27. Dezember 2010

LehrerInnen als „eierlegende Wollmilchsau“?

2010-12-27T09:07:00+01:0027.12.10, 9:07 |Kategorien: Bildung|

Immer mehr Aufgaben werden von Staat und Gesellschaft an die Schule delegiert, eine logische Entwicklung in einer hochentwickelten Gesellschaft. Nicht wenige erkennen darin aber den „Untergang des Abendlandes“. Sie wollen die Entwicklung stoppen, indem sie nicht reagieren. So in etwa schaut die Position der ÖVP aus – und sie lässt die Lehrkräfte mit den zusätzlichen Aufgaben allein.

Unter den gegebenen Bedingungen aber sind diese Aufgaben nicht zu bewältigen. Es braucht bauliche Investitionen in die Schule, es braucht eine Neudefinition der Rolle von Lehrkräften, es braucht eine neue Ausbildung, ein neues Dienst- und Besoldungsrecht. Das ist natürlich eine politische „Herkulesaufgabe“ – deshalb müssen wir endlich damit anfangen.

Unter dem Titel „Lehrkräfte als `Wunderwuzzis´?“ habe ich heute in der „Presse“ einen Gastkommentar zu einem der Aspekte – der Ausbildung – verfasst.

Und bei allen anderen Problemen, unser Bildungssystem hat sich daran zu orientieren: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

18. Dezember 2010

Buchtipps für Weihnachten

2010-12-18T12:07:00+01:0018.12.10, 12:07 |Kategorien: Bildung|

Eines der deprimierendsten Ergebnisse der Pisa-Studie: Nur 50 Prozent der 15-Jährigen bei uns haben Freude am Lesen! Wen wundert das, wenn ein Landeshauptmann wie der selbsternannte Bildungsexperte Erwin Pröll stolz darauf ist, nur ein einziges Buch gelesen zu haben. Es handelt sich dabei übrigens um Karl Mays „Der Schatz im Silbersee“. Und nicht ganz untypisch ist, dass das in der eigenen Partei auch noch gut ankommt. Sein ehemaliger Landesparteisekretär Ernst Strasser: „Das mögen die Leut‘, damit wirkt der Landeshauptmann wenigstens net so obergscheit.“ Nein, „obergescheit“ wirkt er wirklich nicht!

Vielleicht wären aber doch ein paar Buchtipps für Weihnachten ganz gut.

Als Sachbuch würde ich „Der engagierte Lehrer und seine Feinde: Zur Lage an Österreichs Schulen“ von Nikolaus Glattauer empfehlen, denn die wahren Helden in unserem Schulsystem sind die LehrerInnen, die sich nicht unterkriegen lassen. Die engagiert ihren Weg gehen. Sie auch noch zu prügeln, wie das Pröll jun. und sen. in den letzten Wochen gemacht haben, ist eine Zumutung!

Kann man Kindern vom Holocaust erzählen? Man kann! Monika Helfer/Michael Köhlmeier: „Rosie und der Urgroßvater“. Helfer und Köhlmeier leben in Hohenems, der einzigen Gemeinde in Vorarlberg, in der bis zur NS-Zeit eine jüdische Gemeinde existierte. Sie wurde von den Nazis ausgelöscht. Das Buch erzählt von einem „kleinen Ort in Österreich“, in dem über viele Generationen die jüdischen Vorfahren der Protagonisten wohnten.

Und natürlich darf zu Weihnachten ein Krimi nicht fehlen. Don Winslows „Tage der Toten“ ist allerdings nichts für die feinen und subtilen Differenzierungen, aber es geht halt auch um einen amerikanischen Drogenfahnder und den mexikanischen Drogenkrieg beziehungsweise die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia. Friedliche Feiertage ;))

Und schließlich noch das Motto für unser Bildungssystem: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

16. Dezember 2010

„Auf der Suche nach der Schule der Zukunft!“

2010-12-16T13:04:00+01:0016.12.10, 13:04 |Kategorien: Bildung|

Wer am österreichischen Bildungssystem (ver)zweifelt, tut gut daran, die vielen positiven Beispiele anzuschauen, die es im ganzen Land gibt. Es gibt nämlich nicht nur das Pisa-Desaster in unserem Land. Es gibt an allen Schulen LehrerInnen mit unglaublichem Engagement. Und es gibt darüber hinaus viele private und öffentliche Schulen, in denen Chancengerechtigkeit, Lernfreude und persönliche Bestleistungen für alle Kinder zur Kernphilosophie gehören und nicht zu Schlagworten verkommen. Man muss nur hinschauen – und hingehen. Ich habe das in den letzten Wochen mehrfach gemacht und mir vor Ort jeweils viele Anregungen für ein modernes und gerechtes – vor allem für ein schülerInnengrechtes – Schulsystem geholt. Über eine dieser Reisen berichtet „Der Standard“: „Auf der Suche nach der Schule der Zukunft!“

Für uns gilt: „Kein Kind darf zurückbleiben!“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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