehr selbststĂ€ndiges Arbeiten fördern und wegkommen vom klassischen Unterricht. SchĂŒlerInnen lernen in Gruppen, es gibt individuelle Lernphasen und Bewegungs- und Erholungsphasen. Um das zu ermöglichen, sind viele bauliche VerĂ€nderungen notwendig. Luft und Licht statt der alten „Schulkasernen“. Diese modernen Schulen gibt es schon heute – fĂŒr einige wenige. Wir wollen sie fĂŒr alle Kinder und Jugendlichen. Sport, Musik, Kunst und Erholung sind in diesen Schulen durchaus mehr als nur „persönliche AktivitĂ€ten“.

Reform der PĂ€dagogik: Warum soll eine Schule ohne Noten „utopisch“ sein? Es ist vielfach bewiesen, dass Noten ungerecht sind und nicht die wirkliche LeistungsfĂ€higkeit widerspiegeln. Warum kommen so leistungsfĂ€hige Schulsysteme wie das finnische weitgehend ohne Noten aus? Wir wollen eine Schule ohne Angst, eine Schule mit Lernfreude, eine Schule, in der alle Kinder alle ihre Talente und FĂ€higkeiten entfalten können.

Deshalb gilt fĂŒr uns GrĂŒne: „Kein Kind zurĂŒcklassen!“

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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