Vorarlberg: Schritte Richtung Gemeinsame Schule!
Es ist also vollbracht: Vorarlberg bekommt eine schwarz-grĂŒne Landesregierung mit einem sehr ambitionierten Programm. Gestern haben Johannes Rauch und Markus Wallner das gemeinsame âArbeitspapier 2014-2019â fĂŒr die Arbeit in den kommenden fĂŒnf Jahren prĂ€sentiert. Darin finden sich viele bemerkenswerte Punkte: ein anzustrebender Mindestlohn von 1.500,- âŹ, âkeine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaftenâ, eine âgerechte Teilung der Familien- und Erwerbsarbeit zwischen MĂ€nnern und Frauenâ oder im Bildungsbereich neben Initiativen zur FrĂŒh- und ElementarpĂ€dagogik beachtenswerte Passagen zur Gemeinsamen Schule: âEine spĂ€tere Bildungswegentscheidung wĂ€re fĂŒr die Kinder von Vorteil und wĂŒrde die Volksschulen deutlich entlasten. Auf dieser Grundlage entwickelt die Landesregierung nach Abschluss des Forschungsprojektes ab Mai 2015 einen Vorschlag fĂŒr einen regionalen Schulversuch ‚Gemeinsame Schule‘ und ersucht die Bundesregierung, diesen zu ermöglichen. Ungeachtet dessen werden die Erkenntnisse des Forschungsprojektes, die im eigenen Bereich umgesetzt werden können, offensiv angegangen.â
Dazu steht die kĂŒnftige Landesregierung, auch wenn bereits mit QuerschĂŒssen â unter anderem von der ehemaligen Bildungsministerin Elisabeth Gehrer â gearbeitet wird. Und um es zu prĂ€zisieren: In den Verhandlungen war fĂŒr beide Seiten klar, dass es bei der Umsetzung keine Alibi-Reform geben kann â etwa eine âModellregion Bregenzerwaldâ, wo es bekanntlich gar keine AHS-Unterstufe gibt.
Was mich als Bildungssprecher besonders freut ist, dass mein Wahlspruch fĂŒr die âGrĂŒne Schuleâ im Ăbereinkommen mit der ĂVP gleich mehrfach auftaucht: âKein Kind zurĂŒcklassen!â
