Auf der Flucht im Montafon

2018-08-16T17:32:00+02:0016.08.18, 17:09 |Kategorien: Geschichte und Rechtsextremismus|Tags: , , , |

Auf die AktualitĂ€t des Themas muss nicht eigens hingewiesen werden. Wer sich mit dem Thema „Flucht“ auseinandersetzen möchte, eine zĂŒnftige Wanderung liebend gerne in Kauf nimmt und dabei auch noch hohe kĂŒnstlerische AnsprĂŒche hat, ist hier richtig. Und wenn jetzt auch noch die „SĂŒddeutsche Zeitung“ dieser Theaterwanderung im Montafon eine ganze Seite widmet („Über die Grenze“), dann ist wohl klar: es handelt sich um eine faszinierende Vorstellung ĂŒber ein wichtiges StĂŒck Zeitgeschichte.

Mir war es als Vertreter im Kulturausschuss des Nationalrats und Mitglied verschiedener Kuratorien ein BedĂŒrfnis, die engagierten Macherinnen und Macher von „Auf der Flucht“ zu unterstĂŒtzen, zumal ich als Teilnehmer einer dieser Theaterwanderungen selbst tief beeindruckt war.

Insider der Vorarlberger Zeitgeschichte kennen die bedeutendsten Fluchtrouten in der NS-Zeit ja schon lange – auch diese hier im hinteren Montafon. FĂŒr JĂŒdinnen und Juden sowie aus politischen oder aus anderen GrĂŒnden Verfolgte waren sie ein gefĂ€hrlicher und auch körperlich anspruchsvoller „Weg in die Freiheit“.

Das „Teatro Caprile“ hat sich des Themas angenommen und eine einzigartige, sehr beeindruckende und empfehlenswerte Produktion aufgrund der großen Nachfrage auch heuer wieder ins Programm aufgenommen: „Auf der Flucht: Gargellen – Sarotla – Schweiz“. Es handelt sich um interaktives Theater mit gefĂŒhrter Wanderung an den OriginalschauplĂ€tzen und dauert in einer herrlichen Landschaft fast sechs Stunden. Die – zumindest vorlĂ€ufig – letzten Möglichkeiten gibt es vom 24. bis 26. August und vom 31. August bis 2. September 2018. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Treffpunkt ist jeweils um 9:00 Uhr bei der Kirche in Gargellen. Die Theater-Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, da die Wandergruppe mit 40 TeilnehmerInnen begrenzt ist, entweder am oben angegebenen Link oder telefonisch unter  +43 5558 8201-300.

Die Wanderung erfordert eine entsprechende Grundkondition und erfolgt auf eigene Gefahr. Das Tour endet auf der Alpe Rongg.