24. Januar 2025

Auschwitz und die Lehren fĂŒr heute!

2025-01-23T14:54:04+01:0024.01.25, 8:38 |Kategorien: Geschichte und Rechtsextremismus|Tags: , , |

Wels am Sonntag, 26. JĂ€nner, 11:00 Uhr, in den Minoriten: Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag. Weitere Informationen siehe Plakat ganz unten bei diesem Beitrag.

Zum selben Thema habe ich – allerdings speziell mit Vorarlberg-Bezug – unter dem Titel „Aus Auschwitz lernen!“ in den Vorarlberger Nachrichten auch einen Kommentar verfasst. Hier zum Nachlesen:

Am 27. JĂ€nner 1945 und somit vor fast genau 80 Jahren hat die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Der Name Auschwitz ist nach dem Krieg zu einem Synonym geworden fĂŒr den industriellen Massenmord. Was sind die Lehren daraus? Was bedeuten die NS-Verbrechen fĂŒr uns heute?

Der Holocaust stand nicht am Anfang der NS-Herrschaft, am Anfang standen Worte – Worte der Ausgrenzung, VerĂ€chtlichmachung und HerabwĂŒrdigung von Menschen. Betroffen davon waren JĂŒdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politische Gegner, Menschen mit BeeintrĂ€chtigungen. Nur einige wenige Beispiele fĂŒr in NS-Konzentrationslagern Ermordete aus Vorarlberg: Edmund und Gertrude Turteltaub sowie ihrer Kinder Hans und Walter aus Dornbirn, Hans Baldauf aus Bregenz, Dr. Hans Elkan und seine Eltern Helene und Theodor aus Hohenems, Hugo Lunardon aus Dornbirn und viele andere.

Vorarlberg stellte aber auch TĂ€ter, die willig in der NS-Mordmaschinerie mitarbeiteten: Dr. Irmfried Eberl aus Bregenz war KZ-Kommandant in Treblinka, der Arzt Dr. Josef Vonbun aus Feldkirch, der Silbertaler SS-Mann Josef Vallaster, NS-Landeshauptmann Anton Plankensteiner war als Richter am Volksgerichtshof fĂŒr mindestens 17 Todesurteile aus meist nichtigen GrĂŒnden verantwortlich. Die Liste ließe sich ebenfalls fortsetzen.

Es gab aber auch jene, die sich dem gnadenlosen System mutig widersetzt haben und Sand in die Mordmaschinerie streuten. Die Gruppe um den Satteinser Johann August Malin beispielsweise oder die Aktionistische Kampforganisation (AKO) in Dornbirn.

Die Krankenschwester Maria Stromberger hat sich freiwillig nach Auschwitz gemeldet und im SS-Krankenhaus Dienst versehen, wurde Teil des HĂ€ftlingswiderstands, schmuggelte Informationen, spĂ€ter auch Waffen und Munition. Stromberger ĂŒberlebte nur mit viel GlĂŒck. Die in Polen nach 1945 hoch verehrte Frau blieb bei uns nahezu unbekannt und wurde sogar eingesperrt. Es brauchte die Intervention des polnischen MinisterprĂ€sidenten Jozef Cyrankiewicz, damit sie freikam.

Der Gesellschaftswissenschaftler Jan Philipp Reemtsma spricht angesichts der deutschen und österreichischen Geschichte von „Scham“. Er sprich weiters nicht von Schuld, die auf uns lastet, sondern von Verantwortung.

Es hat viel zu lange gedauert, bis sich auch das offizielle Österreich zu dieser Verantwortung bekannt hat. Wer sie heute ernst nimmt, muss jenen entschieden entgegentreten, die schon wieder glauben, Menschen zweiter und dritter Klasse erkennen zu können. Aus Auschwitz lernen heißt zudem konsequentes Eintreten fĂŒr Menschenrechte, gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus.

Auschwitz ist nicht nur ein historisches Ereignis, es ist ein Aufruf zur Wachsamkeit. Der italienischen Schriftsteller Primo Levi hat Auschwitz ĂŒberlebt. Seine Warnung an uns: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.

14. Januar 2025

Maria Stromberger-StĂŒck nominiert!

2025-01-14T18:52:25+01:0014.01.25, 18:49 |Kategorien: Allgemein|Tags: |

Das TheaterstĂŒck „Stromberger oder Bilder von allem“ ĂŒber die österreichische WiderstandskĂ€mpferin Maria Stromberger feierte letztes Jahr am Landestheater in Bregenz Premiere und wurde zu einem großen Erfolg. Eine Fachjurie hat das StĂŒck in der Kategorie Herausragende Produktion der Saison nominiert. Es verdient Ihre UnterstĂŒtzung!

Abstimmen kann man leider nur noch bis Mittwoch, 15. JÀnner: Hier können Sie Ihre Stimme abgeben: Herausragemnde Produktion der Saison

Ich habe vor einem Jahr darĂŒber beriochtet: Viel Applaus fĂŒr „Stromberger“ im Landestheater

Inszenierung von Bérénice Hebenstreit, der Text stammt von Gerhild Steinbuch.

4. MĂ€rz 2024

Theater wie es sein soll!

2024-03-04T12:06:36+01:0004.03.24, 12:06 |Kategorien: Geschichte und Rechtsextremismus, Gesellschaft|Tags: , , |

Im Vorarlberger Landestheater erhielt das StĂŒck „Stromberger oder Bilder von allem“ bei der UrauffĂŒhrung am Samstag riesigen Applaus (Viel Applaus fĂŒr „Stromberger“ im Landestheater) – zu recht! Vier tolle Schauspielerinnen (Isabella Campestrini, Vivienne Causemann, Luca Hass und Rahel Jankowski) bringen in der Inszenierung von BĂ©rĂ©nice Hebenstreit  den anspruchsvollen Text von Gerhild Steinbuch in ebenso berĂŒhrender wie inhaltlich provokanter und vor alllem auch prĂ€gnanter Form auf die BĂŒhne: etwa die KontinuitĂ€t der Vorarlberger Eliten vor, wĂ€hrend und nach dem Nationalsozialismus.

Und vor allem: Es wird einer beeindruckenden Persönlichkeit des Widerstands gegen den Nationalsozialsmus gerecht: Maria Stromberger! Es ist die beeidruckende Fortsetzung der Arbeit von Historikern mit kĂŒnstlerischen Mitteln und sehr aktuellen gesellschaftspolitischen BezĂŒgen – ohne dabei platte Parallelen zu bemĂŒhen!

Weitere Vorstellungen:

Di, 05.03.2024, 19.30 Uhr
Do, 21.03.2024, 19.30 Uhr
Sa, 23.03.2024, 19.30 Uhr
Fr, 05.04.2024, 19.30 Uhr
So, 07.04.2024, 19.30 Uhr
Wer mehr ĂŒber das Leben und Wirken dieser außergewöhnlichen Frau erfahren will, den darf ich zu einer Lesung in der Buchhandlung Arche in Bregenz (Rathausstraße 25) einladen: Dienstag, 5. MĂ€rz, 19:00 Uhr (um Anmeldung wird gebeten: 05574/48892 oder rechnung@archebuch.at)

WofĂŒr ich stehe?

Ich stehe fĂŒr soziale Gerechtigkeit, bessere Schulen, Klimaschutz, Antirassismus, Integration, Grundrechte und Tierschutz.

Hier erfahren sie mehr


Meine Arbeit

Hier veröffentliche politische Kommentare. Sie erfahren auch alles ĂŒber meine Arbeit aus meiner Zeit im Nationalrat (2008-2017): Reden, AntrĂ€ge und Ausschussarbeit.


Zur Seite des Parlaments


Downloads