30. September 2010

Street-Branding: „Gerechte Schule!“

2010-09-30T13:11:00+02:0030.09.10, 13:11 |Kategorien: Bildung|

Wie brechen wir die Verkrustungen im österreichischen Bildungssystem auf? Immerhin verhindert die soziale Undurchlässigkeit unseres Bildungssystems eine „gerechte Schule“: 89 aller Kinder von Eltern, deren höchster Bildungsabschluss die Pflichtschule ist, gehen in die Haupt- oder Sonderschule, nur 11 schaffen es in die AHS. Ganz anders bei Kindern aus AkademikerInnenhaushalten. Von ihnen gehen 61 auf die AHS, während nur 39 in die Haupt- oder Sonderschule gehen (PISA 2006). Rund 8.000 Jugendliche verlassen jedes Jahr unser Bildungssystem mit maximal Pflichtschulabschluss. Ihnen steht eine Karriere als ungelernte Arbeitskraft bevor. Damit sind wir Bildungsschlusslicht in Europa.

Gemeinsam mit unserer Familiensprecherin Daniela Musiol und Gemeinderat Christoph Chorherr bin ich daher heute mit dem Kärcher ausgerückt: Vor der GÖD-Zentrale und an 80 anderen Orten in Wien haben wir „grüne Bildungsbotschaften“ auf verschmutzten Flächen angebracht („Gerechte Schule“ und „Lernfreude“).

Warum gerade vor der Gewerkschafts-Zentrale? Weil der Stillstand einen Namen hat: GÖD! Das von ihr praktizierte Festhalten an sozialer Selektion durch die viel zu frühe Trennung der Kinder in angeblich Begabte und Unbegabte ist eine der Ursachen für die Misere. Und jetzt treiben sie es noch bunter. Wissenschaftministerin Beatrix Karl will allen Ernstes auch im Gymnasium Leistungsgruppen einführen. Das bezeichnen BildungsexpertInnen mittlerweile offen als „Schwachsinn“ („ÖVP will Leistungsgruppen auch in Gymnasien“).

15. September 2010

„Lehrerbestellung nach Parteibuch“

2010-09-15T11:07:00+02:0015.09.10, 11:07 |Kategorien: Bildung|

Pröll-Onkel, Häupl, Sausgruber … die Liste jener, denen es im Bildungsbereich nur um mehr Macht über Lehrerinnen und Lehrer geht, ist lang. Sollten sich die Herrschaften gegen den Bund durchsetzen, wäre ein international schon jetzt rückständiges Schulwesen wohl wieder einen Schritt in Richtung Provinzialisierung gegangen.

Die LHs könnten personalpolitisch dann nicht nur an den Pflichtschulen, sondern auch an Gymnasien und Berufsbildenden Höheren Schulen schalten und walten, wie sie wollen. Im ORF-Morgenjournal (hier zum Nachhören) konnte ich heute ausführlich zu diesem Thema Stellung nehmen („Lehrerbestellung nach Parteibuch“):

Zitiert werden dort auch einige Grüne Erfolge im Kampf gegen den Parteiproporz: „In Villach sollte ein FPK-naher Lehrer eine Schulleitung bekommen, obwohl die interimistische Leiterin als besser qualifiziert galt. Dieser Tage hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) der Kärntner Mehrheitspartei einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Frau zur Direktorin bestellt. Und es bleibe noch viel zu tun, meint der Grüne Walser. Denn es habe allein in den letzten Wochen eine ganze Reihe von „haarsträubenden“ Fällen gegeben, in der Steiermark, in Kärnten, Vorarlberg, Salzburg und auch Wien, wo nicht der bestqualifizierte Kandidat zum Zug gekommen sei.“

Der Kampf geht weiter!

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr…

Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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