Ach Gott Maria: Asyl und Menschenrechte
Die christlichsoziale Innenministerin schert sich einen Deut um die Kritik an ihren PlĂ€nen fĂŒr ein neues Fremdenrecht. Ach Gott Maria! Verfassungsexperten wie Bernd Christian Funk schĂŒtteln aus âverfassungsrechtlichen und menschenrechtlichenâ GrĂŒnden nur noch den Kopf ĂŒber das beschleunigte Abschiebeverfahren. Fekter will Asylwerber schon abschieben, wenn lediglich eine Anklage gegen sie erhoben wird – also noch bevor ein Gericht feststellt, ob sie schuldig oder unschuldig und daher unbescholten sind.
Ăsterreich soll dadurch âsichererâ werden. Und wer schĂŒtzt uns vor Politikerinnen wie Maria Fekter? Immerhin stellt der Verfassungsrechtler Heinz Mayer trocken fest, dass dies ânicht im Einklangâ mit der Genfer FlĂŒchtlingskonvention stehe.
Das Erfreuliche: völlig ohne parteipolitischen Hintergrund formiert sich schon gegen die bestehenden Regelungen Widerstand. Ich habe bereits auf eine Initiative in Schruns hingewiesen. Dort kĂ€mpft der BĂŒrgermeister mit vielen Menschen darum, dass Familien, die sich seit Jahren im Ort befinden und sich völlig integriert haben, nicht – wie geplant – abgeschoben werden. Betroffen wĂ€ren allein in Schruns 46 Kinder. Genauere Informationen gibt es auf der Homepage der Initiative!
Dort steht der schöne Satz: âJedes Kind hat ein angeborenes Recht auf Leben, Ăberleben und auf bestmögliche Entwicklungschancen.â Er stammt ĂŒbrigens aus der UN-Kinderrechtskonvention (Artikel 6). Weit haben es die âChristlichsozialenâ gebracht!
Obama in Jakarta, Barcelona usw. – und am Schluss leider auch in Wien. So sieht das der Karikaturist! Leider mit einem realen Hintergrund.