15. Dezember 2010

Zum Budgetdesaster: Grüner Speakers Corner!

2010-12-15T09:59:00+01:0015.12.10, 9:59 |Kategorien: Bildung|

Da kann ich nur sagen: Hinkommen und mitmachen!

Die Ausschussverhandlungen finden hinter verschlossenen Türen statt, wir wollen den Widerstand aber sichtbar machen. Unserer Ansicht nach wurde KritikerInnen, Betroffenen und deren InteressenvertreterInnen kein ausreichendes Forum geboten, ihre Bedenken, Sorgen und Änderungsvorschläge zu artikulieren. Kanzler und Bundeskanzler haben zwar zu mehreren Gipfeln geladen, aber immer unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein echter Diskurs sieht anders aus.

Daher haben wir zu den wichtigsten Ausschüssen einen „Speakers Corner“ aufgebaut. Hier können VertreterInnen der Zivilgesellschaft ohne Maulkorb ihre Meinungen zu den einzelnen Einsparungen kundtun.

Am Mittwoch wird es vor dem Parlament zwei Speakers Corners geben: Um 10 bis 11.30 Uhr zu den beschämenden Einsparungen in der Entwicklungszusammenarbeit und um 12.30 – bis 13.30 Uhr zu den Rasenmäher-Kürzungen im Familienbereich.

Am 16. Dezember von 11.30 bis 13.30 Uhr ist dann das Thema Schule an der Reihe – diesmal am Minoritenplatz. Im Bildungsbereich ist der Reformstillstand wohl am verheerendsten und geht auf Kosten der Zukunft der Jugend! Hinkommen und mitreden!

Für uns gilt: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

14. Dezember 2010

Josef Pröll: Die Lehrkräfte sind schuld an Pisa!

2010-12-14T00:31:00+01:0014.12.10, 0:31 |Kategorien: Bildung|Tags: |

Wir können es machen wie Josef Pröll und die Schuld am Pisa-Debakel den Lehrkräften zuschieben. Einerseits meint der ÖVP-Parteiobmann, die „Gesamtschule Volksschule“ sei schuld am miserablen Abschneiden der 15-Jährigen. Die „schwarze Logik“ treibt aber noch seltsamere Blüten. Pröll lässt über seinen Sprecher der Öffentlichkeit ausrichten: „Es sind Zweifel angebracht, die Gesamtschule als Allheilmittel anzupreisen, in der gute und schlechte Lehrer, gute und schlechte Schüler durcheinandergemischt werden. Das verschärft das Problem mehr, als es zu lösen.“

Das ist eine unfassbare Entgleisung. „Gute“ und „schlechte“ SchülerInnen dürfen ja nicht vermischt werden, diese krude ÖVP-Logik kennen wir schon. Jetzt sagen die Schwarzen aber auch ganz offen, was sie von den PflichtschullehrerInnen halten. Wo sind denn jetzt die „guten“ und die „schlechten“, die laut Pröll nicht „durcheinandergemischt“ werden dürfen? Mit den „guten“ LehrerInnen können ja wohl nur die AHS-LehrerInnen gemeint sein, die „schlechten“ sind demnach die HauptschullehrerInnen. Oder kann jemand etwas anderes aus dieser Ausage herauslesen?

Statt LehrerInnen-Bashing zu betreiben, bringe ich nächste Woche eine bildungspolitischen „Notstands-Antrag“ zur Hebung der Lesekompetenz ein (< file name="Entschliessungsantrag_Lesekompetenz" >).

Mein Schlusswort wie immer: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

Und diesmal ein kleiner Anhang: „Keine Lehrkraft darf beleidigt werden!“

13. Dezember 2010

Schule: Reformen wirken schnell!

2010-12-13T10:04:00+01:0013.12.10, 10:04 |Kategorien: Bildung|

Das ist doch einmal eine gute Nachricht: Schulreformen wirken schneller als erwartet. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung McKinsey (Mehr Eigenverantwortung entscheidend für Verbesserung guter Schulsysteme). Untersucht wurden 20 Schulsysteme, in denen sich SchülerInnen laut internationalen Studien wie PISA oder TIMSS deutlich verbessert hatten – ausgehend von sehr unterscheidlichen Niveaus. McKinsey untersuchte rund 575 Reformmaßnahmen und Methoden, die in diesen Schulsystemen zum Einsatz kamen, und interviewte 200 LehrerInnen, WissenschafterInnen und PolitikerInnen. Die entscheidende Frage war: Warum haben sie sich die SchülerInnen in diesen Ländern verbessert?

Das Ergebnis der Studie bestätigt, was wir seit lange fordern: Positiv wirkte sich etwa ein genaues Verfahren beim Zugang zum Lehrberuf sowie mehr vorschulische Praxis in der Ausbildung aus. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Verbesserung der Schulsysteme ist mehr Eigenverantwortung für Schulen und LehrerInnen, gegenseitiges Coaching der Lehrkräfte, gegenseitiges Feedback, Karrierepfade mit entsprechend abgestuftem Gehalt sowie mehr pädagogische Befugnisse der Schulen. Wo das beherzigt wurde, waren die Leistungen innerhalb von sechs Jahren „erheblich“ besser als zuvor.

Für uns gilt: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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