11. MĂ€rz 2012

Menschenstrom gegen Atomkraft!

2012-03-11T11:21:00+01:0011.03.12, 11:21 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Heute jÀhrt sich die Katastrophe von Fukushima. Ein Erdbeben der StÀrke 9 löste eine verheerende Tsunami-Flutwelle aus. 19.000 Menschen starben.

Die Tsunami-Wellen zerstörten auch große Teile der sechs Reaktoren der AKW-Anlage in Fukushima. Unvorstellbare Mengen von bis zu 630.000 Terabecquerel der radioaktiven Elemente Jod-131 und Caesium-137 wurden freigesetzt – das entspricht 168 Hiroschima-Bomben. Die Reaktoren sind bis heute nicht unter Kontrolle.

Auf einer dreimal so großen FlĂ€che wie Vorarlberg sollen die obersten sechs Zentimeter Bodenschicht abgetragen und entsorgt werden, trotzdem bleibt die 20-Kilometer-Sperrzone rund um die AKW fĂŒr Jahrzehnte unbewohnbar.

Die Lehre daraus: Atomkraft ist nie sicher! Dennoch geht weltweit der Wahnsinn mit dieser Hochrisikotechnologie weiter. Dies trotz der Tatsache, dass sogar in diesem bitterkalten Winter mit dem höchsten Stromverbrauch ĂŒberhaupt, nur die Atom-Großmacht Frankreich StromengpĂ€sse zu beklagen hatte, das Atomausstiegsland Deutschland musste helfen.

Auch in der Schweiz hat das Umdenken begonnen: Die Regierung hat den geplanten Neubau von drei AKW gestoppt und den Atomausstieg eingeleitet. Ein wahrer Schrottreaktor ist das AKW MĂŒhleberg. Diese Woche hat das Schweizer Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass dieses AKW wegen erheblicher Zweifel an der Sicherheit des Kernmantels und der KĂŒhlung aus SicherheitsgrĂŒnden ab Juni 2013 vom Netz muss.

Immer mehr Menschen wollen auch in der Schweiz, dass der Ausstieg schneller vonstatten geht. Ich bin heute frĂŒh mit vielen VorarlbergerInnen zu einer Großkundgebung gefahren:

Menschenstrom gegen Atom – Wer geht mit auf die Demo?

Sonntag, 11. MĂ€rz 2012, GĂŒmmenen – AKW MĂŒhleberg, Schweiz

Die Vorarlberger GrĂŒnen haben im Landtag ĂŒbrigens eine Initiative gesetzt. Wir wollen bis 2025 eine zu 100 erneuerbare Stromversorgung. Das ist möglich, wenn jetzt die notwendigen Maßnahmen gesetzt werden.

1. Energie sparen

Es geht nicht nur darum, wie Energie erzeugt wird, sondern zunĂ€chst darum, wofĂŒr Energie verwendet beziehungsweise verschwendet wird. Wir wollen fördern – mit der Schaffung eines Energieeffizenzfonds fĂŒr die Umstellung auf energieeffiziente Beleuchtung und GerĂ€te – und wir wollen fordern – mit einem Energieeffizienzgesetz, in dem höhere Standards festgesetzt werden. So kann der Verbrauch bis 2025 um ein Prozent pro Jahr reduziert werden.

2. Wasserkraft ausbauen

Wir bekennen uns zum vorgesehenen Ausbau der Wasserkraft in einer GrĂ¶ĂŸenordnung von 500 GWh dort, wo die ökologische VertrĂ€glichkeit nachgewiesen ist.

3. BĂŒrgerkraftwerke auf öffentlichen GebĂ€uden errichten

Beispiele in Bregenz und in anderen Gemeinden zeigen, dass es in der Bevölkerung eine hohe Bereitschaft gibt, in Sonnenstromanlagen zu investieren. Gleichzeitig werden Investitionen in Photovoltaikanlagen durch den fortlaufenden Preisverfall bei den Solarmodulen (seit 2008 haben sich die Kosten fĂŒr neue Anlagen halbiert) immer attraktiver.

8. MĂ€rz 2012

Fukushima: „Japan is Bleeding“

2012-03-08T14:02:00+01:0008.03.12, 14:02 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Horst Gössl hat mir dieses beeindruckende Video geschickt. Es ist entstanden zum Einjahresgedenktag an Fukushima. Das Video „Japan is Bleeding“ der Band „Chief Jackson“ ist – neben dem kĂŒnstlerischen Wert – wichtig, um neuerlich auf die Gefahr von Kernenergie aufmerksam zu machen:

Herzlichen Dank an Horst Gössl und die „Chief Jackson“!

Wer ĂŒbrigens fĂŒr Sonntag noch nichts vorhat, fĂŒr den habe ich einen Tipp:

Menschenstrom gegen Atom – Wer geht mit auf die Demo?

Sonntag, 11. MĂ€rz 2012, GĂŒmmenen – AKW MĂŒhleberg, Schweiz

Ich fahre mit vielen VorarlbergerInnen am SonntagfrĂŒh dorthin.

27. MĂ€rz 2011

Botschaft der deutschen Wahlen: Raus aus der Atomkraft!

2011-03-27T19:50:00+02:0027.03.11, 19:50 |Kategorien: Klima und Umwelt|

Die Botschaft der Landtagswahlen in Baden-WĂŒrttemberg und Rheinland-Pfalz ist klar: Die Menschen wollen raus aus dem Atomwahnsinn!

Die Atomlobby hat alles versucht – lĂŒgen, tarnen, tricksen und tĂ€uschen war angesagt. Es hat nichts genĂŒtzt. „BrĂŒderle fein“ – hat gestern Andreas Postner auf diesem Blog und in einem Leserbrief die Lage beim nördlichen Nachbarn zutreffend analysiert.

Was bedeuten die Ergebnisse der Landtagswahlen in Deutschland fĂŒr uns in Österreich? Dranbleiben an unseren Themen Energiewende, Bildung und soziale Gerechtigkeit. Unbeirrt von Irrungen und Wirrungen des „Zeitgeistes“ den geraden Weg suchen. Und Geradlinigkeit zeichnet uns aus – bei uns tanzt niemand wie bei ÖVP und FPÖ den „Tango Korrupti“, bei uns gibt es keine undurchsichtigen Lobbyisten, bei denen es Gesetze fĂŒr Geld gibt, und wir lassen uns nicht wie viele SPler in Sachen Ökologie, Bildung oder Gerechtigkeit auf faule Kompromisse ein. Wir schielen auch nicht nach dem schnellen Sager, sondern wollen eine nachhaltige Politik.

Und in Sachen Atomkraft ist auch in Österreich klar: Wir mĂŒssen uns wehren! Auf der Plattform atomausstieg.at kann man eine Onlinepetition unterschreiben. Hier der Text zum Herunterladen: < file name="Petition_Atomausstieg" >.

Auch die „Vorarlberger Nachrichten“ kann man eine Online-Petition unterschreiben: Ich fordere den Ausstieg aus der Atomkraft!. Das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr Nicht-Vorarlberger. Also: Mitmachen!

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr


Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


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