18. Juni 2016

Fördermillionen fĂŒr Vienna International School im Parlament

2016-06-17T09:10:13+02:0018.06.16, 9:01 |Kategorien: Nationalrat|Tags: |

Verstehen kann ich es nicht, warum ÖVP, SPÖ und Neos einer einzigen Privatschule in Wien Millionen zukommen lassen, den Wettbewerb unter Ă€hnlichen Schulen extrem verzerren – und das im Parlament nicht einmal stichhaltig begrĂŒnden können. Vom zustĂ€ndigen Außenminister Sebastian Kurz gab es nur beredtes Schweigen.

Hier das Protokoll meiner Rede (XXV. GP-Nationalrat-132 NR-A – 20-13-27 Abgeordneter Dr. Harald Walser (GrĂŒne)) und ein Link zu frĂŒheren BeitrĂ€gen: „Vienna International School: Geld findet Geld!“

 

14. Juni 2016

Privatschulen: Wer hat, dem wird gegeben.

2016-06-14T15:24:11+02:0014.06.16, 15:50 |Kategorien: Bildung, Nationalrat|Tags: , |

Bildung_Kind_Chancengerechtigkeit
Seit 1979 wird die Vienna International School von der Republik jĂ€hrlich mit MillionenbetrĂ€gen gefördert („Vienna International School: Geld findet Geld!“). Lange Zeit war das in Ordnung, denn fĂŒr die Kinder von Bediensteten der UNO-Organisationen musste eine kostengĂŒnstige Möglichkeit fĂŒr einen Schulbesuch mit einem international anerkannten Abschluss geboten werden. Heute aber gibt es allein in Wien fĂŒnf weitere Schulen, die ein qualitativ zumindest gleichwertiges Angebot haben.

Dennoch hat sich die Regierung entschlossen, der VIS mit einem Umgehungstrick erneut Millionen zukommen zu lassen – laut dem Europarechtler Walter Obexer ist das aber dennoch ein klarer Verstoß gegen die EU-Wettbewerbsbestimmungen. Morgen soll nun dieses Gesetz im Nationalrat beschlossen werden.
Nur einige weitere Kritikpunkte von meiner Seite:

  • Es ist nicht nachvollziehbar, dass hier eine internationale Schule mehr Förderung erhĂ€lt als alle nicht-konfessionellen Privatschulen in ganz Österreich zusammen.
  • Die Liegenschaft wird der VIS (45.000 mÂČ) seitens der Republik gratis zur VerfĂŒgung gestellt: Mietentgang laut Gutachten weitere 1,28 Mio €.
  • Die VIS bezahlt ihren LehrkrĂ€ften dank öffentlicher Förderung das doppelte Gehalt (plus zusĂ€tzlicher Boni) gleich ausgebildeter LehrkrĂ€fte und hat gleichzeitig einen Millionenpolster an RĂŒcklagen aufgebaut.
  • Die VIS baut dank dieser öffentlichen UnterstĂŒtzung die Schule weiter aus und schĂ€digt dadurch kostengĂŒnstigere vergleichbare Privatschulen.

Eine Klage gegen das Gesetz ist so gut wie fix. Ich werde das unterstĂŒtzen.

16. Oktober 2015

Millionengeschenk fĂŒr private Eliteschule!

2015-10-16T16:58:17+02:0016.10.15, 16:51 |Kategorien: Bildung|Tags: , , |

Korruption2Förderwahnsinn mit öffentlichen Geldern und kein Ende! WÀhrend engagierte Alternativschulen finanziell ausgehungert werden, bekommt die Vienna International School (VIS) weiterhin viele Millionen an Förderungen zugeschoben.

Es ist ein fatales Signal und skandalös, was ÖVP, SPÖ und NEOS gestern im Nationalrat gegen unseren erbitterten Widerstand beschlossen haben. WĂ€hrend das ohnehin schon völlig unterdotierte Budget fĂŒr private Alternativschulen zusammengekĂŒrzt wird, gibt es Millionen fĂŒr die VIS. Und das trotz ernstzunehmender rechtlicher Bedenken, dass die einseitige Förderung der VIS nicht EU-rechtskonform ist. Die Regierung setzt sich einfach darĂŒber hinweg: Neben einer jĂ€hrlichen Millionenförderung wurde gestern der Erlass der Miet- und Pachtkosten fĂŒr die im Eigentum der Republik stehende Immobilie bei gleichzeitiger Vergabe eines Baurechts beschlossen. Das ist nicht nur eine klare Benachteiligung der anderen internationalen Schulen, sondern subventioniert auch die Kinder der Superreichen, die die VIS neben Diplomatenkindern ebenfalls besuchen.

Bei den Alternativschulen wird gleichzeitig weiter gekĂŒrzt: So muss etwa der Verein Alternativschulen eine KĂŒrzung auf die HĂ€lfte seines diesjĂ€hrigen Budgets hinnehmen. Damit werden wohl einige Schulen vor dem Aus stehen, obwohl gerade sie immer wieder wichtige Impulse fĂŒr das öffentliche Schulwesen geben und zudem durch ihr breites und oft unkonventionelles Angebot jene LĂŒcken schließen, die das öffentliche Schulwesen offen lĂ€sst.

Wir GrĂŒne werden es aber nicht widerspruchslos hinnehmen, dass die Regierung Superreiche fördert und gleichzeitig engagierte Eltern, Kinder und LehrerInnen in kleinen Alternativschulen aushungert.

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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