Kongress zum Thema Inklusion in Feldkirch
Inklusion in der Schule kann – und muss – gelingen. Dazu braucht es solide Vorbereitung, viel Aufklärung und entsprechende Ressourcen. Wir konnten uns in Südtirol bei einem Besuch der Grünen BildungssprecherInnen (Gemeinsame Schule: Südtirol macht es vor!) davon überzeugen, dass es funktioniert und in sozialer und (!) schulischer Hinsicht zu deutlich besseren Ergebnissen führt als bei uns.
In Vorarlberg findet im Mai (auch) zu diesem Thema ein „Heilpädagogischer Kongress“ unter dem Titel „Heilpädagogik all inclusive“ statt.
Das Spektrum der Vorträge geht über rein schulische Belange hinaus, behandelt werden unter anderem Autismus, aber auch „Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern“, „Kreative Kindertherapie“ oder „Coachingtools für den Unterricht“, „Stellenwert von Beziehung in der Pädagogik“ und „Elementares Musizieren“ usw.
Wann: 26./27. Mai 2016
Wo: „Montforthaus“ Feldkirch
Zusammengefasst sind das die wichtigsten Problembereiche des Kongresses:
- Inklusion im Sinne einer interdisziplinären Zusammenarbeit
- Inklusion und berufliche Weiterbildung für psychosoziales Fachpersonal und PädagogInnen
- Umgang mit psychischen Herausforderungen in gesellschaftlichen und pädagogisch-therapeutischen Prozessen und Arbeitsfeldern
- Ethische Verantwortung im Kontext Inklusion
- Vermittlung von Werten und Haltungen
- Austausch im World Café u.a.
Alle näheren Informationen zum Kongress sind zu finden unter www.kongress16.info.

Am 28. Jänner fand an der Uni Wien eine sehr gut besuchte Veranstaltung unter dem Titel „Isoliert. Integriert. Inkludiert. Oder: Wie gelingt der Quereinstieg ins Schulsystem?“ statt. Die Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Ursula Neumann präsentierte ein wissenschaftlich entwickeltes und begleitetes Konzept (FörMig), nach dem in Hamburg Kinder, die ohne Deutschkenntnisse ins Schulsystem einsteigen, seit Jahren erfolgreich gefördert und integriert werden. Neumann zeigte einmal mehr, dass keine Pauschallösungen möglich sind, sondern dass es differenzierte Wege braucht. Basis des Hamburger Konzepts ist übrigens eine sozialindexbasierte Mittelzuteilung an Schulen – eine Forderung, die ich schon seit Jahren stelle und die nun im Bildungsreformpapier der Regierung wieder nicht auftaucht.
„Unser komfortables Leben“ können wir mit Grenzschließungen „auf Dauer gewiss nicht sichern.“ Das sagt nicht irgendein realitätsfremder „Gutmensch“, das steht in „Die Welt“, dem Zentralorgan der deutschen Konservativen („