11. Mai 2013

Berlakovich, Bienen und Chemiekonzerne!

2013-05-11T13:17:00+02:0011.05.13, 13:17 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Nach der wertvollen AufklĂ€rungsarbeit durch Armin Wolf und Maschek enthĂŒllt nun das Nachrichtenmagazin „profil“, warum Nikolaus Berlakovich eine so Pestizid-freundliche Haltung eingenommen hat und seither als „Sumsi-Mörder“ gilt: drei fĂŒhrende Agrochemiekonzernen finanzierten die von ihm in Auftrag gegebene Studie zum Bienensterben (Honig ums Maul)! Sieht irgendjemand in der ÖVP eigentlich irgendwann einmal einen Grund fĂŒr einen RĂŒcktritt? Nur bei einem Kapitalverbrechen? Die RĂŒcktritte mĂŒssen wohl erst durch die WĂ€hlerInnen im September erzwungen werden!

30. April 2013

Niki – der „Umweltminister“?

2013-04-30T16:11:00+02:0030.04.13, 16:11 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Was haben Äpfel, Raps, Ahorn oder Erbeeren gemeinsam? Sie sind wie 80 Prozent der Pflanzen auf die BienenbestĂ€ubung angewiesen. Der Schutz der Bienen ist kein Wald- und Wiesenthema, sondern ĂŒberlebenswichtig. Zu wichtig, um es unserer Regierung zu ĂŒberlassen.

Nikolaus Berlakovich (ÖVP) nennt sich allen Ernstes „Umweltminister“. Dabei hat der Chemielobbyist gestern mit seinem Nein zu einem EU-Pestizidverbot gegen das Bienensterben auch jene aufgebracht, die sich selbst nicht eben zu den „Ökos“ zĂ€hlen.

Berlakovich begrĂŒndete sein Nein damit, dass es keine Studien gĂ€be, die die GefĂ€hrlichkeit der nun trotz des peinlichen österreichischen Widerstands beschlossenen Verbots bestimmter Pestizide beweise. Dem Mann kann geholfen werden: Eva Glawischnig hat heute darauf hingewiesen, dass die EU-Kommission bereits im Februar 2013 einen Entwurf fĂŒr das Verbot von drei hochgiftigen Insektiziden hat, nĂ€mlich den sogenannten Neonicotinoiden (Clothianidin, Imidacloprid und Thiametoxam) in Form eines zweijĂ€hrigen Moratoriums vorgelegt. Basis dieser Vorlage der EU-Kommission war eine umfassende Studie der EuropĂ€ischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA (siehe: http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/130116.htm), die empfohlen hatte, diese Pestizide aus dem Verkehr zu ziehen.

Nur der Niki hat®s nicht mitbekommen. Der „Umweltminister“!

Johannes Rauch hat heute deshlab einen offenen Brief an alle Vorarlberger Nationalratsabgeordnete, BundesrÀte, an Landeshauptmann Wallner und an Landesrat SchwÀrzler geschickt, um auf die Problematik hinzuweisen: < file name="Offener-Brief-Bienen" >

ObÂŽs was nĂŒtzt? Im Herbst können die BĂŒgerInnen bei den Nationalratswahlen immerhin ihre Meinung dazu sagen.

29. Januar 2013

Wasserprivatisierung – das Beispiel Hohenems

2013-01-29T09:01:00+01:0029.01.13, 9:01 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Der neoliberale Privatisierungsirrsinn hat in den letzten Jahren seltsame BlĂŒten getrieben. Viele Gemeinden glaubten, schlauer als andere zu sein, und beschritten einen fatalen Irrweg in Richtung Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen. So auch – mit krĂ€ftiger UnterstĂŒtzung des Landes Vorarlberg – Hohenems.

Erst ein vernichtender Bericht des Bundesrechnungshofs machte dem ein Ende. Er hatte die von der Stadt Hohenems betriebene Ausgliederung der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung – ein Projekt von ÖVP und FPÖ – scharf kritisiert. „Die wirtschaftlichen Ziele des Ausgliederungsprojekts waren vorrangig auf die Auslagerung der Schulden ausgerichtet.“ Doch das hat leider nicht funktioniert – im Gegenteil: „Rechnungshof kritisiert Auslagerung der Wasserversorgung in Hohenems“. GrĂŒne und SPÖ haben das Projekt von Anfang an kritisiert.

Und wer hat verdient? Die reinen Beratungshonorare fĂŒr das Ausgliederungsprojekt bis Ende 2009 summierten sich auf zumindest 455.000 € netto, dazu kamen noch GrĂŒndungskosten von 24.000 €. Die RĂŒckabwicklung verschlang dann noch einmal viel Geld, sodass mit Gesamtkosten von etwa 600.000 € zu rechnen ist.

Hohenems ist ein Beispiel von vielen, es gibt eine Unzahl prominenter weiterer: Berlin, London, Paris, … die Liste der StĂ€dte mit fehlgelaufener Privatisierung der Wasserversorgung ist lang. Die Folge war meist eine teure RĂŒckabwicklung („Verstaatlichung: RWE will Wasserwerke an Berlin zurĂŒckgeben“).

Auch in Österreich muss der Privatisierungswahn aus der Ära SchĂŒssel-Haider endlich ein Ende haben. Wichtig ist jetzt, die Petition der EuropĂ€ischen BĂŒrgerinitiative zu unterschreiben: „Wasser ist ein Menschenrecht“

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr


Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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