9. März 2011

ÖVP und Bildung: alles wird schlimmer!

2011-03-09T10:25:00+01:0009.03.11, 10:25 |Kategorien: Bildung|

Aus – vom eigenen Konzept entsetzten – ÖVP-Kreisen habe ich den Entwurf zu einem neuen Bildungsprogramm der Schwarzen erhalten. „Der Standard“ berichtet heute darüber: „Hauptschüler gehen dem Schulsystem öfter verloren“.

Besonders gut gefallen hat mir die Einleitung des Artikels: „Auf einem Beipackzettel für das österreichische Schulsystem müsste Folgendes draufstehen: Der Besuch einer Hauptschule kann den Bildungserfolg Ihres Kindes maßgeblich beeinträchtigen. Über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen der Hauptschule informieren OECD, Lehrherren oder die Statistik Austria.“

Heute stellt sich übrigens Werner Amon als neuer Chefverhandler für die ÖVP in Sachen Bildungsreform vor. Aus dem „Trio Betonale“ Pröll jun. und sen. sowie Fritz Neugebauer wird somit inklusive Werner Amon ein bildungspolitisches „Stillstands-Quartett“. Bei all diesen Botschaften aus schwarzen Kreisen kann man nur sagen: Alles wird schlimmer!

5. März 2011

Bildungsvolksbegehren und Euratom unterschreiben!

2011-03-05T19:14:00+01:0005.03.11, 19:14 |Kategorien: Bildung|

Noch bis Montag gibt es die Möglichkeit, das Euratom-Volksbegehren zu unterschreiben. Also hingehen und nicht vergessen: Auch das Bildungsvolksbegehren (genauer die Unterstützung zur Einreichung) kann man schon jetzt auf den Gemeindeämtern unterschreiben, das gilt dann schon für die Eintragungswoche und man erspart sich den Weg im Herbst. Neben vielen anderen Organisationen ruft auch die Österreichiche LehrerInnen-Initiative (ÖLI) zum Unterschreiben auf.

Immerhin weisen die zentralen Forderungen des Bildungsvolksbegehrens in die richtige Richtung:

• Aufwertung des elementarpädagogischen Bereichs

• Gemeinsame Schule bis zum 14. Lebensjahr

• Ausbau ganztägiger Schulformen

Unterstützungserklärungen liegen in den Gemeindeämtern auf, zur Sicherheit kann man sie aber mit dem Begleittext auch herunterladen (Text und Unterstützungserklärung) und mitbringen.

Eines muss jedenfalls für eine moderne Bildungspolitik der Maßstab sein: „Kein Kind zurücklassen!“

2. März 2011

„Die Statuspanik der Mittelschicht“

2011-03-02T12:15:00+01:0002.03.11, 12:15 |Kategorien: Bildung|

Unter diesem Titel habe ich heute in der Wiener Stadtzeitschrift „Falter“ einen Kommentar veröffentlich (hier als Download < file name="Falter-1" >, < file name="Falter-2" >).

Es handelt sich um die Replik auf einen Kommentar von Barbara Tóth, in dem sie von einer „berechtigten Angst vor der Schulreform“ gesprochen hat. Meine Kernbotschaft: Die Angst vor der Schulreform ist zwar vorhanden, aber nicht berechtigt. Die Schulreform ist nicht der Grund für die Abstiegsängste breiter Schichten, sondern die unsicher werdenden Zeiten und der zunehmende ökonomische Druck. Es geht um Schein und Sein.

Der tiefe Fall des Freiherrn Karl-Theodor zu Guttenberg belegt: Nicht einmal dem Adel geht es um Bildung oder Leistung, sondern um Ansehen, Stand und Titel. Da darf man dem österreichischen Bürger- und Kleinbürgertum nicht böse sein, wenn es zur Abgrenzung nach unten auf den Fortbestand der Langform des Gymnasiums beharrt. Dort sind die eigenen Kinder zumindest sicher vor den Gleichaltrigen aus der Türkei, Albanien oder Rudolfsheim-Fünfhaus. Soweit so zynisch!

Im Gegensatz dazu gilt für uns: „Kein Kind zurücklassen!“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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