24. Januar 2011

„Mittlere Reife: SPÖ-Funktionäre ratlos“

2011-01-24T17:00:00+01:0024.01.11, 17:00 |Kategorien: Bildung|

Fasching ist. Lustig ist es dennoch nicht. Die chaotische Bildungspolitik der Bundesregierung gefährdet den Bildungsstandort Österreich und hat inzwischen trotz des Streits auch keinen Unterhaltungswert mehr. Früher hieß das Match in Sachen Bildung Rot gegen Schwarz. Jetzt heißt es Jeder gegen Jeden. Neuer Höhepunkt ist der unausgegorene Vorschlag einer Mittleren Reife. Der Standard titelt zurecht: „Mittlere Reife: SPÖ-Funktionäre ratlos“.

Im Kern lautet die Botschaft: „Die SPÖ hat dem VP-Konzept der „Mittleren Reife“ zugestimmt – Was das bedeutet, ist SPÖ-Politikern noch nicht ganz klar“

Ich kann der rotschwarzen Einigung auf die Mittlere Reife ebenfalls nichts abgewinnen: Den Regierungsparteien fallen nur Knock-Out- und Selektionsmaßnahmen ein, wenn es um eine Schulreform geht. Nach dem peinlichen Polit-Schauspiel der letzten Monate rund um Gymnasium für alle versus neue Mittelschule für alle glauben SPÖ und ÖVP nun die Lösung gefunden zu haben: Das ist bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss und diese Neuerung wird die Probleme und Defizite des österreichischen Schulsystems sicher nicht beheben.

Statt dem peinlichen rotschwarzen Politgerangel lautet unsere Botschaft: „Kein Kind zurücklassen!“

19. Januar 2011

Ethikunterricht für alle Kinder gemeinsam!

2011-01-19T12:50:00+01:0019.01.11, 12:50 |Kategorien: Bildung|

Seit 1997 gibt es den Schulversuch Ethikunterricht. Heute hat sich ein prominentes Personenkomitee mit Bischof Michael Bünker an der Spitze in einer Pressekonferenz dafür ausgesprochen, Ethik als alternatives Pflichtfach einzuführen.

Das Problem und der Ansatz sind nachvollziehbar: Es braucht eine fundierte Werteerziehung für alle SchülerInnen. Also auch jene, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

Über die Lösung aber muss diskutiert werden: Der Religionsunterricht wird an unseren Schulen immer mehr zu einem Minderheitenprogramm und stellt die Schulleitungen oft vor große organisatorische Probleme. Es gibt beispielsweise keine Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Angesichts der Pluralität unserer Gesellschaft werden die Auseinandersetzung um allgemein verbindliche Grundwerte aber immer wichtiger. Deshalb ist eine fundierte Beschäftigung mit den Grundlagen unserer Kultur – speziell auch mit den verschiedenen Religionen – unerlässlich. Es ist daher notwendig, dass sich alle Kinder gemeinsam und unter sachkundiger Anleitung möglichst vorurteilsfrei damit auseinandersetzen. Wir brauchen also statt des jetzigen konfessionellen Religionsunterrichts einen allgemeinen Ethik- und Religionen-Unterricht.

Das bedeutet keineswegs das Aus für den konfessionellen Religionsunterricht, der auf freiwilliger Basis am Nachmittag sehr wohl ebenfalls angeboten werden kann. Ich habe meine Überlegungen dazu übrigens auf diesem Blog schon mehrfach ausgeführt (etwa Kein Denkverbot beim Religionsunterricht! oder Religionsunterricht – und die Rolle des Staates!).

18. Januar 2011

„Walser darf nicht in die Schule!“

2011-01-18T13:57:00+01:0018.01.11, 13:57 |Kategorien: Bildung|

Ich habe gestern über die merkwürigen Methoden des Wiener Stadtschulrates gebloggt („Wer fürchtet sich vorm Grünen Mann?“). Die Sache ich heute noch skurriler geworden. Der „Standard“ berichtet unter dem Titel „Walser darf nicht in die Schule!“ über die seltsame Argumentation des Stadtschulrates: „Im Stadtschulrat heißt es dazu, Walser habe sich schlicht nicht an das vorgesehene Prozedere gehalten, nämlich vorher im Stadtschulrat nicht um Besuchserlaubnis gefragt.“

Wie bitte? Ich werde von der Direktorin der Schule eingeladen und muss dann beim Stadtschulrat vorsprechen, ob die Einladung Gültigkeit hat? Das ist eine seltsame Polit-Bürokratenlogik. Aber wer weiß, Leonid Breschnew hätte im verflossenen Sowjetreich das sicher auch so gesehen wie der aktuelle Wiener Stadtschulrat! Deshalb braucht es in Wien ja mehr Grün.

Aber lassen wir das Politgeplänkel und wenden wir uns dem wirklich Wichtigen zu. Für uns gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

Wofür ich stehe?

Ich stehe für soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

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Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles über meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, Anträge und Ausschussarbeit.


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