11. Dezember 2010

Bildungspolitiker im Pisa-Test!

2010-12-11T10:05:00+01:0011.12.10, 10:05 |Kategorien: Bildung|

Das war ein interessantes Experiment: Pro7/Sat1-Austria hat die Bildungspolitiker zum Pisa-Test gebeten – mitgemacht haben waber nur Walter Rosenkranz (FPÖ) und ich. Über die Ursachen dieser mageren Teilnahme möchte ich nicht spekulieren ;))

9. Dezember 2010

ÖVP-Bildungspolitik: „Unsere Vergangenheit ist die Zukunft!“

2010-12-09T09:24:00+01:0009.12.10, 9:24 |Kategorien: Bildung|

Jetzt wissen wir es: Die ÖVP wandelt auf den Spuren des legendären Helmut Qualtinger. Nein, nicht der „Herr Karl“ ist gemeint (oder zumindest nicht nur), die ÖVP hält an „Qualtingers Position“ im Schulbereich fest – freilich ohne Verständnis für dessen ironischen Unterton: „Unsere Vergangenheit ist die Zukunft!“

1960. Woher kannte dieser Mann die Position der ÖVP in Sachen Schule 2010? Tatsache ist: Qualtinger wusste vor 50 Jahren, was die ÖVP in Sachen Bildung heute predigt: unser aller Heil liegt im differenzierten Schulsystem! Das mag damals zumindest den konservativen Teil der Gesellschaft überzeugt haben, war aber genauso ewiggestrig wie es heute jenseitig ist. Vielleicht konnte Qualtinger aber gar nicht in die Zukunft sehen, vielleicht hat sich nur die ÖVP ein halbes Jahrhundert lang keinen Zentimeter bewegt? Wie würde Helmut Qualtinger die Prölls, Neugebauers und Amons wohl heute karikieren? Oder machen sie das eh schon selbst? Wie lange rufen die Schwarzen noch Hoch auf den von ihnen verursachten Stillstand und auf die Vergangenheit?

Für uns gilt: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

8. Dezember 2010

„Schwarze Pädagogik“: zurück ins 19. Jahrhundert!

2010-12-08T08:04:00+01:0008.12.10, 8:04 |Kategorien: Bildung|

Das also will die ÖVP: ein Schulsystem für die Elite und eines für das gemeine Volk. In einer ORF-Diskussion über die Pisa-Ergebnisse habe ich den Vorarlberger Schullandesrat Siegi Stemer (ÖVP) auf die einfache Tatsache hingewiesen, dass es ein großer Fehler ist, alle schwächeren SchülerInnen in einer Klasse und vielleicht sogar noch in einer dritten Leistungsgruppe zu konzentrieren. Das führt zu einer negativen Spirale nach unten, macht die schwächeren SchülerInnen schwächer, stärkt aber die stärkeren nicht. Pisa ist ein Beleg dafür.

Die „Presse“ hat über das neue ÖVP-Bildungsprogramm („ÖVP-Bildungspapier: Sprachtests und kein Sitzenbleiben“) berichtet: noch mehr Selektion durch die „Mittlere Reife“, noch mehr sowie möglichst gar noch frühere Aussonderung von Kindern und künftig noch mehr Leistungsgruppen sogar im Gymnasium bis hin zu „High Potential Groups“! Das ist das genaue Gegenteil dessen, was die international erfolgreichen Modelle einer Gemeinsamen Schule vormachen. Sehr erfolgreich sogar: in ihnen gibt es deutlich mehr SpitzenschülerInnen und nur einen Bruchteil unserer RisikoschülerInnen.

Stemer hat in dieser Radio-Diskussion glasklar das ÖVP-Programm bestätigt und lässt nach etwa 19 Minuten (hier zum Nachlesen und zum Nachhören: RV-Forum: Forderung nach Gesamtschule) die Katze aus dem Sack: Wir wollen das Gymnasium für etwa 20 Prozent der SchülerInnen für die Elite, der Rest soll in die Hauptschule. Wie es halt im 19. Jahhundert funktioniert hat. Nur: Wir sind jetzt im 21. Jahrhundert.

Für uns gilt: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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