Vorarlberg in Sachen Gemeinsame Schule als Vorbild fĂŒr Ăsterreich?
Kann Vorarlberg in Sachen âGemeinsame Schuleâ eine Vorbildfunktion fĂŒr ganz Ăsterreich haben? Dieser Frage bin ich heute in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Michael Schratz nachgegangen. Schratz ist Dekan der School of Education an der Uni Innsbruck und international anerkannter Spezialist fĂŒr LehrerInnenbildung und Schulforschung. Er ist zudem verantwortlich fĂŒr den zentralen Bereich der Modellregion â das pĂ€dagogische Konzept. Meine zentrale Botschaft lautete: âGrĂŒne bestehen auf Bildungsmodellregion Vorarlbergâ.
Eines ist wichtig: Eine Gemeinsame Schule muss so gestaltet sein, dass individuell auf die BedĂŒrfnisse von Kindern und Jugendlichen eingegangen werden kann. Das betrifft Hochbegabte genauso wie Kinder mit Lernschwierigkeiten. Darauf muss sowohl in der Ausbildung der kĂŒnftigen LehrkrĂ€fte ein Schwerpunkt gesetzt werden als auch in der Fortbildung fĂŒr die jetzt Unterrichtenden. Auch eine wirkliche Schulautonomie mit Zielvereinbarungen und einem RĂŒckmeldesystem ist vonnöten.
Zentral ist daher eine moderne PĂ€dagogik fĂŒr heterogene Gruppen als Schwerpunktsetzung bei Aus- und Fortbildung:
- Differenzierung (offene Lehr- und Lernformen, entdeckendes Lernen, kooperative Lernformen, Freiarbeit, WochenplĂ€ne, Stationenlernen âŠ)
- Kein Kind zurĂŒcklassen â weder Kinder mit Lernschwierigkeiten noch Hochbegabte: Individualisierung und Personalisierung
Es wird ein harter Weg werden: In den nĂ€chsten sechs Monaten werden wir mit der Regierung darĂŒber verhandeln. Die Modellregion ist dabei ein Knackpunkt â und ĂŒbrigens beileibe nicht der einzige. Weitere Verhandlungen muss es auch in Sachen Verwaltungsreform â einer, die den Namen verdient â geben sowie einer wirklichen Aufwertung der ElementarpĂ€dagogik.
Der ZiB-Beitrag ist hier nachzusehen:Â https://www.facebook.com/haraldwalser/videos/vb.1674379189460081/1711208352443831/?type=2&theater
